19.03.2014:

Heftiger Stickstoffeintrag belastete Kläranlage Euchen

Am vorletzten Wochenende gelangte eine sehr starke Stoßbelastung mit Ammonium und anderen Stickstoffverbindungen in die Kläranlage Würselen-Euchen. Der Stickstoff wird auf der Kläranlage eliminiert, um das Einleitgewässer vor Überdüngung zu schützen. Der stoßweise Zulauf war jedoch so ungewöhnlich und heftig, dass er die Anlage überlastete. Durch das Personal mussten erhebliche Maßnahmen ergriffen werden, um des Stickstoffs Herr zu werden. So musste die Belüftung der biologischen Abwasserreinigungsstufe stark erhöht werden, um die dort tätigen Bakterien zu einem stärkeren Abbau des Ammoniums anzuregen. Die Arbeiten wurden durch das Bereitschaftspersonal des Wochenendes durchgeführt. Der erfolgte, starke Ammoniumeintrag ist nicht mit den Vorgaben der Entwässerungssatzung vereinbar. Bezirksregierung, Untere Wasserbehörde der Städteregion und die Stadt Würselen wurden informiert, Untersuchungen zur Ermittlung der Herkunft und des Verursachers des verstärkten Eintrags sind noch im Gange. Der Wasserverband Eifel-Rur als Betreiber der Kläranlage Euchen weist ausdrücklich darauf hin, dass die Vorgaben der Entwässerungssatzung unbedingt einzuhalten sind, um eine betriebsstabile Abwasserreinigung auf der Anlage nicht zu gefährden. Verursacher können für Verstöße entsprechend zur Verantwortung gezogen werden.

20150319 Heftiger Stickstoffeintrag KA Euchen

Luftbild der Kläranlage Würselen-Euchen