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Regenrückhaltebecken „Alt Holland“ in Wassenberg vorgestellt

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) stellte heute in Wassenberg an der Erkelenzer Straße das neue Regenrückhaltebecken „Alt Holland“ vor. Die Vorstellung fand wegen der Corona-Pandemie in kleinem Kreis statt. Neben dem Bürgermeister der Stadt Wassenberg, Marcel Maurer, nahmen daran auch der Vorstand des WVER, Dr. Joachim Reichert, und Bürgermeister Bernd Jansen aus Hückelhoven als Vertreter des WVER-Verbandsrats teil.

Altes RÜB nicht mehr ausreichend

Der Wasserverband Eifel-Rur betreibt in Wassenberg das Regenüberlaufbecken (RÜB) „Alt Holland.“ Es befindet sich neben der Erkelenzer Straße (B221) gegenüber dem Ludwig-Essers-Platz im Zugangsbereich des Wassenberger Stadtwaldes und hat ein Volumen von 800 Kubikmeter. Es wurde ca. 1985 durch die Stadt Wassenberg errichtet und in Betrieb genommen.

Dieses übererdete Betonbecken hält bei stärkeren Regenereignissen mit Regenwasser verdünntes Abwasser zurück, um die Kläranlage Wassenberg zu entlasten. Unter definierten Umständen darf ein solches Becken auch Mischwasser abschlagen, das sich in diesem Fall in Richtung des Gasthausbaches und der Teiche im Wald ergoss. Dies führte zu einer starken hydraulischen und stofflichen Belastung des Baches.

Die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Wiederherstellung eines guten ökologischen Gewässerzustands machten es nun erforderlich, den Gasthausbach vor den starken hydraulischen Belastungen weitergehend zu schützen.

Neues Becken sorgt für Entlastung

Deswegen wurde gegenüber dem bestehenden RÜB durch den Wasserverband Eifel-Rur ein weiteres Becken errichtet, das mehr Mischwasser zwischenspeichern kann und damit die Heftigkeit der Abschläge deutlich drosselt. Dieses Becken selbst schlägt dabei nicht ab, es handelt sich um ein Regenrückhaltebecken, das Mischwasser nur zurückhält. Es hat ein Volumen von 2.750 Kubikmeter. Dadurch kann eine Reduzierung der Einleitung von bis zu ca. 2.440 Litern pro Sekunde auf 16 Liter pro Sekunde (!) erzielt werden.

Um den Gasthausbach und seine Teiche besonders im Naherholungsgebiet Judenbruch von Einleitungen frei zu halten ist, wurde zudem die Einleitstelle durch den Bau einer Abschlagsleitung außerhalb des einleitungsfrei zu haltenden Bereiches verlegt. Das RRB ist ein Stahlbetonbecken, das in einer Baugrube gegenüber dem RÜB errichtet wurde. Dazu mussten an der entsprechenden Stelle vorhandene Bäume zur Gewinnung des Baufelds gerodet werden.

Bauablauf, Kosten und ein Todesfall

Der Bau des Beckens begann im Juli 2018. Die Baugrube selbst wurde durch Metallspundwände gesichert. Dabei kam es zu Verzögerungen, da unter anderem ein Konzept für die statische Sicherung der Spundwände neu erstellt werden musste. Außerdem erwies sich der Anfall von Grundwasser, das aus der Baugrube durch umgebende Sümpfungen fernzuhalten war, als aufwendig. Nach dem Guss der Bodenplatte wurden die Seitenwände des Beckens hochgezogen; danach wurde es von oben verschlossen und schließlich übererdet, sodass es als Bauwerk in der Landschaft nicht negativ auffällt.

Die neue Abschlagsleitung hat eine Länge von ca. 400 Metern. Sie wurde im unterirdischen Vortrieb entlang eines Wanderweges verlegt, sodass dieser außer für den Bau von insgesamt fünf Schächten nicht geöffnet wurde.

Die Baumaßnahmen konnten im April 2021 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,7 Mio. Euro.

Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass bei der Bauausführung ein Bauarbeiter unter tragischen Umständen ums Leben kam.

Vorstellung des Beckens, v. l. Bürgermeister Marcel Maurer, Walter Horres, zuständiger Projektingenieur des WVER, Dr. Joachim Reichert, Vorstand des WVER, Bernd Jansen, Bürgermeister von Hückelhoven und WVER-Verbandsrat
Unter dem Hügel rechts befindet sich das bereits vorhandene Regenüberlaufbecken, in der Mitte läuft der Spazierweg von der Erkelenzer Straße in den Stadtwald hinein, rechts die freie, übererdete Fläche des neuen Regenrückhaltebeckens

Abschließende Baumpflegearbeiten in der Straße „Heidberg“

Der Wasserverband Eifel-Rur hat die umfangreichen Fällarbeiten am Übach auf der Höhe der Straße „Heidberg“ in Übach-Palenberg inzwischen abgeschlossen. Diese waren notwendig, um im Sommer notwendige Böschungssicherungsarbeiten durchführen zu können.

