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Informationsveranstaltung des WVER und der Gemeinde Kreuzau zur Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) berichtet in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Gemeinde Kreuzau am 02.11.2021 um 18.00 Uhr in der Festhalle Kreuzau, Windener Weg 24, über die Ursachen und die Auswirkungen der Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021.

Bei der Veranstaltung wird die Hochwassersituation am Gewässersystem Thumer-/Boicher-/Drover- und Wiesenbach sowie am Rinnebach erläutert. Ebenso werden die tatsächlich erfolgten Talsperrenabgaben in die Rur dargestellt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu der Informationsveranstaltung eingeladen.

Es ist zu beachten, dass bei der Veranstaltung die 3G-Regeln gilt (geimpft, genesen, getestet) und hierüber ein Nachweis vorzulegen ist.

WVER: Rentner verabschiedet, Jubilare geehrt

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) ehrte jetzt an seinem Stammsitz in Düren seine Jubilar*innen und verabschiedete lang gediente Mitarbeiter*innen in den Ruhestand. „Nachdem wir im letzten Jahr wegen der Pandemie auf eine Feierstunde verzichten mussten, freut es mich umso mehr, dass wir nun zwei Jahrgänge begrüßen können,“ betonte Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert. Die zurückliegenden Ereignisse hätten gezeigt, dass die Wasserwirtschaft im Dienst der Menschen ständig optimiert und weiterentwickelt werden müsse. Und: „Sie haben durch Ihren jahrelangen Einsatz dazu beigetragen, dass der Verband seine Ziele erreicht.“ Die vieljährigen Dienstjubiläen machten zudem deutlich, dass die Mitarbeiter*innen den Verband als Arbeitgeber schätzten und ihm treu blieben.

Für 25 Jahre beim Verband wurden im Rahmen der Feier Horst Cvar (Alsdorf), Bernd Krauthausen (Würselen), Michaela Niesen (Hürtgenwald), Bernd Rey (Eschweiler)und Kurt Strücker (Geilenkirchen) geehrt. Für 40jährige Zugehörigkeit zum WVER oder seinen Vorgängern wurden Rolf Jörres (Stolberg) und Günter Sistemich (Alsdorf) ausgezeichnet.

Für 40jährige Zugehörigkeit zum WVER oder seinen Vorgängern wurden Rolf Jörres (Stolberg) und Günter Sistemich (Alsdorf) ausgezeichnet.

In den wohlverdienten Ruhestand wurden Rita Boddenberg (Aachen), Heinrich Karst (Monschau), Rainer Kleinfeld (Herzogenrath), Renate Knepperges (Düren), Gerhard Kochs (Alsdorf), Werner Kochs (Heinsberg), Wolfgang Kummer (Alsdorf), Detlef Peikert (Aachen) und Josef Wenzel (Niederzier) verabschiedet.

Rentner und Jubilare des Wasserverbands Eifel-Rur anlässlich einer Feierstunde am Stammsitz des Verbands in Düren

Hochwasserberatung durch Experten in Kreuzau und Drove

Das Extremhochwasser im Juli hat viele Orte stark getroffen. Auch Kreuzau und Drove waren betroffen. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil am 18.10. in Drove und am 19.10. in Kreuzau vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich: 

  • Montag, den 18.10., 14:30 bis 18:30 in Drove, Wehrstaße, an der Turnhalle
  • Dienstag, den 19.10., 14:30 bis 18:30 in Kreuzau, Hauptstraße, an der Kurt-Hoesch-Kampfbahn

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserberatung durch Experten in Kall und Gemünd

Das Extremhochwasser im Juli hat viele Orte stark getroffen. So auch Kall und Gemünd. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil am 12.10. in Kall und am 15.10. in Gemünd vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich:

  • Dienstag, den 12.10., 14:30 bis 18:30 in Kall am Rathausplatz
  • Freitag, den 15.10., 14:30 bis 18:30 in Gemünd auf dem Marienplatz

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Übach: Uferböschungen und Sohle werden befestigt

Durch ein starkes Hochwasser am 16. August 2020 entstanden im Bereich der Straße „Heidberg“ von der Kanalbrücke bis zur Brücke der Carlstraße große Schäden an der Uferböschung und in der Sohle des Übachs. Diese beziehen sich vor allen Dingen auf die flußabwärts gesehen rechte Uferseite, da der Bach hier in einer leichten Linkskurve verläuft und die Kraft des anströmenden Wassers deswegen hauptsächlich auf diese gerichtet war.

Der Wasserverband Eifel-Rur als Gewässerunterhaltungspflichtiger wird nun in Absprache mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg die Standfestigkeit der Uferbefestigung wiederherstellen. Ebenso werden die Gewässersohle und die Uferböschungen durchgehend mit Steinmatten ausgelegt, die naturnäher als konventioneller Ausbau mit Beton und Wasserbausteinen sind.

Bereits in der zweiten Februarhälfte erfolgten umfangreiche Fällarbeiten, um das Baufeld entsprechend vorzubereiten.

Die Bauarbeiten an den Uferböschungen und der Gewässersohle beginnen in der 41. Kalenderwoche (11.-15.10.2021) und werden je nach Witterung zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen. In dieser Zeit wird es zu einer Beeinträchtigung der Verkehrsführung auf der Straße „Heidberg“ kommen. Die Erreichbarkeit der anliegenden Grundstücke ist jedoch gewährleistet. Im Anschluss an die Baumaßnahme wird eine Begrünung der Böschungen mit neuen Bäumen als Ersatz für gefällten Bäume vorgenommen.

Rurufer in Düren auf einer Länge von 1,5 Kilometern von Unrat befreit

Fleißige Hände packten am World Cleanup Day, dem 18. September 2021, mit an und sammelten Unrat, vor allen Dingen Plastik, aus dem Uferbereich der Rur in Düren-Birkesdorf. Eine Strecke von 1,5 Kilometern wurde, ausgehend vom Josef-Vosen-Park, gereinigt.

Die Müllsammelaktion wurde vom Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen des LIVES-Projektes organisiert. Das EU-geförderte Projekt hat zum Ziel, den Plastik-Müll in Gewässern zu verringern. Unterstützt wurde die Sammelaktion vom NABU-Kreisverband Düren und dem Dürener Service-Betrieb (DSB). Außerdem wurden von der Initiative „Maas Cleanup“ Materialien wie Handschuhe und Müllsäcke, aber auch T-Shirts für die Helferinnen und Helfer zur Verfügung gestellt. Diese Initiative kämpft im gesamten Maas-Einzugsgebiet, zu dem auch die Rur gehört, gegen Uferverunreinigungen.

Am Ende der Aktion hatten fast 30 Helferinnen und Helfer, sowohl NABU-Mitglieder als auch Freiwillige, große Mengen an Müll gesammelt. Darunter waren Gegenstände, die durch das Hochwasser im Juli mitgeführt wurden, aber vor allen Dingen auch achtlos entsorgte „Hinterlassenschaften“ von Aufenthalten am Rurufer. So wanderten unter anderem Zigarettenstummel, Glasflaschen, Einwegverpackungen und Altkleider in die Müllsäcke.

Diese und ebenfalls aufgesammelter Sperrmüll wurden mit einem elektrischen Lastenfahrrad eines NABU-Mitglieds zum Sammelpunkt befördert und dort vom DSB zur Entsorgung abgeholt.

Am gleichen Tag fanden im Rahmen der Aktion „Maas-Cleanup“ insgesamt 150 Sammelaktionen grenzübergreifend statt. Der WVER bedankt sich bei allen hochmotivierten Helferinnen und Helfern. Von Klein bis Groß waren alle mit vollem Einsatz dabei.

Teilnehmer*innen am Tag der Sammelaktion im Josef-Vosen-Park
Helfende Hände am Tag der Müllsammelaktion
Etliche Müllsäcke wurden zum Sammelpunkt verbracht

Hochwasserberatung durch Experten in Geilenkirchen und Heinsberg

Das Extremhochwasser Mitte Juli hat viele Orte stark getroffen. So auch Geilenkirchen und Heinsberg. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich:

  • Dienstag, den 05.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Geilenkirchen, Markt
  • Mittwoch, den 06.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Innenstadt, Markt
  • Donnerstag, den 07.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Kirchhoven, Waldfeuchter Straße 194 (Parkplatz Stadtwerke Heinsberg)
  • Montag, den 11.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Randerath, Marktplatz (Buschstraße 33)

Die Standorte des Informationsmobils können auch unter  https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Eventuell von Hochwasser betroffene Bereiche sind anhand der Hochwasserrisikomanagementplanung auch als Karten und Pläne ersichtlich, etwa über den Link https://service.heinsberg.de/suche/-/vr-bis-detail/dienstleistung/41260/show.

Gemeinsame Pressemitteilung von FiW und WVER:
FiW unterstützt WVER bei Aufräumarbeiten im Überflutungsgebiet

Säuberungsaktion an der Inde: riesige Mengen an Plastik, Hausrat und Sperrmüll wurden aufgesammelt

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungsinstituts für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V. (FiW) haben vergangene Woche kräftig mit angepackt, die Inde entlang der Kläranlage Stolberg-Steinfurt in Handarbeit zu säubern. Trotz aller Fortschritte bei den Aufräumarbeiten sind die Gewässer Inde und Vicht in Teilbereichen immer noch mit Müll und Hausrat übersät.

Neben der Entfernung von sehr großen Mengen an Plastik, zerstörten Kühlschränken, Autoreifen und Mülltonnen war es für die Freiwilligen beklemmend, den durchweichten Hausrat von Flutgeschädigten aus Sträuchern und Uferböschung einzusammeln: Schuhe, Kinderspielzeug, Puppen, Arzneimittel und Chemikalien – alles wurde aufgesammelt. Die Aktion wurde besonders mühsam, weil sich die Inde durch die Sturzflut am 14./15. Juli ein neues Bett geschaffen hat.  Erschöpft, aber zufrieden mit dem sichtbaren Erfolg der sechsstündigen Arbeit haben die Teilnehmenden immerhin 500 Gewässermeter gründlich gereinigt. Rund 100 Müllsäcke und 20 Kubikmeter Sperrmüll kamen zusammen. Gleichwohl bleiben Kleinteile und Plastik-Granulat, sog. Mikroplastik im Uferbereich zurück. Auch viele Makroplastikteile – vor allem Folien – sind in den Uferböschungen mit der Vegetation und im Sediment derart verbunden, dass sie nicht vollständig entfernt werden können. Dies wird als Folge des Hochwassers noch für Jahre zu sukzessiven Einträgen der Kunststoffe in die Gewässer führen.

Es bleibt noch immer viel zu tun: Der WVER bittet um weitere Unterstützung durch Freiwillige. Ansprechpartnerin für Helfergruppen ist die zuständige Gebietsingenieurin Carmen Braun (E-Mail: Carmen.Braun@wver.de).

FiW und WVER arbeiten weiterhin beim Vorhaben „Umweltpolitische Instrumente zur Reduzierung der Plastikverschmutzung von Binnengewässern über Entwässerungssysteme (InRePlast)“ zusammen (https://www.fiw.rwth-aachen.de/referenzen/inreplast). Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die Teilnehmenden der Sammelaktion mit einem Teil des eingesammelten Unrats

Hochwasserberatung durch Experten in Kornelimünster und Hahn

Das Extremhochwasser vor zwei Monaten hat viele Orte stark getroffen. So auch Kornelimünster und Hahn. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil am 22.09. in Kornelimünster und am 23.09. in Aachen-Hahn vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich:

  • Mittwoch, den 22.09.2021, von 14:30 bis 18:30, in Kornelimünster am Korneliusmarkt
  • Donnerstag, den 23.09.2021, von 14:30 bis 18:30, in Aachen Hahn, Ecke Hahner Straße / Gracht (Haltstelle Bücherbus)

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Gewässerbelastung wieder weitgehend gesunken, Müll aus den Talsperren entfernt

Der Wasserverband hat nach dem Hochwasser mehrfach Proben an Gewässern und seinen Talsperren gezogen. Dabei wurden unterschiedlichste Parameter untersucht. Trotz zwischenzeitlich erhöhter Messwerte bewegen sich diese inzwischen zumeist wieder im Rahmen der Normalverhältnisse.

Durch das Hochwasser wurde an vielen Stellen Heizöl in die Gewässer eingetragen. Diese waren für viele Menschen wahrnehmbar bis weit in den Unterlauf der Talsperren, da die menschlichen Riechorgane auch auf geringste Mengen der flüchtigen Bestandteile sehr empfindlich reagieren. Auch im August war ein noch ein schwacher Heizölgeruch an den Flüssen Urft und Olef zu verspüren.

In der Urfttalsperre waren die Gerüche ebenfalls festzustellen, nicht mehr jedoch nach der Beprobung vom 09. August 2021. Heizöl besteht aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen. Diese lagern sich an Feststoffe an und sedimentieren auf die Gewässersohle, wo sie durch biologische Prozesse langsam abgebaut werden.

