07.02.2018:

Abwasserüberleitung aus Aldenhoven nach Jülich wird gebaut

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) errichtet eine Abwassertransportleitung von der bisherigen Kläranlage Aldenhoven zur Kläranlage Jülich. Die Anlage in Aldenhoven war stark sanierungsbedürftig. Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse hatte ergeben, dass es deutlich wirtschaftlicher ist, das Abwasser in Zukunft nach Jülich zu überzuleiten; die dortige Kläranlage hat noch entsprechende Kapazitäten und wird damit auch besser ausgelastet.

Die Überleitung des Abwassers aus Aldenhoven erfolgt durch ein Polyethylen-Rohr aus miteinander verschweißten Einzelstücken mit einem Durchmesser von 450 Millimetern. Es ist ausgelegt für einen Durchfluss von bis zu maximal 160 Litern in der Sekunde. Die Abwassertransportleitung ist 5.300 Meter lang und wird hauptsächlich in öffentlichen Wirtschaftswegen verlegt, die durch landwirtschaftlich genutzte Flächen führen.

Die Trasse verläuft von der jetzigen Kläranlage vorbei an der Ortslage Koslar zur Jülicher Anlage. Ortschaften sind von den Baumaßnahmen nicht betroffen. Es müssen jedoch diverse Straßen und Gewässer unterquert werden, darunter auch die A 44. Die Querungen erfolgen im so genannten „Spülbohrverfahren“, sodass die Straßen nicht gesperrt werden müssen. Außer auf der Autobahn selbst kann es jedoch gelegentlich zu Beeinträchtigungen durch Baustellenverkehr kommen. Die Baustelle wandert im Tagesverlauf ca. 60 Meter voran, sodass auch die Wirtschaftswege stets nur für bestimmte Zeitspannen nicht passierbar sind. Betroffene landwirtschaftliche Anlieger werden darüber ebenso persönlich informiert wie darüber, dass Teile ihrer Flächen am Wegesrand temporär als Lager- und Standflächen für Material und Baugerät genutzt werden sollen.

Die Bauzeit der Abwassertransportleitung wird voraussichtlich bis Ende August dieses Jahres dauern. Danach wird die Kläranlage Aldenhoven bis Anfang nächsten Jahres zu einem Pumpwerk umgebaut. Zwei der vorhandenen Becken werden als Regenüberlaufbecken zur Entlastung der neuen Rohrleitung und zur Vergleichmäßigung des Abwasserflusses gerade bei starken Regenereignissen weitergenutzt. Die Gesamtkosten für alle baulichen Maßnahmen belaufen sich insgesamt auf fünf Millionen Euro.