Im oberen Bereich der Straße „Heidberg“ müssen jetzt noch Baumpflegearbeiten durchgeführt werden. Dazu wird am rechten Ufer Totholz in der Krone von sechs Bäumen beseitigt. Ebenso wird an einem Baum eine Kronensicherung vorgenommen. Diese Maßnahme dient dazu, den Baum zu stabilisieren und letztlich vor einer Fällung zu bewahren. Der WVER erfüllt damit auch seine Verkehrssicherungspflicht als Grundstückeigentümer, da sonst herunterfallende Äste beispielsweise parkende Autos oder Fußgänger schädigen könnten.

Die Pflegearbeiten werden am 29. März 2021 durchgeführt. Dazu wird auf der Straße eine einseitige Absperrung des Arbeitsbereichs mit Pylonen errichtet. Die Maßnahme ist mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Übach-Palenberg abgestimmt.

Technische Sicherungsmaßnahmen an Schachtbauwerken des Wasserverbands Eifel-Rur in der Rurstraße

Veranlasst durch den Schaden an der Rohrleitung des Hauptsammlers (Schmutzwassertransportleitung zwischen Winden und der Gruppenkläranlage Düren) im Mai 2018 hat der Verband den gesamten Hauptsammler unter Anwendung eines neuartigen technischen Inspektionsverfahrens in Augenschein genommen. In diesem Zusammenhang erfolgte auch eine eingehende Begutachtung der zugehörigen insgesamt 248 Schachtbauwerke.

Hierbei wurde festgestellt, dass insbesondere bei einer Vielzahl der Schächte in der Rurstraße bedingt durch die sog. „biogene Schwefelsäure-Korrosion“ Handlungsbedarf besteht. Bei diesem Prozess handelt es sich um Abbauvorgänge bestimmter Mikroorganismen, die aus den im Abwasser vorhandenen Schwefelverbindungen schweflige Säure herstellen, die ungeschützten Beton auf Dauer angreift.

Zur Aufrechterhaltung der Gebrauchstauglichkeit besagter Schachtbauwerke in der Rurstraße bedarf es aktuell der Durchführung umgehender, temporärer technischer Sicherungsmaßnahmen durch den WVER.

Hierzu werden die jeweiligen Kronen von insgesamt 13 Schächten soweit abgetragen, dass eine Stahlplatte auf die Fahrbahn gelegt werden kann, die keine Berührung mit dem tiefergelegten Schachtbauwerk hat. Diese Platte wird die durch den Straßenverkehr entstehenden Drücke nicht auf die Schächte, sondern gleichmäßig zur Seite in den Boden ableiten. In der sich anschließenden Planung wird geprüft, ob Schächte in offener Bauweise ausgetauscht werden müssen oder mit einem Spritzbeton-Verfahren von innen zu stabilisieren sind.

Hierdurch wird eine Sicherung erreicht, die in jedem Fall die Befahrbarkeit der Straße bis zur Verlegung der so genannten Doppelröhre des Hauptsammlers zur Kläranlage Düren sicherstellt, die zurzeit vom WVER geplant wird. In diesem Zusammenhang werden umfangreiche Kanalarbeiten auch in enger Abstimmung mit der eigenbetriebsähnlichen Stadtentwässerung der Stadt Düren erforderlich.

Die Arbeiten zur provisorischen Schachtsicherung werden nach aktuellem Zeitplan in der Zeit vom 24. März 2021 bis voraussichtlich 21. April 2021 durchgeführt. Diese werden in der Rurstraße abschnittsweise zu temporären Beeinträchtigungen des Verkehrs führen. Dabei ist mit Begegnungsverkehr zu rechnen. Besondere Engstellen sind dabei der Kreuzungsbereich der Rurstraße mit der Tivolistraße und der Bereich der Brücke der Bahnüberführung der Rurtalbahn.

Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Amt für Tiefbau und Grünflächen der Stadt Düren als zuständige Straßenverkehrsbehörde.

Die Ulme soll am Haarbach wieder eine Heimat finden

Ulmen waren in der Vergangenheit auch in unserer Region zahlreich vertreten. Doch im letzten Jahrhundert sorgte eine Pilzerkrankung, die vom Ulmensplintkäfer übertragen wird, dafür, dass die Berg- und Feldulmen hierzulande weitgehend ausgerottet wurden.

Jetzt soll die Ulme auf dem Gebiet der Stadt Aachen wieder heimisch werden. Dazu hat Jens Jürgen Korff, Historiker und Baumschützer, sich den Haarbach als Standort ausgesucht. Neun Ulmen pflanzte Korff, der auch für den BUND aktiv ist, mit Unterstützung des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) und des für den Haarbach zuständigen Gebietsingenieurs Thorsten Schulze-Büssing. Drei Jungbäume sollen nun am rechten Bachufer an der Haarbachtalstraße oberhalb der Welschen Mühle und drei Bäume am linken Bachufer weiter oberhalb wachsen. Weitere drei Bäume fanden eine Heimat im Hochwasserrückhaltebecken Kahlgracht, das vom WVER betrieben wird.