Durch den Überlauf der Urfttalsperre sind zwar Stoffe in die Rurtalsperre und über das Kraftwerk in Hasenfeld auch in das Staubecken Heimbach gelangt. Jedoch in deutlich geringerem Maße, da die Urfttalsperre als eine Art „Auffangbecken“ wirkte. Über den Tiefenablass der Rurtalsperre sind keine nennenswerten Belastungen in das Staubecken Heimbach gelangt.

Überflutungsflächen sind zwar auch durch das Heizöl betroffen, jedoch hat sich dieses weithin und sehr dünn ausgebreitet. Das in den Boden eindringende Heizöl wird innerhalb von Monaten durch Bodenorganismen abgebaut; eine Belastung des Grundwassers ist nicht zu erwarten.

Die Keimbelastung steigt praktisch nach jedem Hochwasser, weil es dadurch zu Abschwemmungen von Oberflächen kommt (z. B. Tierkot). Im Eifelbereich kam diesmal auch die Tatsache hinzu, dass Kläranlagen überflutet und kommunale Kanalnetze geschädigt wurden. Bis zum Ende des Augusts zeigten sich in den Gewässer Olef und Urft teils deutlich erhöhte Konzentrationen. In der Rur oberhalb des Obersees blieben die Konzentrationen gering; hier gab es auch keine kritischen Störungen der Abwasserreinigung. Die Keimbelastung in der Urfttalsperre war durch die Zuflüsse erhöht; bei der Beprobung vom 09. August 2021 waren die Werte jedoch wieder auf dasselbe Belastungsniveau wie in der jederzeit unauffälligen Rurtalsperre gefallen. Die Keime werden im Boden und im Talsperrensediment von anderen Mikroorganismen verdrängt und an der Oberfläche durch UV-Strahlung der Sonne zerstört. In Gewässern finden sie allgemein keine für sie günstigen Lebensbedingungen vor.

In der Nordeifel gibt es eine geogene Hintergrundbelastung mit Metallen wie Zink, Blei und Cadmium. Diese wurden seit Jahrhunderten durch Bergbau abgebaut und durch Erzverarbeitung auch weitergenutzt. Erhöhte Messerwerte zeigten sich dort, wo das Wasser durch einen hohen Partikelgehalt getrübt war. Dies gilt auch für Eisen, Mangan, Kupfer, Chrom und Nickel. Mit dem Rückgang der Trübung gingen auch die gemessenen Metallbelastungen zurück.

Für die Vicht waren erhöhte Werte von Zink und Cadmium zu verzeichnen, die an diesen Flüssen auch natürlich vorkommen und seit früheren Zeiten abgebaut und verarbeitet werden.

Bei einer Beprobung am 09. und 10. August 2021 lagen alle Werte wieder im üblichen Bereich.

Starke Regenereignisse tragen verstärkt Nährstoffe wie Ammonium und Phosphorverbindungen in die Gewässer ein. Diese stammen von Flächenabschwemmungen und Einleitungen aus Mischwasserentlastungen sowie zum Zeitpunkt des Extremhochwassers auch aus beschädigten Abwasserkanälen und Kläranlagen. Erhöhte Belastungen im vom Hochwasser betroffenen Gebiet waren bis zu den Beprobungen am 09. August 2021 wieder deutlich abgesunken.
Lediglich im Bereich der Kläranlagen Urft-Nettersheim und der Kläranlage Schleiden bleiben die Werte noch erhöht. Der Wasserverband hat in den vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogenen Kläranlagen unter Einsatz aller Kräfte aus dem gesamten Verbandsgebiet die Grundfunktion der Abwasserreinigung wieder Instand gesetzt, bei den vorgenannten Anlagen ist jedoch die Nährstoffelimination noch nicht gänzlich wiederhergestellt. Dieser Tatbestand ist mit der Bezirksregierung Köln abgesprochen. Mit fortschreitender Reaktivierung der Elimination werden sich auch hier die Werte normalisieren, ebenso wird sich dieser Eintragspfad durch Sanierung der kommunalen Kanalinfrastruktur reduzieren.

In der Urfttalsperre waren Belastungen durch Phosphorverbindungen nachzuweisen. Durch die damit verbundenen verstärkten Abbauvorgänge der Nährstoffe durch Mikroorganismen entstand auch eine zunehmende Sauerstoffzehrung. Im Herbst erfolgt in der Urfttalsperre durch eine dann einsetzende Zirkulation im Wasserkörper eine Durchmischung des Tiefenwassers mit dem sauerstoffreichen Oberflächenwasser.

Als Résumé hält der Wasserverband fest, dass das Hochwasser in der Tat an vielen Stellen zu erhöhten Messwerten der verschiedenen Parameter geführt hat. Inzwischen entsprechen die Werte jedoch weitgehend wieder den Normalverhältnissen. Weitere Beprobungen sind auch im September geplant.

Durch das Hochwasser wurden auch große Müllmengen in die Talsperren eingetragen, die u. a. durch den Einsatz von Räumbooten entfernt bzw. am Ufer eingesammelt wurden. Aus dem Obersee der Rurtalsperre wurden dabei insgesamt 80 Tonnen Hochwassermüll entnommen.

An der Urfttalsperre lag die Müllmenge sogar bei insgesamt 400 Tonnen, die aus dem See entfernt wurden. Hier könnte sich die Menge noch erhöhen. Im Herbst wird die Urfttalsperre winterbedingt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes tiefer abgesenkt, sodass die Stauwurzel dann im Bereich der Victor-Neels-Brücke liegen wird. Dabei kann jetzt noch nicht erfasster Unrat zutage treten.

Aus dem Staubecken Obermaubach wurden insgesamt 110 Tonnen Müll entfernt.

In der Rurtalsperre fand sich erfreulicherweise kaum Treibgut über das normale Maß hinaus, sodass eine zunächst ausgesprochene Empfehlung zum Verzicht auf Wassersport bald wieder aufgehoben werden konnte.

Zu den Müllmengen kommen noch 250 Kubikmeter Holz, die teilweise noch in den Uferbereichen liegen und demnächst gehäckselt und abtransportiert werden.

Der Müll wurde teilweise über eine private Entsorgungsfirma, teilweise durch das THW abtransportiert. Der Wasserverband bedankt sich ausdrücklich bei allen Kräften, die ihn bei der Müllentfernung an den Stauseen unterstützt haben.

Hochwasserberatung durch Experten in Zweifall, Mulartshütte und Inden

Das Extremhochwasser vor zwei Monaten hat viele Orte stark getroffen. Nachdem die Beratungstermine in Stolberg und Eschweiler großen Anklang gefunden haben, werden nun auch Termine in Zweifall, Mulartshütte und Inden angeboten. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung durch ein Informationsmobil erfolgt an folgenden Orten:

  • Donnerstag, den 16.09.2021, 14:30 bis 18:30 in Zweifall (Ecke Jägerhausstraße / Tannenbergstraße gegenüber der Kirche)
  • Freitag, den 17.09.2021, 14:30 bis 18:30 in Mulartshütte (Ortskern)
  • Montag, den 20.09.2021, 14:30 bis 18:30 in Inden (Rathausstraße 1)

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Weitere Termine im WVER-Verbandsgebiet sind in der Planung.

Gemeinsame Pressemitteilung:
Erftverband und Wasserverband Eifel-Rur gründen Klärschlammkooperation

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) mit Sitz in Düren und der Erftverband (EV) mit Sitz in Bergheim unterzeichneten jetzt einen Gesellschaftervertrag zur Gründung der KKR („Klärschlammkooperation Rheinland GmbH“). Diese soll in Zukunft die Verbrennung des auf den Kläranlagen beider Verbände anfallenden Klärschlamms entsprechend der Vorgaben der novellierten Klärschlammverordnung sicherstellen.

Der Gesetzgeber sieht darin vor, dass ab 2029 Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewonnen werden soll. Phosphor ist essentiell für das Leben und die natürlichen Phosphorreserven sind begrenzt. Eine wirtschaftliche und zielgerichtete Rückgewinnung ist nur möglich, wenn der Klärschlamm in Zukunft in sogenannten Monoklärschlammverbrennungsanlagen entsorgt wird.

Beide Verbände verfügen zusammen über 70 Kläranlagen in den Einzugsgebieten von Rur und Erft. In diesen Gebieten, die eine Fläche von 3.900 km² umfassen, wird das Abwasser von 1,85 Mio. Menschen sowie aus Gewerbe und Industrie entsorgt. Dabei fallen pro Jahr ca. 156.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm an. Dies entspricht einer Trockenmasse von ca. 40.000 Tonnen.

Die Kooperation dient dem Zweck, den Klärschlamm durch die entsprechende Menge gemeinsam wirtschaftlich entsorgen zu können. Ebenso soll ein hohes Niveau an Umwelt- und Klimaschutz erreicht werden. Die KKR soll keine Gewinne erwirtschaften, um die Verbandsbeiträge niedrig zu halten. Bisher wird der Klärschlamm noch in den umliegenden Kohlekraftwerken mitverbrannt, wobei aber eine Phosphor-Rückgewinnung wegen des vergleichsweise geringen Anteils am Gesamtbrenngut nicht möglich ist.

Im Zuge der Unterzeichnung des Gesellschaftervertrags am Sitz des WVER in Düren durch die Verbandsvorstände Dr. Joachim Reichert (WVER) und Dr. Bernd Bucher (EV) wurden Stefan Ruchay, Finanz- und Verwaltungsdezernent des Wasserverbands, und Prof. Heinrich Schäfer, Leiter des Bereichs Abwassertechnik beim Erftverband, zu Geschäftsführern der neu gegründeten GmbH bestimmt.

Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Monoklärschlammverbrennungsanlage wird die neue GmbH per Ausschreibungsverfahren zunächst einen strategischen Partner suchen. Dieser sollte über einen Standort für eine Klärschlammverbrennungsanlage verfügen, Erfahrungen bei der Schlammverbrennung besitzen und ggf. auch die zu errichtende Verbrennungsanlage Anlage mit der KKR zusammen betreiben.


Vorn als Unterzeichner des Kooperationsvertrags Dr. Bernd Bucher, Vorstand des Erftverbands (l.) und Dr. Joachim Reichert, Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur, stehend von links nach rechts: Prof. Heinrich Schäfer, Notar Dr. Hagen Monath und Stefan Ruchay.

Müllsammelaktion am RurUfer-Radweg im Josef-Vosen-Park

Nicht erst durch das Hochwasser findet sich sehr viel Plastikmüll in den Gewässern. Auch sonst entsorgen gedankenlose Zeitgenossen Unrat in die Gewässer. Besonders Plastik ist schädlich für die Umwelt, zersetzt sich nur über sehr lange Zeiträume und kann über die Flüsse bis ins Meer transportiert werden. Außerdem kann Plastik auch in die Nahrungskette gelangen, wenn kleine Plastikpartikel von Fischen verschluckt werden. Der Wasserverband Eifel-Rur veranstaltet deshalb zusammen mit dem NABU-Kreisverband Düren am 18. September 2021 im Josef-Vosen-Park (ehemals Rurpark) in Düren-Birkesdorf entlang des RurUfer-Radwegs eine Müllsammelaktion. Unterstützt wird die Aktion durch den Dürener Service Betrieb (DSB), welcher den gesammelten Müll im Anschluss entsorgt.

Die Aktion ist Teil des LIVES-Projekts. LIVES steht für „litter free rivers and streams” („Müllfreie Flüße und Ströme“), das den Plastikmüll im Einzugsgebiet der Maas, zu dem auch die Rur gehört, verringern soll. Neben dem WVER gibt es weitere Organisationen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, die sich an dem Projekt beteiligen. Es wird mit Mitteln der EU gefördert.

Die Sammelaktion am 18. September 2021 beginnt um 10 Uhr am Eingang zum Park an der „Schüllsmühle“. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich anzumelden. Dies geht direkt beim Wasserverband unter der Mailadresse kerstin.kamp@wver.de.

Zugleich damit verbunden ist der Aufruf des WVER, keinen Unrat in die Gewässer oder die Uferbereiche zu entsorgen. Zur Müllentsorgung steht in Deutschland allen ein sehr gut entwickelten Entsorgungssystem zur Verfügung.

Neue Unterführung des Schleibachs an der B 57 wird gebaut

Der Schleibach verläuft in seinem letzten Abschnitt vor der Mündung in den Broicher Bach als Graben neben der B57 am Tierpark. Im Normalfall ist der Bach trocken, nur bei Niederschlägen kommt es im Gewässer zu einem Wasserabfluss. Die Leistungsfähigkeit des Gewässerprofils ist im Bereich der B57 sehr gering, sodass es bei größeren Regenereignissen zu Überflutungen der angrenzenden Bereiche kommt. Die B57 wurde in der Vergangenheit bereits derart überströmt, dass sie gesperrt werden musste. Ein Teil der Wassermassen floss weiter Richtung Tierpark und flutete die Fußgängerunterführung unter der B57. Auch die angrenzende ehemalige Mühle wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Zur Entschärfung der Situation soll der Schleibach ein größeres Bachbett erhalten. Aus Platzgründen wurde der neue Bachverlauf auf einer Wiese auf der anderen Straßenseite erstellt. Nun fehlt noch die Kreuzung des Baches mit der B57, um das Wasser in das neue Gewässerbett zu leiten.

