20.07.2015:

Neuer Sandfang und neue Rechenanlage am Gillesbach

Die Stadt Aachen errichtete eine neue Fußgängerbrücke über den Gillesbach am Wilhelm-Pitz-Weg in Aachen Burtscheid. Zugleich erweiterte der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) in gemeinsamer Baustelle mit der Maßnahme der Stadt Aachen an gleicher Stelle einen Sandfang im Bach. Ebenso wurde eine Rechenanlage am Bahndamm der Strecke Aachen-Köln angelegt. Sandfang und Rechen verhindern, dass sich die lange Verrohrung des Gillesbachs unter der Stadt Aachen, die am Bahndamm beginnt, mit Geschiebe und Treibgut zusetzt.

Der bisherige Sandfang unter der Brücke war zum einen baulich schadhaft, zum anderen erwies er sich mit einem Volumen von vier Kubikmetern als unterdimensioniert. Außerdem war er für Räumungen nur sehr schwer zugänglich. Ein neuer, breiterer Sandfang wurde ein wenig unterhalb des bisherigen in den Bachlauf gebaut. An seinem unteren Ende wird der Bach mit einem Dammbalken aufgestaut. In dem Aufstau können sich Sedimente absetzen, Geschiebe wird zurückgehalten. Das Wasser fließt über den Dammbalken ab. Der neue Sandfang hat jetzt ein Volumen von 20 Kubikmetern. Er ist gepflastert, sodass eine Räumung entsprechend einfach möglich ist. Der Dammbalken, der den Bach aufstaut, ist herausnehmbar, sodass der Sandfang von Wasser entleert werden kann.

Der Einlauf des Baches in die Unterführung unter den Bahndamm wurde mit einem neuen Rechen geschützt. Dieser ist nicht mehr ein eindimensionaler Stabrechen, sondern nun durch eine Knickung dreidimensional ausgeführt. Sollte es durch Holz und vor allen Dingen Unrat und Müll zu einer Verstopfung des Rechens kommen, kann das Wasser nun auch nach oben über den Rechen abfließen. Die Rechenanlage ist durch ein Gitterrost von oben begehbar. In das Gitterrost ist eine Bodentür eingebracht, durch die man zu Reinigungszwecken auch hinter die Rechenanlage hinabsteigen kann.

Während der Bauarbeiten wurde zur Drainage und zum Trockenhalten der Baustelle im Bach von einer Stelle kurz vor der Brücke bis hinter die neue Rechenanlage in Fließrichtung linksseitig eine Rohrleitung verlegt, durch die der Gillesbach umgeleitet wurde. Diese Rohrleitung wurde im Boden belassen, um den Bachlauf auch in Zukunft bei Bedarf trocken legen zu können, etwa wenn Reparaturarbeiten am Sandfang anstehen.

Von der Brücke wurde ebenfalls linksseitig bis zum Bahndamm ein Bewirtschaftungsweg aus Schotterrasen angelegt. Die Böschung oberhalb und unterhalb des Weges zum Bach ist sehr steil. Die oberhalb des Weges liegende steile Böschung wurde mit zwei langen, versetzt angelegten, jeweils ein Meter hohen Gabionenreihen aus Stein und einem Geländer gesichert. Vom Bewirtschaftungsweg führen in der steilen Böschung drei Treppen hinunter zum Sandfang, zum Rechen und zum Gitterrost über dem Rechen herab, um eine einfache Begehbarkeit zu ermöglichen. Der Weg wird ab der Brücke durch ein Tor vor unbefugtem Zutritt zu Sandfang und Rechen gesichert.

Die Stadt Aachen übernahm die Baukosten für die Brücke, der WVER die Kosten für den Sandfang und den neuen Rechen. Anteilig am entsprechenden Baukostenanteil an den Gesamtkosten wurden zwischen Stadt und Wasserverband die Kosten für die Einrichtung der Baustelle, die Anlage der Baustellenzufahrt über den Wanderweg sowie die Kosten für die Neueinrichtung des durch die Baufahrzeuge stark in Mitleidenschaft gezogenen Weges, der neu asphaltiert wurde, aufgeteilt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 370.000 Euro; sie gehen zu 25 % zulasten der Stadt, den Rest trägt der Wasserverband.

Plan der Maßnahme am Gillesbach

 

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Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk, Vorstand des Wasserverbandes (l.) und Dr. Lothar Barth, Umweltdezernent der Stadt Aachen, übergeben die neue Brücke über den Gillesbach ihrer Bestimmung.

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Blick vom neuen Rechen bachaufwärts über den Sandfang auf die neue Brücke am Gillesbach