10.02.2017:

Wildbach bei Schloss Rahe wird renaturiert

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat mit der Renaturierung des Wildbachs bei Schloss Rahe begonnen. Dabei wird dem Gewässer neben der Sicherung des Hochwasserschutzes wieder ein naturnahes Aussehen gegeben und die ökologische Durchgängigkeit für Gewässerlebewesen in diesem Bereich wieder hergestellt.  

Der Wildbach ist bei Schloss Rahe zur jetzt nicht mehr benötigten Speisung eines Mühlengrabens aufgestaut. Über ein Wehr stürzt er 1,5 Meter in die Tiefe und überwindet in steilem Gefälle auf kurzer Strecke noch einmal eine solche Höhe. Durch Abriss des Wehres und eine Laufverlängerung um 290 Meter wird der bisherige Höhenunterschied am Wehr von knapp drei Metern beseitigt und der Wildbach seichter durchs Gelände geführt, sodass er für Gewässerlebewesen kein Wanderungshindernis mehr darstellt. Ebenso wird aus dem Gewässer eine Betonsohle entfernt, auf die sich am Ufer Erlen aufgesetzt haben, die deswegen zu fällen sind. Die Baumaßnahme stellt zudem sicher, dass der Wildbach an dieser Stelle eine Hochwasserführung schadlos ableiten kann, die statistisch einmal in hundert Jahren vorkommt. Dies sind knapp zwei Kubikmeter pro Sekunde.

Während der Baumaßnahme ist von der Schlossparkstraße zum Wildbach eine Baustraße über eine Wiese geschlagen, um die Zufahrt für die Baufahrzeuge und den An- und Abtransport von Baumaterialien zu ermöglichen. Oberhalb des jetzt noch bestehenden Wehres am Aufstau befand sich eine Fußgängerbrücke über den Wildbach als öffentlicher Zugang zur Schlossanlage Rahe. Diese war marode und musste von der Stadt aus Verkehrssicherungsgründen abgebrochen werden. Die Stadt wird sie nach Abschluss der Baumaßnahme des WVER neu errichten, weil sie für Fußgänger eine wichtige und direkte Verbindung zum Schloss Rahe ist. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich drei Monate andauern.