Die Bauarbeiten zur Erstellung des Durchlassbauwerkes unter der B57 werden am 13.09.2021 beginnen und rund acht Wochen in Anspruch nehmen. Dazu muss die Bundesstraße für diese Zeit halbseitig gesperrt werden. Der Gegenverkehr wird mit einer Ampelanlage geregelt. Fußgänger und Radfahrer werden an der Baustelle vorbei geleitet.

Hochwasserberatung durch Experten in Stolberg und Eschweiler

In den beiden vom Extremhochwasser stark betroffenen Städten Eschweiler und Stolberg können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu steht ab dem 31. August ein Infomobil mit Anschauungsmaterialien zum allgemeinen Hochwasserschutz und weiteren Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER), die StädteRegion Aachen und die betroffenen Städte koordinierte Aktion findet an folgenden Tagen an den genannten Orten zu den angegebenen Uhrzeiten statt:

  • 31.08.2021 in Eschweiler (Marienstrasse 9, Standort vor P&C), 14 Uhr – 19 Uhr
  • 01.09.2021 in Stolberg (Kaiserplatz) 13 Uhr – ca.18 Uhr
  • 02.09.2021 in Vicht (Parkplatz vor Vicht Kirche St. Johann Baptist), 14 Uhr – ca. 19 Uhr
  • 03.09.2021 in Eschweiler Aue (Auestraße Höhe Nr.19) 13 Uhr bis 16 Uhr und
  • 03.09.2021 in Weisweiler (Festhalle Weisweiler, Berliner Ring 2), ca. 17 Uhr bis ca. 20 Uhr.

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Wasserwirtschaft und Politik müssen Probleme gemeinsam angehen

Die zurückliegenden Hochwasserereignisse erfordern Verbesserungen der bestehenden Schutzstrukturen, aber auch neue Ideen und Initiativen. Zu einem Austausch darüber trafen sich an der Rurtalsperre Schwammenauel der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan aus Düren, der Verbandsratsvorsitzende des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER), Frank Peter Ullrich, Bürgermeister der Stadt Düren, und Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert.

Dr. Reichert schilderte Nietan in einem kurzen Rückblick die Hochwasserereignisse aus Sicht des WVER. Eine statische und großräumige Wetterlage von Frankreich bis nach Deutschland habe kontinuierliche und regional außerordentlich hohe Niederschlagsmengen mit sich gebracht. Die daraus entstandenen Extremhochwässer hätten insbesondere in den Mittelgebirgslagen der Ahr, um Schleidener Tal sowie an Vicht und Inde große Zerstörungen angerichtet. Diese hätten auch den Verband selbst getroffen. Vor allen Dingen seinen an Ufermauern und -böschungen an den Gewässern des Verbands Schäden in dreistelliger Millionenhöhe entstanden. Einige Verbandskläranlagen seien komplett überspült worden und über Tage hinweg ausgefallen. Inzwischen seien alle betroffenen Kläranlagen und Sonderbauwerke des Verbands wieder in Betrieb. Hinsichtlich der Talsperren berichtete Dr. Reichert: „Die Talsperren haben angesichts der massiven Zuflüsse ihre Schutzfunktion erfüllt und noch Schlimmeres verhindert.“ Dies gelte besonders für die Rurtalsperre, die trotz ihres moderaten Überlaufs den Zufluss ins Talsperrensystem um ein Vielfaches gedrosselt habe.

Der WVER-Vorstand skizzierte auch Verbesserungen, die man in Zukunft im Einzugsgebiet der Rur anstreben werde. Dazu gehöre auch ein wesentlich dichteres Netz von Messsensoren, die verbesserte Informationen über Umfang und Geschwindigkeit steigender Wasserstände sowie Prognosen über die weitere Entwicklung liefern könnten. Das Ziel sei ein Hochwasserinformations- und -managementsystem für das WVER-Gebiet, mit dessen Hilfe die Arbeit der Krisenstäbe unterstützt und die Verbandsmitglieder sowie auch die Öffentlichkeit informiert bzw. gewarnt werden könnten. Hier sehe er durchaus ein wichtiges Betätigungsfeld für den Wasserverband, auch wenn dies derzeit noch nicht zu den genuinen Verbandsaufgaben gehöre. Frank Peter Ullrich signalisierte ergänzend, dass der Verbandsrat dieser Idee positiv gegenüberstehe.

Ebenso strebe der WVER ein breites Bündnis zwischen Wasserverband und renommierten Fachexperten wie z. B. des Instituts für Wasserbaus der RWTH Aachen an. So solle in wenigen Monaten für die hauptsächlich vom Katastrophenhochwasser betroffenen Kommunen Stolberg und Eschweiler ein Masterplan entwickelt werden, der Leitlinien für einen hochwassersicheren Wiederaufbau der städtischen Infrastruktur und der privaten Gebäude betroffener Bürger und Unternehmen beinhalten soll.

Für beide Lösungsansätze gebe es bereits verbindliche Zusagen einer Förderung durch Landesmittel.

Auch Frank Peter UIlrich forderte hier die Unterstützung durch die Landes- und Bundespolitik: „Die Kommunen alleine sind oft schon in Folge des Strukturwandels in der Region und der Corona-Pandemie am Ende ihrer Leistungsfähigkeit und brauchen deswegen eine großzügige Förderung.“

Dietmar Nietan zeigte sich erfreut, dass die Fachleute jetzt sehr schnell an einen Tisch kämen. Er sei auch im Gespräch mit anderen Einrichtungen wie dem THW. Er stellte klar: „Als Politiker sind wir aber auf den Input der Fachleute und deren Vorschläge angewiesen.“ Er sicherte zu, entsprechende Anregungen aus der Fachwelt in die politischen Fachgremien einzuspeisen. Das sei einer der Gründe, warum er auch den Kontakt zum Wasserverband suche.

Alle drei Gesprächsteilnehmer waren sich darüber einig, über das Wasser und die Verbesserungen im Bereich des Hochwasserschutzes auch weiterhin in Kontakt zu bleiben.


v.l. Verbandsratsvorsitzender Frank Peter Ullrich, Dietmar Nietan MdB und Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert an der Hochwasserentlastungsanlage der Rurtalsperre Schwammenauel

Hochwasserfolgen: Schadenserfassung an Gewässermauern und Beseitigung von Unrat

Durch das Hochwasser sind auch an den Gewässern selbst Schäden entstanden. Gewässermauern, die dem Objektschutz dienen, oder die für die Lenkung der Fließrichtung des Gewässers sorgen, sind durch die Wucht des Hochwassers teilweise in erheblichem Umfang in Mitleidenschaft gezogen worden. Derzeit läuft unter Federführung des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) eine Bestandsaufnahme der Schäden. Sehr dringliche Schäden wurden bereits behoben oder provisorisch gesichert.

Der WVER bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bei der Schadensmeldung um Mithilfe. Zu diesem Zweck wurde ein Online-Portal unter der Adresse https://arcg.is/0bnj4q eingerichtet, über das die Schäden an den besonders betroffenen Gewässern aus dem Zuständigkeitsbereich des WVER, Vicht und Inde, einfach und effizient erfasst werden können. Bei der Eingabe der Schäden werden die Nutzer gebeten, anhand der zur Verfügung gestellten kartografischen Darstellung den Stand der bereits erfolgten Aufnahme von Schäden an Gewässermauern zu prüfen. Ist die Schadstelle bereits erfasst, ist in diesem Fall keine weitere Aktion erforderlich. Bei noch nicht aufgenommenen Beschädigungen bittet der WVER, den Schaden auf der genannten Seite über den Online-Fragebogen zu melden.

Sollte die angegebene Internet-Seite nicht genutzt werden können, bittet der WVER, die Beschädigung per E-Mail unter schaden.ufermauer@wver.de zu melden.

Aus praktischen Gründen können Sie bis zum 17.09.2021 Schäden systemunterstütz melden.

Die erfassten Schäden werden nach mit den Kommunen und der Städteregion abgestimmten Kriterien kategorisiert und anschließend nach Priorität abgearbeitet.

Der WVER bittet um Verständnis, dass Schäden gegebenenfalls zunächst nur provisorisch gesichert werden, bevor eine grundlegende Instandsetzung der betroffenen Uferabschnitte erfolgen kann. Aufgrund der großen Zahl der Schäden wird die Behebung insbesondere der niedrig priorisierten Schäden Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten daher von Nachfragen zur Schadensbearbeitung Abstand zu nehmen.

Fragen zum Thema Uferschäden werden unter dem nachfolgenden Link Faktencheck zum Hochwasser | WVER beantwortet.

Unrat oder Sperrmüll, der nach dem Hochwasser noch in weiten Teilen im Bachbett oder direkt an den Ufern vorzufinden ist, werden durch den WVER koordiniert entfernt.

Überschwemmte Flächen, auf denen hochwasserbedingter Unrat zurückgeblieben ist, sollen in erster Linie durch den betroffenen Eigentümer nach dessen Möglichkeiten gereinigt werden. Der gesammelte Unrat soll der Kommune zur Entsorgung übergeben werden. Sofern die individuellen Möglichkeiten im Einzelfall überschritten sind, kann bei der zuständigen Kommune Unterstützung angefordert werden. Durch die Kommune werden die erforderlichen Hilfeleistungen koordiniert.

Warnung zum Wassersport aufgehoben

Der Wasserverband Eifel-Rur hebt die Warnung zum Befahren des Rursees mit Wassersportfahrzeugen wieder auf. Das Treibgut, das durch das Hochwasser in die Talsperre gelangt ist, hat sich größtenteils in den Uferböschungen abgelagert.

Das Baden im Rursee ist nur an eigens dafür ausgewiesenen Badestellen erlaubt, nämlich dem Badestrand Eschauel und der Neuen Mitte Woffelsbach. Die Überwachung der Gewässergüte am Badestrand Eschauel liegt in der Zuständigkeit der Gesundheitsamtes des Kreises Düren. Der Wasserverband bittet Badewillige, sich entsprechend dort zu informieren, ob ein Baden gefahrlos möglich ist.

Der Wasserverband betont, dass nicht nur im Zusammenhang mit den Einträgen aus dem Hochwasser, sondern generell für den Wassersport das Prinzip der eigenverantwortlichen Entscheidung gilt.

Wasserverband warnt vor wassersportlichen Aktivitäten auf der Rurtalsperre und den Staubecken

Die Hochwasserereignisse der letzten Tage haben auch zu einer großen Verunreinigung der Talsperren geführt. Nicht zuletzt daraus entstehen Gefährdungen für eine wassersportliche Nutzung der Rurtalsperre und der beiden Staubecken Heimbach und Obermaubach.

An der Oberfläche befindet sich Treibgut wie z. B. Baumstämme, die zu einer Gefährdung von Seglern, Surfern und Schwimmern führen können. Da der Wasserstand in den Talsperren noch immer sehr hoch ist und in den nächsten Tagen bleiben wird, könnten Wassersport Treibende auch versucht sein, vom Hauptsee in den Obersee zu gelangen, da sich beide in etwa auf einer Höhe befinden und die Überlaufschwelle nicht gut zu erkennen ist. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass das Wasser durch Stoffe verschmutzt sein kann, die gesundheitsgefährdend sein können.

Als Eigentümer der Seeflächen und der Stauanlagen sieht sich der Verband im Interesse der Seenutzer gehalten, vor jeglicher wassersportlichen Nutzung in der nächsten Zeit zu warnen. Er ist sich dabei der Tatsache bewusst, dass die Warnung in der Sommersaison auch Auswirkungen auf den Tourismus hat, dem sich nach den Lockerungen der entsprechenden Corona-Schutzverordnung nun wieder neue Möglichkeiten eröffnen.

Der Wasserverband beprobt und analysiert fortlaufend die Gewässergüte. Außerdem wird der Rursee im Anschluss an die Reinigung der Urfttalsperre und des Obersees ebenfalls von gefährlichem Treibgut befreit. Gleiches gilt für die beiden Staubecken in Heimbach und Obermaubach.

Der Wasserverband hofft auf das Verständnis und appelliert an das eigenverantwortliche Handeln der Erholungssuchenden am See. Auf dieser Grundlage kann ein Verbot noch vermieden werden. Zugleich bittet er zu bedenken, dass in der näheren Umgebung der Rurtalsperre Menschen ihr Leben und auch ihre Existenzgrundlagen durch das extreme Hochwasser verloren haben.

Mitteilung des WVER zu den für das kommende Wochenende erneut zu erwartenden Niederschlägen

Zum Wochenende hat der DWD erneute Niederschläge vorhergesagt. Diese fallen diesmal jedoch wesentlich geringer aus als beim zurückliegenden Hochwasserereignis. Zudem sind sie örtlich begrenzt.

Der Wasserverband schafft in Abstimmung mit der Bezirksregierung weiterhin durch eine erhöhte Abgabe in seinen Talsperren Platz für den zusätzlich erwarteten Regen – besonders in der Urft- und in der Rurtalsperre. Die Niederschläge können dadurch in Summe vollständig aufgenommen werden.

Oleftalsperre und Wehebachtalsperre haben auch während des Hochwasserereignisses genügend Speichervolumen aufgewiesen. Dies gilt auch jetzt.

An den Gewässern wie Inde und Wurm lässt sich ein starker Rückgang in Richtung der normalen Pegelstände beobachten. Diese Flüsse können nicht durch Talsperren reguliert werden.

Im Rahmen der Vorhersage der Niederschläge werden in Summe keine weiteren Überflutungen erwartet. Es sind jedoch örtliche Starkregenereignisse möglich.

Durch das zurückliegende Extremhochwasser ist es streckenweise zu Beschädigungen des Ufers und des Gewässerbetts gekommen. Dies gilt besonders für das Flussgebiet der Inde und Vicht. Ähnliche Auswirkungen sind für das Flussgebiet der Urft und Olef berichtet worden.

Durch erhöhte Pegelstände kann es vereinzelt zu weiteren Schäden kommen.

Bitte beachten Sie zur weiteren Entwicklung die Informationen auf unserer Homepage www.wver.de. Diese sind über das rote Laufband direkt abrufbar.

Auch Kläranlagen des WVER vom Hochwasser betroffen

Das gewaltige Hochwasser, das in unserer Region massive Schäden verursacht hat, ist auch an vielen Kläranlagen des Verbandes nicht spurlos vorübergegangen. Besonders betroffen waren die Kläranlagen in der Eifel. So wurden die Anlagen in Schleiden, Gemünd, Urft-Nettersheim, Kall, Marmagen, Mulartshütte und Roetgen überflutet. In Eschweiler überschwemmte die benachbarte Inde die dortige Kläranlage vollständig. Das an der westlichen Landesgrenze verlaufende Gewässer, die Wurm, uferte auf die Kläranlage Frelenberg aus. Auch eine Vielzahl von Regenüberlaufbecken und Pumpwerken wurde unter Wasser gesetzt. Die Reinigung des Abwassers ist auf den vorgenannten Anlagen weitgehend zum Erliegen gekommen.

Der Wasserverband arbeitet mit Hochdruck und dem Einsatz aller personellen und technischen Kapazitäten daran, alle Schäden zu erfassen und die Anlagen wieder in Funktion zu setzen. Ziel ist es dabei zunächst, die wichtigsten Anlagenteile wieder ans Laufen zu bringen, um einen geregelten Abfluss des Abwassers wiederherzustellen. Dazu sollen auch die Abwasserkanäle entlastet werden, die noch hoch eingestaut sind. Zum Teil konnten hier bereits erste Erfolge erzielt werden:

So konnten die Kläranlagen Mulartshütte, Roetgen und Frelenberg ihren Betrieb bereits wieder aufnehmen. Auf der Kläranlage Marmagen kann die biologische Reinigungsstufe voraussichtlich diese Woche wieder anlaufen.

Bei den Sonderbauwerken gestaltet sich alleine die Schadensermittlung jedoch besonders schwierig, weil diese z.T. noch gar nicht zugänglich sind, besonders in Stadtteilen, die nach wie vor unter Wasser stehen. Außerdem muss oft zunächst erst einmal die Stromversorgung sichergestellt werden.

Da die Gewässer durch die entstandenen Schäden auch in ihrer Güte beeinträchtigt sind, etwa durch ausgelaufenes Öl aus Gebäuden und Fahrzeugen und anderweitig abgeschwemmte Schmutzstoffe, ist eine Wiederherstellung der Abwasserreinigung zum Schutz der Gewässer und der Umwelt unabdingbar. Der Wasserverband steht über den Fortgang der Entwicklungen in ständigem Austausch mit der Bezirksregierung Köln. Der Verband weist darauf hin, dass viele Anlagenteile, wie z.B. die Elektroschaltschränke komplett erneuert werden müssen. Es wird deswegen einige Zeit dauern, bis die Abwasserreinigung wieder die volle Leistungsfähigkeit wie vor dem Hochwasser erreichen wird.

Im Bereich von Kreuzau und Düren war durch die Niederschläge und durch den hohen Grundwasserstand, nicht zuletzt auch wegen der hohen Abgabe aus dem Talsperrensystem, der Hauptsammler fast bordvoll gefüllt. Die Kläranlage verzeichnete einen deutlich höheren Zufluss. Der WVER konnte hier in enger Zusammenarbeit mit den großen Betrieben der Papierfabrikation verabreden, dass diese ihre Produktion drosselten, um ihrerseits aktiv zur Entlastung des Hauptsammlers beizutragen. Inzwischen sind die hier aufgetretenen Beeinträchtigungen bereits wieder abgeklungen.

Die Kläranlage Eschweiler wurde von der Inde völlig überflutet
Die Kläranlage Urft-Nettersheim wurde von der Urft unter Wasser gesetzt

Rurtalsperre Schwammenauel läuft ab Mitternacht über

Heftige Zuflüsse sorgten dafür, dass die Rurtalsperre Schwammenauel zum Überlauf kam. Dies konnte auch durch eine vorherige Erhöhung der Abgabe aus dem Stausee nicht verhindert werden.

Ab 23:50 Uhr in der vergangenen Nacht begann die Talsperre, Wasser über die Hochwasserentlastungsanlage abzugeben. Diese Anlage, eine Betonschussrinne, die das Wasser am Damm vorbei in den Unterlauf abführt, sorgt dafür, dass ein Überströmen des Dammkörpers selbst verhindert wird.

Der Überlauf fiel jedoch geringer aus als zunächst befürchtet, da im Einzugsgebiet der Talsperre die Niederschlagsmengen und damit auch die immer noch hohen Zuflüsse zur Talsperre abgenommen hatten. Außerdem hatte der Verband im Vorhinein durch ein behutsames, weiteres Öffnen der Grundablässe in Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln den Zeitpunkt des Überlaufs aktiv um bis zu fünf Stunden nach hinten verschoben. Dadurch wurde Zeit gewonnen, die für weitere Warnungen und Evakuierungen von Menschen aus den von Überschwemmung gefährdeten Gebieten genutzt werden konnte.

Die Talsperre läuft zurzeit mit ca. 7 Kubikmeter pro Sekunde über. Es wird mit einer weiteren Entspannung des Zulaufs in die Talsperre gerechnet.

Zeitgleich mit dem Überlauf wird Wasser über die Grundablässe (29 Kubikmeter pro Sekunde) und das Kraftwerk Schwammenauel (30 Kubikmeter pro Sekunde) in das Staubecken Heimbach abgegeben. Hinzu kommen noch 17 Kubikmeter pro Sekunde aus der Urfttalsperre über das Jugendstilkraftwerk Heimbach. Die Abgabe in den Unterlauf der Rur ab dem Staubecken beträgt zurzeit 83 Kubikmeter pro Sekunde; sie konnte durchgehend unter 100 Kubikmeter pro Sekunde gehalten werden. Dieses Ziel wird auch im Weiteren beibehalten. Voraussetzung ist jedoch, dass es in der Eifel keine weiteren, ergiebigen Regenfälle gibt.

Über das Staubecken Obermaubach wurden am Morgen 113 Kubikmeter pro Sekunde in den Unterlauf abgegeben. Auch in der Nacht wurde hier ein Wert von 125 Kubikmetern nicht überschritten, die Zuflüsse aus dem Einzugsgebiet der Kall mit eingerechnet.

Die Urfttalsperre, die in der Nacht zum Donnertag noch mit bis zu 270 Kubikmetern über den Kaskadenhang in den Obersee der Rurtalsperre überlief, gibt dort zurzeit noch ca. 30 Kubikmeter pro Sekunde nach unten ab.

In Jülich wurde am Morgen ein Durchfluss von 184 Kubikmetern pro Sekunde gemessen. Vor allem auch durch sinkende Zuflüsse aus der Inde in Kirchberg ist hier eine Entspannung der Lage zu erwarten.

Dies gilt auch für den Rurpegel in Stah im Kreis Heinsberg vor Abfluss in die Niederlande, da die Wurmpegel weiter rückläufige Tendenz zeigen (In Herzogenrath nur noch ca. 10 Kubikmeter pro Sekunde nach Spitzenwerten von fast 60 Kubikmetern).

Der Wasserverband Eifel-Rur betont, dass er auch in engem Kontakt mit der Waterschap Limburg steht, die für die Rur in den Niederlanden bis zu deren Mündung in die Maas zuständig ist, da die Rur als grenzüberschreitender Fluss nur gemeinschaftlich zu bewirtschaften ist.

Ebenso dankt der WVER bereits jetzt allen Beteiligten und der Öffentlichkeit für die konstruktive und intensive Zusammenarbeit, die auch in den nächsten Tagen noch der Fortsetzung bedarf.

WVER-Eilmeldung zur Hochwassersituation an der Rur, 19.07.2021, 21:00 Uhr

Aktuelle Lage im Einzugsgebiet der Urft

Die Situation an der Urft und ihrem Einzugsgebiet ist, ähnlich wie an Inde und Vicht, durch starke Zerstörungen geprägt. Der WVER ist an diesen Gewässerabschnitten weder für die Gewässerunterhaltung noch für den Hochwasserschutz verantwortlich. Allerdings ist auch der WVER in diesem Gebiet von den Folgen des extremen Regenereignisses betroffen: zahlreiche Kläranlagen, Regenüberlaufbecken sowie Pumpwerke wurden überflutet, und sind in Folge dessen vollständig ausgefallen. Alle Kläranlagen außer Schleiden und Urft/Nettesheim konnten zumindest provisorisch wieder in Betrieb genommen werden. An den vorgenannten Anlagen laufen derzeit Aufräumarbeiten und die Bestandsaufnahme der Schäden.

Aktuelle Lage an den weiteren Hauptnebenflüssen der Rur

Auch an Inde, Vicht und Wurm gab es starke Überflutungen. Besonders betroffen sind unter anderem die Städte Eschweiler und Stolberg. Dort wurden zahlreiche Häuser zerstört bzw. stark beschädigt. Wichtige Industriebetriebe mussten die Arbeit einstellen. Der öffentliche Sektor und die Infrastruktur sind umfänglich in Mitleidenschaft gezogen. Das Rathaus Stolberg ist bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar, der dortige Europatunnel ist weiterhin nicht zugänglich. Indes schreiten die Aufräumarbeiten weiter voran: In Kooperation mit der Kommune räumt der WVER Abflusshindernisse aus der Vicht, wie z. B. von der Flut mitgerissene Bäume. Hierzu müssen vielerorts zunächst noch die Schuttberge an den Ufern entfernt werden. Auch muss überprüft werden, ob die Ufer und Brücken noch standsicher sind. Die zahlreichen Schäden an den Gewässern werden vom WVER nun systematisch erfasst, um eine priorisierte Beseitigung vornehmen zu können.

Aktuelle Lage im Unterlauf der Rur

In Wassenberg-Ophoven wurden die Hochwasserschutzdeiche der Kommune und des Verbandes durch die langanhaltenden Rekordwasserstände aufgeweicht und teilweise beschädigt. Auch wenn der Deich dank des großen Einsatzes nach wie vor intakt ist, wurde der Ort rückwärtig eingestaut. Dies ist auf die Überströmung eines anderen Deiches oberhalb zurückzuführen. Das Wasser ergoss sich daraufhin über die K 34 in den Baaler Bach nach Ophoven. Bedingt durch den steigenden Wasserpegel der Rur konnte dieser nicht mehr abfließen. Schließlich brach dann, an einer weiteren Stelle im oberstromigen Hinterland, ein anderer Deich und verstärkte über die K 34 die dort schon bestehende Überflutung.

Infolge des Rückgangs der Wassermengen in den Oberläufen der WVER-Gewässer (siehe hierzu auch die Information zur aktuellen Lage an den Talsperren) sinkt der Wasserstand in der Rur auch bei Ophoven nun deutlich ab.

Aktuelle Lage an den Talsperren

Die Tendenz unserer letzten Meldung setzt sich fort: die Überläufe über die Hochwasserentlastungsanlagen von Urft- und Rurtalsperre sind vollständig zum Erliegen gekommen, die Wasserspiegel sinken durch die erhöhte Regelabgabe sowie die abnehmenden Zuflüsse aus der Urft und der Rur weiterhin ab. Die sinkenden Füllstände führten dazu, dass die Abgabe ab Staubecken Heimbach am heutigen Nachmittag allmählich von etwa 80 auf etwa 50 m³/s reduziert werden konnte. Somit wird der Wasserstand in der Rur weiterhin abnehmen. Bis jedoch die vielerorts aufgetretenen Überschwemmungen ganz abgelaufen sind, wird noch geraume Zeit vergehen.

In die Talsperren und Staubecken sind durch das Hochwasserereignis erhebliche Mengen Unrat und ausgelaufenes Heizöl eingetragen worden. Die erforderlichen großräumigen Arbeiten zur Entfernung der Verschmutzungen können mit einer zeitweisen Einschränkung der Nutzung des Hauptsees der Rurtalsperre Schwammenauel zu Wassersportzwecken und des Erholungsverkehrs einhergehen.

Leider noch keine Entwarnung!

Trotz der zurückgehenden Wassermengen werden die Wasserstände in allen Verbandsgewässern noch eine Weile hoch bleiben, da aus den Einzugsgebieten immer noch Wasser in die Flüsse und Bäche nachläuft. Weiterhin ist eine vergleichsweise hohe Abgabe aus der Rurtalsperre notwendig, um deren Pegel zu senken. Vor dem Betreten oder Befahren der Wasserflächen wird dringend gewarnt, da unter der Wasseroberfläche unerkannte Gefahren drohen können: die Strömung ist vielerorts noch beträchtlich.

Schadensgebiete meiden!

Der WVER bittet die Bevölkerung eindringlich, die Schadensgebiete nach Möglichkeit zu meiden, um die laufenden Schutz- und Aufräumarbeiten nicht zu behindern. Insbesondere distanziert sich der Verband ausdrücklich von allen Formen des „Hochwassertourismus“.

Zu den Fakten:

In sozialen Medien und auch im Rundfunk kursierten in den letzten Tagen immer wieder die Vermutung, dass die Talsperren des WVER, insbesondere die Oleftalsperre und die Rurtalsperre, brechen könnten. Hierbei handelt es sich um Falschaussagen! Alle Talsperren des Verbands sind in gutem Zustand und erfüllen Ihre Aufgaben im vollen Umfang.

Auf der Website des WVER informieren wir Sie regelmäßig über die aktuelle Situation.

WVER
Alle Angaben basieren auf der derzeitigen Einschätzung der Situation.

Talsperrenabgabe muss deutlich erhöht werden

Der Wasserverband erhöht bis zum Nachmittag die Abgabe aus den Talsperren ab dem Staubecken Heimbach kontinuierlich auf 50 Kubikmeter in der Sekunde. Dies ist die größtmögliche Abgabemenge in den Sommermonaten.

Die Zuflüsse zu den Talsperren sind in der Nacht dramatisch angestiegen. Besonders das Einzugsgebiet der Urfttalsperre erbrachte unerwartet hohe Zuflüsse.

So flossen der Urfttalsperre weit über 200 Kubikmeter pro Sekunde zu, jenseits des Wertes, der vom Zuflusspegel in Gemünd erfasst werden kann. Über das Jugendstilkraftwerk Heimbach wird deshalb dauerhaft die maximal mögliche Abgabe von 17 Kubikmetern pro Sekunde in das Staubecken Heimbach abgegeben. Zudem läuft die Talsperre in der Spitze mit bis zu 270 Kubikmetern pro Sekunde in den Obersee der Rurtalsperre über. Dem Obersee fließen aus der Rur und der Erkensruhr noch einmal ca. 110 Kubikmeter pro Sekunde zu. Dieser Gesamtzufluss von ca. 400 Kubikmeter pro Sekunde liegt deutlich über einem 100jährlichen Zuflussereignis. Die Abgabe von 50 Kubikmetern stellt damit immer noch eine Reduzierung des Hochwassers im Unterlauf des Talsperrensystems auf ein Achtel dar. Die erhöhte Abgabe in die Rur wird einige Tage andauern, da auch bei einem Abflauen der Regenfälle noch einige Zeit mit einem Nachlaufen von Wasser aus dem Einzugsgebiet zu rechnen ist.

Hochwasserschutz für Engelsdorf wurde nachhaltig verbessert

Zufriedene Gesichter bei allen Betroffenen: Der Wasserverband Eifel-Rur konnte fristgerecht das Hochwasserrückhaltebecken Engelsdorf zum Schutz der gleichnamigen Ortschaft in der Gemeinde Aldenhoven einweihen. Dazu trafen sich der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen, der Verbandsratsvorsitzende Frank Peter Ullrich (Bürgermeister der Stadt Düren), Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert, der Engelsdorfer Ortsbürgermeister Jakob Sauer und Projektingenieur Thorsten Schulze-Büssing mit den direkten Beckenanliegern vor Ort zur Inbetriebnahme.

In entsprechenden Grußworten gaben sie ihrer Freude Ausdruck, dass Engelsdorf jetzt vor Hochwasser geschützt sei. Sie stellten heraus, dass dies gerade in Zeiten des Klimawandels, der vermehrt Starkregenereignisse erwarten ließe, besonders wichtig sei. Außerdem betonten die Redner, dass der Wasserverband somit ein Projekt realisieren konnte, dessen Kosten durch die genossenschaftliche Struktur in der Gewässerpflege auf sehr viele Schultern verteilt werden und das die Kommune alleine kaum hätte stemmen können.  Mit einer kleinen Renaturierung des Merzbachs im Bereich der Burg Engelsdorf sowie dem Einsähen des Beckens mit heimischen Wildpflanzen sei auch noch eine ökologische Aufwertung der Landschaft durch das Projekt erfolgt.

Veranlassung

In den Jahren 2009 und 2014, aber auch schon davor wurde die Ortslage Aldenhoven-Engelsdorf mehrmals von Überschwemmungen getroffen. Grund waren Starkregenereignisse, die große Wassermengen von den oberhalb von Engelsdorf liegenden Feldern zum Abfluss brachten und dabei auch viel Erdreich mit sich führten.

Das schlammhaltige Wasser bahnte sich seinen Weg durch die in einer Tallage befindliche Ortschaft Engelsdorf in Richtung Merzbach. Dabei wurden Keller geflutet und Häuser und Gehöfte durchflossen. Es stellte sich heraus, dass oberhalb von Engelsdorf keine Abfanggräben vorhanden waren, die das Wasser am Ort vorbei geleitet hätten. Ebenso wies die örtliche Verrohrung einen ungünstigen, rechtwinklig angelegten Einlaufbereich für das Wasser auf und war auch nicht für ausreichend für große Wassermengen dimensioniert, die bei Starkregen sehr schnell zum Abfluss kommen. Die Starkregen gehen im Sommer oft einher mit sehr trockenen Böden, die plötzliche Starkregen gar nicht aufnehmen können.

Erste Planung durch den WVER

Die Gemeinde Aldenhoven hatte bereits eine Vorstudie zur Beseitigung der Hochwassergefahren für Engelsdorf in Auftrag gegeben. Im Jahr 2009 vereinbarten die Gemeinde und der Wasserverband Eifel-Rur dann, dass dieser das Projekt zum Schutz der Ortslage weiterverfolgen sollte. Der Verband führte daraufhin die erforderlichen Grundlagenermittlungen durch, um Daten darüber zu erhalten, wieviel Wasser etwa bei einem Regenereignis in Richtung Engelsdorf zum Abfluss kommt.

Die ursprünglichen Planungen des Verbands sahen dann vor, dass Abfanggräben angelegt werden sollten, die die von den Feldern kommenden Wassermengen aufnehmen sollten und unter Umgehung der Ortslage Engelsdorf östlich in den Merzbach eingeleitet hätten. Diese Variante wäre baulich leicht, kostengünstig und nachher auch in der Unterhaltung mit geringem Aufwand umzusetzen gewesen. Jedoch konnte ein dazu erforderlicher Grunderwerb nicht getätigt werden.

Neuplanung einer Variante mit Hochwasserrückhaltebecken

Dies zwang den Verband zu einer Neuplanung. Diese sah nun vor, oberhalb der Koslarer Straße ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB) mit einem Volumen von insgesamt 18.000 Kubikmetern zu errichten. Das anströmende Wasser wird durch Abfanggräben in dieses Becken hineingeleitet. Bei einem Hochwasser, wie es in 100 Jahren statistisch einmal vorkommt (HQ100 als Grundlage für die Berechnung des üblicherweise umzusetzenden Hochwasserschutzes), können dem Becken bis zu 3.300 Liter in der Sekunde zufließen. Das Becken selbst drosselt den Ablauf dann auf 300 Liter pro Sekunde, die über eine Ablaufleitung nun westlich von Engelsdorf dem Merzbach schadlos zugeführt werden. Dies bedeutet bei einem HQ100 eine Drosselung des Abflusses um mehr als das Zehnfache.

Die für diese Variante notwendigen Grundstücksverhandlungen konnten 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Kreis Düren genehmigte 2018 die entsprechenden Planungen; im Jahr 2019 erfolgte die Bewilligung eines Zuschusses durch die Bezirksregierung Köln. Danach wurden die konkrete Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen getätigt.

Renaturierungsmaßnahme am Merzbach gegenüber der Burg Engelsdorf

Im Zusammenhang mit dem Grundstückserwerb für das HRB konnte gegenüber der Burg Engelsdorf ein Teilstück des Merzbaches erworben werden. Hier bestand im Bach ein hydraulischer Engpass für den Wasserabfluss. Durch eine Renaturierungsmaßnahme wurde dieser Engpass nun auf einer Länge von ca. 240 m aufgeweitet und damit für die Zukunft beseitigt. Damit verbessert sich auch der Hochwasserschutz am Bach selbst.

Bauablauf und Kosten

Nachdem der Kampfmittelräumdienst im August des vergangenen Jahres die Bauflächen freigegeben hatte, konnte im September der Startschuss zur Umsetzung erfolgen. Hierbei wurden zunächst private Versorgungsleitungen umgelegt, um anschließend mit den eigentlichen Erdarbeiten zu beginnen. Die Tiefbauarbeiten starteten mit dem Ausheben des Beckenareals. Anschließend wurde aus dem gewonnenen Erdreich der Damm modelliert, der Engelsdorf vor Hochwasser schützen wird. In einem vorangegangenen Boden-Gutachten wurde festgestellt, dass der anstehende Boden sich optimal zur Verwendung als Dammmaterial nutzen lässt. Hierdurch konnten erheblich Bauzeit und Kosten eingespart werden. Begünstigt durch die konstant trockene Wetterlage schritten die Arbeiten rasch voran. Nachdem das Becken ausgehoben und der Damm errichtet war, wurde die Kanalleitung gelegt, die das angestaute Wasser aus dem HRB bis zum Merzbach hinunterführt. Gleichzeitig wurden die Abfanggräben ausgeschachtet, die die Wässer aus den oberhalb liegenden Feldern sammeln und gezielt in das Becken einleiten. Hierbei mussten zum einen eine Gasleitung und zum anderen die NATO-Pipeline gekreuzt werden, was für die Bauausführung eine zusätzliche Erschwernis bedeutete, weil diese Bereiche zusätzlich befestigt werden mussten. Anschließend wurden die Betonfertigteile geliefert, wobei das Auslaufbauwerk selbst, drei Durchlässe und weitere Entwässerungsanlagen eingebaut und in die Anlage integriert wurden.

Parallel wurde im Oktober 2020 mit der Renaturierung des Merzbachabschnittes gegenüber der Burg Engelsdorf begonnen. Ursprünglich war vorgesehen, im Zuge der Umsetzung mehrere ältere Erlen zu fällen, um dort den Entwicklungskorridor des Merzbaches zu vergrößern. Durch eine Umplanung hat der WVER allerdings den ohnehin nicht sehr großen Korridor nur durch partielle Böschungsaufweitungen angeschoben, sodass diese Bäume erhalten blieben. Ein Sturm nach Abschluss der Baumaßnahme sorgte dafür, dass eine angrenzende Pappel in den frisch renaturierten Bereich fiel und von sich aus den geplanten Einbau von Totholz zur ökologischen Aufwertung des Baches ersetzte. 

Das Projekt hatte einen Gesamtkostenumfang von ca. 2,3 Mio. € inklusive Planungskosten und Grunderwerb. Die Maßnahme wurde vom Land NRW gefördert.

Wie prognostiziert wurden fast alle Arbeiten Anfang 2021 abgeschlossen. Da von einem Hochwasserrückhaltebecken vor allen Dingen durch sehr schnell zufließende Wassermengen bei Starkregenereignissen eine Gefährdung für Dritte ausgeht, muss das Becken in naher Zukunft aus Gründen der Verkehrssicherung mit einer Zaunanlage aus Doppelstabgittermatten umgeben werden.

v. l.: Frank Peter Ullrich, Verbandsratsvorsitzender des WVER, Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert, der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen, der Engelsdorfer Ortsbürgermeister Jakob Sauer sowie Projektingenieur Thorsten Schulze-Büssing vor dem neuen Hochwasserrückhaltebecken Engelsdorf

WVER sichert Kanalschächte im Bereich der Gerhard-Fuß-Straße

Untersuchungen des Wasserverbands Eifel-Rur an den Schächten des Hauptsammlers 11 zur Kläranlage Düren hatten ergeben, dass an einer Vielzahl von Schächten kurzfristiger Sicherungsbedarf besteht. Schwefelhaltige Aerosole aus dem Abwasser greifen besonders den Beton sowie freiliegende Metallteile an.

Der WVER hat den Handlungsbedarf an den Schächten nach ihrem Sicherungs- und Sanierungsbedarf priorisiert und auf dieser Grundlage zunächst die Schachtbauwerke in der Rurstraße gesichert. Diese Maßnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Nun werden weitere Schächte in der Gerhard-Fuß-Straße, Teichstraße, Von-Aue-Straße und in der Straße Im Spich bearbeitet.

Dazu werden an acht Schachtbauwerken die Kanaldeckel gegen so genannte „eingewalzte“ Schachtabdeckungen ersetzt. Diese werden im Gegensatz zu den bisherigen Kanaldeckeln nicht mehr direkt auf den Schachtkopf aufgesetzt, sondern so in den Straßenasphalt eingelassen, dass sie danach den Druck etwa durch Belastungen aus dem Straßenverkehr statt auf den Schacht über die Fahrbahn ins umgebende Erdreich ableiten. Das Schachtbauwerk wird damit entlastet.

Mit Hilfe der Schachtsicherungsmaßnahmen wird die Zeit bis zum geplanten Neubau des Hauptsammlers 11, der in Abschnitten bis Ende der 2020iger Jahre errichtet wird, überbrückt.

Der Wasserverband wird diese Arbeiten am 25.05.2021 beginnen und voraussichtlich zum 04.06. abschließen. Durch die Bauarbeiten kann es zu leichten Behinderungen des Straßenverkehrs in der Gerhard-Fuß-Straße kommen, da die Schachtbauwerke, an denen gerade gearbeitet wird, umfahren werden müssen. Das Einwalzen der Schachtabdeckungen erfolgt dabei sukzessive, sodass die Straße nur abschnittsweise für die Arbeiten gesperrt werden muss.

Regenrückhaltebecken „Alt Holland“ in Wassenberg vorgestellt

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) stellte heute in Wassenberg an der Erkelenzer Straße das neue Regenrückhaltebecken „Alt Holland“ vor. Die Vorstellung fand wegen der Corona-Pandemie in kleinem Kreis statt. Neben dem Bürgermeister der Stadt Wassenberg, Marcel Maurer, nahmen daran auch der Vorstand des WVER, Dr. Joachim Reichert, und Bürgermeister Bernd Jansen aus Hückelhoven als Vertreter des WVER-Verbandsrats teil.

Altes RÜB nicht mehr ausreichend

Der Wasserverband Eifel-Rur betreibt in Wassenberg das Regenüberlaufbecken (RÜB) „Alt Holland.“ Es befindet sich neben der Erkelenzer Straße (B221) gegenüber dem Ludwig-Essers-Platz im Zugangsbereich des Wassenberger Stadtwaldes und hat ein Volumen von 800 Kubikmeter. Es wurde ca. 1985 durch die Stadt Wassenberg errichtet und in Betrieb genommen.

Dieses übererdete Betonbecken hält bei stärkeren Regenereignissen mit Regenwasser verdünntes Abwasser zurück, um die Kläranlage Wassenberg zu entlasten. Unter definierten Umständen darf ein solches Becken auch Mischwasser abschlagen, das sich in diesem Fall in Richtung des Gasthausbaches und der Teiche im Wald ergoss. Dies führte zu einer starken hydraulischen und stofflichen Belastung des Baches.

Die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Wiederherstellung eines guten ökologischen Gewässerzustands machten es nun erforderlich, den Gasthausbach vor den starken hydraulischen Belastungen weitergehend zu schützen.

Neues Becken sorgt für Entlastung

Deswegen wurde gegenüber dem bestehenden RÜB durch den Wasserverband Eifel-Rur ein weiteres Becken errichtet, das mehr Mischwasser zwischenspeichern kann und damit die Heftigkeit der Abschläge deutlich drosselt. Dieses Becken selbst schlägt dabei nicht ab, es handelt sich um ein Regenrückhaltebecken, das Mischwasser nur zurückhält. Es hat ein Volumen von 2.750 Kubikmeter. Dadurch kann eine Reduzierung der Einleitung von bis zu ca. 2.440 Litern pro Sekunde auf 16 Liter pro Sekunde (!) erzielt werden.

Um den Gasthausbach und seine Teiche besonders im Naherholungsgebiet Judenbruch von Einleitungen frei zu halten ist, wurde zudem die Einleitstelle durch den Bau einer Abschlagsleitung außerhalb des einleitungsfrei zu haltenden Bereiches verlegt. Das RRB ist ein Stahlbetonbecken, das in einer Baugrube gegenüber dem RÜB errichtet wurde. Dazu mussten an der entsprechenden Stelle vorhandene Bäume zur Gewinnung des Baufelds gerodet werden.

Bauablauf, Kosten und ein Todesfall

Der Bau des Beckens begann im Juli 2018. Die Baugrube selbst wurde durch Metallspundwände gesichert. Dabei kam es zu Verzögerungen, da unter anderem ein Konzept für die statische Sicherung der Spundwände neu erstellt werden musste. Außerdem erwies sich der Anfall von Grundwasser, das aus der Baugrube durch umgebende Sümpfungen fernzuhalten war, als aufwendig. Nach dem Guss der Bodenplatte wurden die Seitenwände des Beckens hochgezogen; danach wurde es von oben verschlossen und schließlich übererdet, sodass es als Bauwerk in der Landschaft nicht negativ auffällt.

Die neue Abschlagsleitung hat eine Länge von ca. 400 Metern. Sie wurde im unterirdischen Vortrieb entlang eines Wanderweges verlegt, sodass dieser außer für den Bau von insgesamt fünf Schächten nicht geöffnet wurde.

Die Baumaßnahmen konnten im April 2021 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,7 Mio. Euro.

Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass bei der Bauausführung ein Bauarbeiter unter tragischen Umständen ums Leben kam.

Vorstellung des Beckens, v. l. Bürgermeister Marcel Maurer, Walter Horres, zuständiger Projektingenieur des WVER, Dr. Joachim Reichert, Vorstand des WVER, Bernd Jansen, Bürgermeister von Hückelhoven und WVER-Verbandsrat
Unter dem Hügel rechts befindet sich das bereits vorhandene Regenüberlaufbecken, in der Mitte läuft der Spazierweg von der Erkelenzer Straße in den Stadtwald hinein, rechts die freie, übererdete Fläche des neuen Regenrückhaltebeckens

Abschließende Baumpflegearbeiten in der Straße „Heidberg“

Der Wasserverband Eifel-Rur hat die umfangreichen Fällarbeiten am Übach auf der Höhe der Straße „Heidberg“ in Übach-Palenberg inzwischen abgeschlossen. Diese waren notwendig, um im Sommer notwendige Böschungssicherungsarbeiten durchführen zu können.

Im oberen Bereich der Straße „Heidberg“ müssen jetzt noch Baumpflegearbeiten durchgeführt werden. Dazu wird am rechten Ufer Totholz in der Krone von sechs Bäumen beseitigt. Ebenso wird an einem Baum eine Kronensicherung vorgenommen. Diese Maßnahme dient dazu, den Baum zu stabilisieren und letztlich vor einer Fällung zu bewahren. Der WVER erfüllt damit auch seine Verkehrssicherungspflicht als Grundstückeigentümer, da sonst herunterfallende Äste beispielsweise parkende Autos oder Fußgänger schädigen könnten.

Die Pflegearbeiten werden am 29. März 2021 durchgeführt. Dazu wird auf der Straße eine einseitige Absperrung des Arbeitsbereichs mit Pylonen errichtet. Die Maßnahme ist mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Übach-Palenberg abgestimmt.

Technische Sicherungsmaßnahmen an Schachtbauwerken des Wasserverbands Eifel-Rur in der Rurstraße

Veranlasst durch den Schaden an der Rohrleitung des Hauptsammlers (Schmutzwassertransportleitung zwischen Winden und der Gruppenkläranlage Düren) im Mai 2018 hat der Verband den gesamten Hauptsammler unter Anwendung eines neuartigen technischen Inspektionsverfahrens in Augenschein genommen. In diesem Zusammenhang erfolgte auch eine eingehende Begutachtung der zugehörigen insgesamt 248 Schachtbauwerke.

Hierbei wurde festgestellt, dass insbesondere bei einer Vielzahl der Schächte in der Rurstraße bedingt durch die sog. „biogene Schwefelsäure-Korrosion“ Handlungsbedarf besteht. Bei diesem Prozess handelt es sich um Abbauvorgänge bestimmter Mikroorganismen, die aus den im Abwasser vorhandenen Schwefelverbindungen schweflige Säure herstellen, die ungeschützten Beton auf Dauer angreift.

Zur Aufrechterhaltung der Gebrauchstauglichkeit besagter Schachtbauwerke in der Rurstraße bedarf es aktuell der Durchführung umgehender, temporärer technischer Sicherungsmaßnahmen durch den WVER.

Hierzu werden die jeweiligen Kronen von insgesamt 13 Schächten soweit abgetragen, dass eine Stahlplatte auf die Fahrbahn gelegt werden kann, die keine Berührung mit dem tiefergelegten Schachtbauwerk hat. Diese Platte wird die durch den Straßenverkehr entstehenden Drücke nicht auf die Schächte, sondern gleichmäßig zur Seite in den Boden ableiten. In der sich anschließenden Planung wird geprüft, ob Schächte in offener Bauweise ausgetauscht werden müssen oder mit einem Spritzbeton-Verfahren von innen zu stabilisieren sind.

Hierdurch wird eine Sicherung erreicht, die in jedem Fall die Befahrbarkeit der Straße bis zur Verlegung der so genannten Doppelröhre des Hauptsammlers zur Kläranlage Düren sicherstellt, die zurzeit vom WVER geplant wird. In diesem Zusammenhang werden umfangreiche Kanalarbeiten auch in enger Abstimmung mit der eigenbetriebsähnlichen Stadtentwässerung der Stadt Düren erforderlich.

Die Arbeiten zur provisorischen Schachtsicherung werden nach aktuellem Zeitplan in der Zeit vom 24. März 2021 bis voraussichtlich 21. April 2021 durchgeführt. Diese werden in der Rurstraße abschnittsweise zu temporären Beeinträchtigungen des Verkehrs führen. Dabei ist mit Begegnungsverkehr zu rechnen. Besondere Engstellen sind dabei der Kreuzungsbereich der Rurstraße mit der Tivolistraße und der Bereich der Brücke der Bahnüberführung der Rurtalbahn.

Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Amt für Tiefbau und Grünflächen der Stadt Düren als zuständige Straßenverkehrsbehörde.

Die Ulme soll am Haarbach wieder eine Heimat finden

Ulmen waren in der Vergangenheit auch in unserer Region zahlreich vertreten. Doch im letzten Jahrhundert sorgte eine Pilzerkrankung, die vom Ulmensplintkäfer übertragen wird, dafür, dass die Berg- und Feldulmen hierzulande weitgehend ausgerottet wurden.

Jetzt soll die Ulme auf dem Gebiet der Stadt Aachen wieder heimisch werden. Dazu hat Jens Jürgen Korff, Historiker und Baumschützer, sich den Haarbach als Standort ausgesucht. Neun Ulmen pflanzte Korff, der auch für den BUND aktiv ist, mit Unterstützung des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) und des für den Haarbach zuständigen Gebietsingenieurs Thorsten Schulze-Büssing. Drei Jungbäume sollen nun am rechten Bachufer an der Haarbachtalstraße oberhalb der Welschen Mühle und drei Bäume am linken Bachufer weiter oberhalb wachsen. Weitere drei Bäume fanden eine Heimat im Hochwasserrückhaltebecken Kahlgracht, das vom WVER betrieben wird.

Die jungen Bäume wurden nicht nur von Korff angepflanzt, sondern von ihm seit ihrem Aufwachsen an begleitet. „Ein Freund von mir hat die Samen von zwei alten Ulmen am Fluss Aa in Herford entnommen, wo ich bis vor zwei Jahren gelebt habe, und angefangen, sie aufzuziehen“, berichtet der Umweltschützer. Von dort habe er die Bäumchen dann mitgebracht. In Herford und im benachbarten Bielefeld habe er als Naturführer bereits Führungen zu Bäumen gemacht. Seine Kindheit hat er allerdings am Haarbach verbracht. „Deswegen war es mir ein Anliegen, dort diese verloren gegangene Baumgattung wieder anzusiedeln.“

Ulmen können über 30 Meter hoch und 400 Jahre alt werden. Ihr „Rüster“ genanntes Holz wurde früher oft als Möbelfurnier verarbeitet. Ulmenblätter sind an ihrer eiförmigen Fläche und dem gezackten Blattrand zu erkennen; ebenso sitzen sie asymmetrisch am Stiel. Ihre Samen sind von einem ringförmigen Flügel umgeben.

„Wasserdialog“ des WVER zum Tag des Wassers

Seit 1993 ist er fester Bestandteil des Jahreskalenders: Am 22. März findet wieder der „Internationale Tag des Wassers“ statt. Er soll die Aufmerksamkeit auf das für uns alle überlebenswichtige Element lenken. Der diesjährige Tag des Wassers steht unter dem Leitspruch „Der Wert des Wassers.“

„Gerade die drei letzten Trockensommer haben uns den Wert des Wassers noch einmal vor Augen geführt“, betont Dr. Joachim Reichert, Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER). Deswegen habe der Verband sich entschlossen, am 22. März im Rahmen seiner Reihe „Wasserdialog“ eine Informationsveranstaltung rund um die Zukunft des Wassers und des Trinkwassers in unserer Region anzubieten. Diese wird in Zusammenarbeit mit der Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH (WAG) durchgeführt. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen wird der Wasserdialog erstmals digital stattfinden und um 19 Uhr beginnen. Die Dialogveranstaltung steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen.

Vorgesehen sind zwei Vorträge zum Thema. Dr. Christof Homann, Leiter der Hydrologie beim WVER, wird zum Thema „Talsperrenbewirtschaftung der Zukunft“ berichten. Dabei geht es nicht zuletzt auch um die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Stauanlagen darstellt. Den zweiten Vortrag wird unter dem Titel „Die Bedeutung der Eifeltalsperren für die Trinkwasserversorgung im Raum Aachen“ Walter Dautzenberg, technischer Geschäftsführer der Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH (WAG), halten. Dabei geht er unter anderem der Frage nach, wie das Talsperrenverbundsystem der Eifel geschützt wird, um die Trinkwasserversorgung des Raumes Aachen sicherzustellen. Die WAG – ein Tochterunternehmen der STAWAG AG und der Enwor GmbH- betreibt u. a. das Trinkwasserwerk an der Dreilägerbachtalsperre in Roetgen.

Im Anschluss wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der neben den Referenten auch der WVER-Vorstand sowie der Gewässer-Dezernent des Verbands, Dr. Gerd Demny, teilnehmen werden. Hier werden auch Fragen der interessierten Gäste beantwortet.

Zur Veranstaltung, die kostenfrei ist, kann man sich anmelden über www.wver-live.de. Der Wasserverband freut sich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu diesem überaus wichtigen Thema.

Die Rurtalsperre Schwammenauel ist das Herzstück der Talsperrenlandschaft in der Nordeifel.

Fällarbeiten an der Wurm bei Würselen als Vorarbeit zu einer Sicherung der Uferböschung

Der Wasserverband Eifel-Rur wird ab Mittwoch dieser Woche im Bereich der Brücke Schweilbacher Straße / Rolandstraße, nahe der Gastwirtschaft Teuterhof, einige Bäume an der Wurm fällen. Diese werden in der – von der Brücke aus wurmabwärts gesehenen – rechten Böschung als vorbereitende Maßnahme für eine Erneuerung der Böschungsbefestigung entfernt.

Direkt unterhalb der Straßenbrücke macht die Wurm einen scharfen Knick. Um das Prallufer, das bei höheren Abflüssen einem sehr starken Wasserangriff ausgesetzt ist, zu schützen, wurden Anfang der 1990er Jahre schottergefüllte Drahtkörbe (sog. „Gabionen“) zur Sicherung der Böschung gegen Ausspülungen und Uferabbrüche eingebaut. Die Drahtschotterkörbe sind größtenteils verrostet und abgesackt. Ein Teilbereich musste bereits temporär mit Sandsäcken geschützt werden. Um die Böschung in diesem Bereich wieder dauerhaft zu sichern, sollen im kommenden Sommer entsprechende Baumaßnahmen durchgeführt werden. Die Ufersicherung dient insbesondere auch dem Schutz der Straßenbrücke und dem dort verlaufenden Wanderweg.

Der Wasserverband Eifel-Rur muss die Fällarbeiten bis Ende Februar durchführen, um die Vögel beim Nestbau und Brüten nicht zu stören. Die Arbeiten im Naturschutzgebiet wurden mit dem Umweltamt der Städteregion Aachen abgestimmt und von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt.

Auch der zweite – etwas weiter stromabwärts gelegene – Böschungsschaden im Bereich eines Abwasserkanals ist seit Anfang 2019 temporär gesichert. Die damalige Schadstelle wird seitdem ständig überwacht und befindet sich in einem stabilen Zustand. Die dauerhafte Sicherung der dortigen Böschung erfordert allerdings technisch aufwändige Maßnahmen. Diese werden derzeit in Abstimmung mit der Stadt Würselen geplant. Die langfristige Erneuerung der Uferböschung ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

Deutlich sind die schadhaften Gabionen in der Uferböschung zu sehen

WVER verbessert die Nachklärung auf der Kläranlage Soers und optimiert damit die Ozonung

Der Wasserverband Eifel-Rur ertüchtigt bis zum Sommer 2022 die vier Nachklärbecken der Kläranlage Aachen-Soers. In den Becken wird der so genannte Belebtschlamm vom gereinigten Abwasser getrennt. Der Belebtschlamm, d.h. die Bakterienmasse, die eine biologische Reinigung des Abwassers erst ermöglicht, muss in die eigentliche biologische Reinigungsstufe zurückgepumpt werden, in der die Bakterien u.a. unter Zugabe von Sauerstoff die im Abwasser enthaltenen Schmutzstoffe abbauen. Das gereinigte Abwasser wird anschließend in die Ozonungsanlage gehoben, in der in einem innovativen Verfahren die sog. „Mikroschadstoffe“ (z.B. Arzneimittel und sonstige – in sehr kleinen Konzentrationen vorkommende – chemische Substanzen) entfernt werden. Durch die Ertüchtigung der Becken wird die Abtrennung des Belebtschlamms weiter optimiert. Dies hat positive Auswirkungen auf die Ozonung, weil das Ozon dann gezielter zum Abbau der Spurenstoffe genutzt werden kann.

In den Nachklärbecken wird zunächst der veraltete Saugräumer zum Abzug der Bakterienmasse durch einen effektiveren Schildräumer ersetzt. Dieser befördert die Schlammmasse in einen neu zu errichtenden Schlammtrichter, der in der Mitte des Beckens in die Bodenplatte in eine Tiefe von 4,5 Metern eingelassen wird. Der Trichter besteht aus Edelstahl. Dazu müssen die Räumer und der so genannte „Königstuhl“, auf den die Räumvorrichtung aufgesetzt ist, abgerissen werden. Er bestand bisher aus Stahlbeton und wird ebenfalls aus Edelstahl gefertigt sein. An den Trichter werden die Zu- und Ablaufleitungen neu angeschlossen.

Auf den Trichter wird ein neuer Königstuhl aus Edelstahl aufgesetzt. Darüber wird ein höhenverstellbares Bauwerk, ebenfalls aus Edelstahl, gestülpt, das die Position des Einlaufs in die Becken abhängig von der Zulaufmenge verändern kann. Im Anschluss werden die alten Räumer nach einer entsprechenden Aufarbeitung wieder aufgesetzt. Die Überarbeitung hatte sich als kostengünstiger erwiesen als die Anbringung neuer Räumer.

Der Umbau der Nachklärbecken erfolgt sukzessive, da die Kläranlage währenddessen weiterarbeiten muss. Das erste Becken wurde bereits von Mitte Mai bis Mitte Dezember des letzten Jahres ertüchtigt, die anderen Becken folgen in einem Zeitraum bis Ende Juli 2022. Die Kosten der reinen Optimierung der Nachklärbecken liegen bei 6,4 Mio. Euro.

Über das bereits umgebaute Nachklärbecken hat der Wasserverband Eifel-Rur einen kurzen Film erstellt, in dem die Maßnahme vorgestellt wird. Er kann unter  https://blog.wver.de/  abgerufen werden.

Die Optimierung der Nachklärung und der nachgeschalteten Ozonung sind Bestandteil der Bemühungen des Verbands zur weiteren Verbesserung der Gewässergüte in der Wurm, wozu auch die aktuell beginnende Errichtung des großen Retentionsbodenfilters im Bereich der Zufahrt zur Kläranlage gehört.

Umbau des ersten der vier Nachklärbecken auf der Kläranlage Aachen-Soers: Der neue „Königsstuhl“ aus Edelstahl ersetzt den früheren, der aus Stahlbeton bestand.

Baumpflege- und Rückschnittarbeiten an Pappeln an der Inde in Weisweiler-Hücheln

Der Wasserverband Eifel-Rur wird am rechten Uferbereich der Inde in Höhe der Ortslage Weisweiler-Hücheln Pflege- und Rückschnittarbeiten an fünf Pappeln durchführen. Diese befinden sich an der Wegeverbindung von der Parkanlage „Driesch“ zur Ortslage Hücheln. Die Arbeiten erfolgen, um die Bäume auch weiterhin erhalten zu können. Außerdem kommt der WVER hier seiner Verkehrssicherungspflicht nach. Die Bäume könnten ohne die Pflegearbeiten umstürzen.

Der Weg, an dem sich die Pappeln befinden, muss nach Rücksprache mit der Stadt und den zuständigen Behörden für den Zeitraum der Maßnahme gesperrt werden und wird weder aus Richtung der Parkanlage „Driesch“ noch der Stadionstraße in Hücheln passierbar sein. Die Sperrung ist zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer, die den Weg zahlreich nutzen, notwendig, da eine beauftragte Fachfirma mit entsprechendem Gerät vor Ort ist und eine Verletzungsgefahr durch herabstürzende Äste besteht. Die Arbeiten werden in der Woche vom 15. – 18. Februar durchgeführt.

Der Schleibach erhält zur Hochwassersicherheit eine neue Unterquerung der B57

Der Schleibach verläuft auf Höhe des Alsdorfer Tierparks als Graben parallel zur B57, unterquert diese dann und mündet nach wenigen Metern in den Broicher Bach. Der Schleibach ist in der Regel trocken, nur bei Niederschlägen kommt es zu einem Wasserabfluss. Im Bereich der B57 kann es bei größeren Regenereignissen zu Überflutungen der angrenzenden Bereiche und sogar der Bundesstraße selbst kommen. Zuletzt im März 2019 wurde die B57 so stark überströmt, dass sie temporär gesperrt werden musste. Ein Teil des Wassers ergoss sich weiter Richtung Tierpark und überflutete zugleich die Fußgängerunterführung unter der B57. Ebenso wurde die angrenzende, ehemalige Mühle in Mitleidenschaft gezogen.

Der Wasserverband Eifel-Rur ist für den Schleibach unterhaltspflichtig und daher gehalten, die Hochwassersicherheit sicherzustellen. Dazu soll der Schleibach jetzt ein erweitertes Bachbett erhalten, das größere Wassermengen schadlos abführen kann. Daher wurde bereits auf einer Wiese auf der gegenüberliegenden Seite der B57 ein neues Bachbett erstellt. Dies war erforderlich, weil der vorhandene Graben nicht genügend Platz für eine Aufweitung bot. Nun fehlt noch die entsprechende neue Unterquerung der Bundesstraße weiter bachaufwärts, die das Wasser in das neue Bachbett und damit weiter zum Broicher Bach leitet. Die notwendigen Bauarbeiten sollen im Sommer dieses Jahres durchgeführt werden.

Dazu müssen an der B57 an der Baustelle insgesamt sieben Bäume gefällt werden, die zu nah an bzw. in der Baugrube stehen, die zur Herstellung der neuen Unterquerung der Straße erforderlich ist. Die Fällarbeiten müssen bereits im Februar erfolgen, da ab März aufgrund der Vogelbrut Fällungen nicht mehr möglich sind. Die erforderlichen Fällungen wird der WVER am Samstag, den 13. Februar 2021, vornehmen. Währenddessen muss die B57 halbseitig gesperrt werden, der Gegenverkehr wird mit einer Ampelanlage geregelt. Der Wasserverband bittet die Anwohner an der Ottenfelder Allee, während der Arbeiten die Ausfahrt an der B57 über den Duffesheider Weg zu nutzen. Von der B57 ist die Zufahrt zur Allee weiter möglich.

Die Fällung ist mit den Behörden und der Stadt Alsdorf abgestimmt. Mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW wurde zudem vereinbart, dass der Wasserverband für die gefällten Bäume an dem bereits neu gestalteten Bachlauf eine Ausgleichspflanzung vornimmt. Im Wald werden zudem zwei Nistkästen für den Waldkautz angebracht.

Übach-Palenberg: WVER-Fällarbeiten am Übach beginnen am 15.02.2021

Durch das starke Hochwasser vom 16. August 2020 entstanden im Bereich der Straße „Heidberg“ von der Kanalbrücke zur Kreuzung der Brücke der Carlstraße große Schäden an der Uferböschung und in der Sohle des Übachs. Diese beziehen sich vor allen Dingen auf die flußabwärts gesehen rechte Uferseite, da der Bach hier in einer leichten Linkskurve verläuft und die Kraft des anströmenden Wassers deswegen hauptsächlich auf diese gerichtet war. Die Uferböschung war in der Vergangenheit schon mehrfach befestigt worden, wobei Rasengittersteine, Steinplatten und anderen Materialien verwendet wurden. Nach dem Hochwasser erfolgte eine Begehung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg, bei der erhebliche Schäden an der Uferbefestigung festgestellt wurden. In diesem Zuge wurde der Verband aufgefordert, die Standfestigkeit der Uferbefestigung wiederherzustellen.

In Anbetracht des Schadensausmaßes wurde entschieden, einzelne Schadstellen nicht zu reparieren, sondern das Flussbett und die Ufersicherung durchgehend mit Steinmatten und Steinwalzen zu sichern. Diese sind naturnäher als ein konventioneller Ausbau mit Beton und Wasserbausteinen.

Da die Arbeiten noch in 2021 durchgeführt werden sollen, muss nun kurzfristig ein Baufeld hergerichtet werden. Leider ist es unumgänglich, dazu 37 große Bäume und weitere, kleinere Gehölze zu fällen. Die Fällung ist aus folgenden Gründen dringend erforderlich: Durch die Anlage des Baufelds muss in das Wurzelwerk der Bäume eingegriffen werden. Ebenso wurzeln Bäume zum Teil in den vorhandenen Rasengittersteinen, die ja entfernt werden sollen. Bei dem Hochwasser wurden zudem einige Bäume unterspült, so dass diese nicht mehr standsicher sind und umstürzen können.

Die erforderlichen Fällarbeiten müssen gemäß den gesetzlichen Vorgaben bis Ende Februar abgeschlossen sein, da danach die Brutsaison der Vögel beginnt.

Da der Übach am Heidberg im Landschaftsschutzgebiet liegt, müssen für die gefällten Bäume und kleineren Gehölze nach Abschluss der Arbeiten nach Maßgabe der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Heinsberg und der Stadt Übach-Palenberg Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Diese werden gleichfalls mit den Anwohnern abgestimmt.

Der Wasserverband Eifel-Rur betont die Notwendigkeit der Maßnahme, den Übach und seine Uferböschung hier abzusichern, da zum einen Versiegelungen aus der Vergangenheit unter anderem ein Grund für die verschärfte Situation am Übach sind. Zusätzlich ist damit zu rechnen, dass es in Zukunft wegen des auch in unserer Region erkennbaren Klimawandels häufiger als in der Vergangenheit zu lokalen Starkregenereignissen kommen wird.

Während der Fällarbeiten, die nach Absprache mit der Stadt Übach-Palenberg am 15.02.2021 beginnen sollen, ist es erforderlich, die Straße „Heidberg“ für die Arbeitsausführung ab dem Kreuzungsbereich mit der Carlstraße bis zur Haus Nr. 25 tagsüber komplett zu sperren. Der Arbeitsbereich wird dabei abschnittsweise angepasst, um die Behinderungen für die Anwohner möglichst gering zu halten. Die planmäßige Arbeitszeit ist montags bis donnerstags 08:00 – 16:00 und freitags 08:00 bis 13:00 Uhr. Für die Anwohner des oberen Teils der Straße wird dann die Möglichkeit bestehen, die Straße an der sonst gesperrten, oberen Ausfahrt zu verlassen.

Zur Umsetzung der Baumaßnahme selbst wird derzeit eine detaillierte Ausführungsplanung erstellt, die von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg genehmigt werden muss. Grundsätzlich hat sie jedoch der Sicherung mit Steinmatten und -walzen bereits zugestimmt. Die Planung wird der Behörde im 2. Quartal vorgelegt. Nach erfolgter Zustimmung wird die Bauleistung ausgeschrieben, sodass der Wasserverband mit einem Baubeginn im Sommer 2021 rechnet. Die Arbeiten sollen dann zwei – drei Monate in Anspruch nehmen.

Frank Peter Ullrich neuer Verbandsratsvorsitzender

Der Verbandsrat des Wasserverbandes wählte auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr einen neuen Verbandsratsvorsitzenden. Dies war notwendig geworden, weil der langjährige Vorsitzende, Paul Larue, als Vertreter der kommunalen Mitgliedergruppe ausschied. Er hatte bei der Kommunalwahl im September 2020 nicht wieder für das Amt des Bürgermeisters von Düren kandidiert. Neuer Vorsitzender wurde Frank Peter Ullrich, der Larue im Amt des Bürgermeisters nachfolgt und bei der Verbandsversammlung im Dezember 2020 in den Verbandsrat nachgewählt wurde.

Ullrich, der in Düren aufwuchs, durchlief Ausbildungen zum Diplom-Verwaltungswirt, Kriminalbeamten und Betriebswirt und arbeitete anschließend bei verschiedenen Bundesbehörden. Zuletzt war er als Oberrechnungsrat beim Bundesrechnungshof in Bonn tätig, wo u.a. energiewirtschaftliche Themen und das Geodatenmanagement zu seinem Aufgabenbereich zählten. Außerdem war er Lehrbeauftragter für Arbeits- und Beamtenrecht an der Hochschule des Bundes in Brühl.

Als Bürger von Düren, der größten Stadt an der Rur, wisse er um die hohe Bedeutung des Wassers, begründete Ullrich seinen Wunsch, das neue Amt zu übernehmen. „Eine funktionierende Wasserwirtschaft schafft Versorgungssicherheit für die Menschen, erhält Arbeitsplätze und schützt auch die Natur“, subsummierte er die Aufgaben des Verbands. Er freue sich darauf, die Arbeit des Verbands in Zukunft im Sinne der Mitglieder mitgestalten zu können. Ebenso betrachte er es als seine Aufgabe, bei Konflikten verschiedener Interessen rund um das Wasser an Lösungen und Kompromissen mitarbeiten zu können.

Der neue Verbandsratsvorsitzende Frank Peter Ullrich (Mitte) am Verwaltungssitz des Verbandes in Düren, flankiert von seinem Stellvertreter Dr. Stefan Cuypers (r.) und dem Vorstand des Wasserverbands, Dr. Joachim Reichert (l.)

WVER: Erdarbeiten für Retentionsbodenfilter in der Aachener Soers beginnen

Der Wasserverband Eifel-Rur errichtet vor der Kläranlage Aachen-Soers einen Retentionsbodenfilter. Dieser wird in Zukunft Mischwasserabschläge aus den aus den Regenüberlaufbecken der Kläranlage weitergehend reinigen und anschließend gedrosselt in das Einleitgewässer Wurm abgeben. Diese Abschläge entstehen dann, wenn bei starken Regenereignissen mehr Mischwasser aus Regen und Schmutzwasser zur Kläranlage zufließt, als diese verarbeiten kann, und das vorhandene Rückhaltevolumen von 26.000 Kubikmetern erschöpft ist. Der direkte Abschlag in die Wurm entspricht inzwischen nicht mehr den aktuellen Anforderungen zur Erreichung der Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie.

Im Mai 2020 hatte der WVER mit den notwendigen Vorarbeiten begonnen. Dazu war das Baufeld auf Kampfmittelreste untersucht worden. Ebenso wurde die Fläche auf mögliche archäologische Funde geprüft.

Noch im Februar beginnen nun die Arbeiten zur Errichtung der Bodenfilterbecken selbst. Als erstes wird entlang des Baufelds quer zur Wurm eine Spundwand ins das Erdreich eingebracht, um von oberhalb heranfließendes Grundwasser in Richtung Wurm abzuleiten und das Baugelände trocken zu halten. Der Bodenfilter, der eine Gesamtfläche von 30.000 Quadratmetern und ein Rückhaltevermögen von 37.000 Kubikmetern hat, wird aus sechs Becken bestehen, auf die das Abschlagswasser verteilt werden kann. Im Zuge der Erdarbeiten werden auch die Zuleitungskanäle aus Beton erstellt.

Der WVER weist darauf hin, dass über die von der Krefelder Straße abzweigende Zuwegung zur Kläranlage größere Mengen an Bodenaushub mit Lkw abtransportiert werden müssen. Der WVER bittet alle Nutzer dieser Zuwegung, von der aus sowohl die Siedlung Hochbrück als auch die Justizvollzugsanstalt und die Stadtgärtnerei angefahren werden, um Vorsicht.

Der Verband rechnet mit einem Abschluss der Arbeiten zum Frühsommer 2022. Die Inbetriebnahme der Becken erfolgt nach dem Aufwuchs von Schilfpflanzen, die in die Filtersandfläche der Becken eingesetzt werden. Im Filtersand setzen sich Feinpartikel ab und gleichzeitig wird das Mischwasser durch im Filtersand befindliche Mikroorganismen biologisch gereinigt. Durch den neuen Retentionsbodenfilter wird sowohl die Anzahl der Abschlagsereignisse in die Wurm von derzeit bis zu 50 Ereignissen pro Jahr auf ca. 1/5 als auch die Intensität der Einleitungen reduziert. Dies kommt direkt der Pflanzen- und Tierwelt in der Wurm zugute. Der Retentionsbodenfilter wird einer der größten in Deutschland sein und ca. 22 Millionen Euro kosten.

Luftbild der Kläranlage Aachen-Soers mit dem Standort des Retentionsbodenfilters

Kläranlage Euchen wird umfassend saniert

Bereits im abgelaufenen Jahr hatte der Wasserverband Eifel-Rur begonnen, im Bereich vor der von ihm betriebenen Kläranlage Würselen-Euchen einen Retentionsbodenfilter zu errichten. Dieser besteht aus einem Becken mit einem Volumen von 8.200 Kubikmetern und einer Filterfläche von 3.200 Quadratmetern. Dadurch wird die Behandlungskapazität von starken Mischwasserzuflüssen erhöht, die die Leistungsfähigkeit der Kläranlage etwa bei Starkregenereignissen überfordern. Das stark verdünnte Abwasser wird im Retentionsbodenfilter zum Schutz des Einleitgewässers über eine Filterschicht geführt. Seine Errichtung ist weitgehend abgeschlossen.

Jetzt wird die Kläranlage selbst umfangreich ertüchtigt.  Die in den 1980iger Jahren errichtete Anlage ist in die Jahre gekommen. Letztmalig wurde sie Mitte der 1990er Jahre auf ihre heutige Ausbaugröße von 40.000 Einwohnerwerten erweitert.

Beim Auftreten von Frachtstößen kommt die Anlage zunehmend an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Um die Kläranlage langfristig leistungsfähig zu erhalten und zu erwartende, verschärfte Überwachungswerte einhalten zu können, wird sie in großen Teilen erweitert und saniert. So wird ein Pufferbecken errichtet, das die Frachtstöße zwischenspeichern und dann dosiert an die biologische Reinigungsstufe der Kläranlage abgeben kann. Ebenso wird die Anlage mit einem weiteren – dritten – Nachklärbecken ausgestattet. Darüber hinaus werden verschlissene Anlagenteile des Sandfangs und der Räumeinrichtungen an den Nachklärbecken sowie wesentliche Schlammpumpen und die Fällmitteldosierstation ausgetauscht. Die Rechenanlage am Abwasserzufluss zum Ausfiltern von Grobstoffen ist bereits ersetzt worden. Außerdem wird die überalterte Oberflächenbelüftung der biologischen Abwasserreinigung durch eine moderne Druckbelüftung ersetzt. Dies dient ebenso der energetischen Optimierung wie der Neubau eines Faulbehälters zur Stabilisierung des bei der biologischen Reinigung anfallenden Klärschlammes. Bei der Schlammfaulung wird hochenergiereiches Gas gewonnen, das in einem Gasbehälter zwischengespeichert und in einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von klimaneutralem Strom und Wärmeenergie verwertet wird.

Das Großprojekt beginnt noch im Januar mit dem Neubau der Einrichtungen zur Schlammbehandlung sowie der Errichtung des Pufferbeckens. Die anderen Teilprojekte folgen sukzessive. Mit einem Abschluss der Anlagenertüchtigung rechnet der Wasserverband zum Ende des Jahres 2024. Die Gesamtkosten werden mit ca. 25,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Neuerrichtung der Schlammbehandlung wird dabei durch Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BUM) gefördert. Die Kläranlage wird während aller Baumaßnahmen ihren Betrieb voll aufrechterhalten.

Luftbild der Kläranlage Würselen-Euchen

Böschungssicherungen am Übach werden erneuert

Das Hochwasser aufgrund eines Starkregenereignisses, das am 16. August des vergangenen Jahres den neu gestalteten Rathausplatz in Übach-Palenberg flutete, war so heftig, dass es auch im Unterlauf des Übachs starke Schäden verursachte. Besonders im Bereich der Straße „Heidberg“ gegenüber dem Gewerbegebiet entlang der Carlstraße wurden Sohl- und Böschungsbefestigungen des Bachs, der dort sehr tief eingeschnitten im Gelände verläuft, in Mitleidenschaft gezogen.

Der Wasserverband Eifel-Rur wird deswegen zur Wiederherstellung eines leistungsfähigen Gewässerbettes die Befestigungen erneuern und damit auch die Sicherung zur Straße hin wiederherstellen. Zur Durchführung der Bauarbeiten müssen aber die Bäume und Sträucher in der Böschung entfernt werden. Zudem sind einige Bäume durch das Hochwasser unterspült worden und damit nicht mehr standsicher.

Die Gehölzfällarbeiten werden in der dafür vorgegebenen Zeit ab 20. Januar bis Ende Februar 2021 durchgeführt. Dadurch kann es zu temporären Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs am „Heidberg“ kommen. Die Arbeiten zur Sohl- und Böschungssicherung erfolgen am Anschluss. Die Gehölzfällungen sind mit den Aufsichtsbehörden abgestimmt.

Deutlich zu erkennen sind die Ausbrüche in den Sicherungen der Uferböschungen des Übachs auf Höhe der Straße „Heidberg“.