Die jungen Bäume wurden nicht nur von Korff angepflanzt, sondern von ihm seit ihrem Aufwachsen an begleitet. „Ein Freund von mir hat die Samen von zwei alten Ulmen am Fluss Aa in Herford entnommen, wo ich bis vor zwei Jahren gelebt habe, und angefangen, sie aufzuziehen“, berichtet der Umweltschützer. Von dort habe er die Bäumchen dann mitgebracht. In Herford und im benachbarten Bielefeld habe er als Naturführer bereits Führungen zu Bäumen gemacht. Seine Kindheit hat er allerdings am Haarbach verbracht. „Deswegen war es mir ein Anliegen, dort diese verloren gegangene Baumgattung wieder anzusiedeln.“

Ulmen können über 30 Meter hoch und 400 Jahre alt werden. Ihr „Rüster“ genanntes Holz wurde früher oft als Möbelfurnier verarbeitet. Ulmenblätter sind an ihrer eiförmigen Fläche und dem gezackten Blattrand zu erkennen; ebenso sitzen sie asymmetrisch am Stiel. Ihre Samen sind von einem ringförmigen Flügel umgeben.

„Wasserdialog“ des WVER zum Tag des Wassers

Seit 1993 ist er fester Bestandteil des Jahreskalenders: Am 22. März findet wieder der „Internationale Tag des Wassers“ statt. Er soll die Aufmerksamkeit auf das für uns alle überlebenswichtige Element lenken. Der diesjährige Tag des Wassers steht unter dem Leitspruch „Der Wert des Wassers.“

„Gerade die drei letzten Trockensommer haben uns den Wert des Wassers noch einmal vor Augen geführt“, betont Dr. Joachim Reichert, Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER). Deswegen habe der Verband sich entschlossen, am 22. März im Rahmen seiner Reihe „Wasserdialog“ eine Informationsveranstaltung rund um die Zukunft des Wassers und des Trinkwassers in unserer Region anzubieten. Diese wird in Zusammenarbeit mit der Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH (WAG) durchgeführt. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen wird der Wasserdialog erstmals digital stattfinden und um 19 Uhr beginnen. Die Dialogveranstaltung steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen.

Vorgesehen sind zwei Vorträge zum Thema. Dr. Christof Homann, Leiter der Hydrologie beim WVER, wird zum Thema „Talsperrenbewirtschaftung der Zukunft“ berichten. Dabei geht es nicht zuletzt auch um die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Stauanlagen darstellt. Den zweiten Vortrag wird unter dem Titel „Die Bedeutung der Eifeltalsperren für die Trinkwasserversorgung im Raum Aachen“ Walter Dautzenberg, technischer Geschäftsführer der Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH (WAG), halten. Dabei geht er unter anderem der Frage nach, wie das Talsperrenverbundsystem der Eifel geschützt wird, um die Trinkwasserversorgung des Raumes Aachen sicherzustellen. Die WAG – ein Tochterunternehmen der STAWAG AG und der Enwor GmbH- betreibt u. a. das Trinkwasserwerk an der Dreilägerbachtalsperre in Roetgen.

Im Anschluss wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der neben den Referenten auch der WVER-Vorstand sowie der Gewässer-Dezernent des Verbands, Dr. Gerd Demny, teilnehmen werden. Hier werden auch Fragen der interessierten Gäste beantwortet.

Zur Veranstaltung, die kostenfrei ist, kann man sich anmelden über www.wver-live.de. Der Wasserverband freut sich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu diesem überaus wichtigen Thema.

Die Rurtalsperre Schwammenauel ist das Herzstück der Talsperrenlandschaft in der Nordeifel.

Fällarbeiten an der Wurm bei Würselen als Vorarbeit zu einer Sicherung der Uferböschung

Der Wasserverband Eifel-Rur wird ab Mittwoch dieser Woche im Bereich der Brücke Schweilbacher Straße / Rolandstraße, nahe der Gastwirtschaft Teuterhof, einige Bäume an der Wurm fällen. Diese werden in der – von der Brücke aus wurmabwärts gesehenen – rechten Böschung als vorbereitende Maßnahme für eine Erneuerung der Böschungsbefestigung entfernt.

Direkt unterhalb der Straßenbrücke macht die Wurm einen scharfen Knick. Um das Prallufer, das bei höheren Abflüssen einem sehr starken Wasserangriff ausgesetzt ist, zu schützen, wurden Anfang der 1990er Jahre schottergefüllte Drahtkörbe (sog. „Gabionen“) zur Sicherung der Böschung gegen Ausspülungen und Uferabbrüche eingebaut. Die Drahtschotterkörbe sind größtenteils verrostet und abgesackt. Ein Teilbereich musste bereits temporär mit Sandsäcken geschützt werden. Um die Böschung in diesem Bereich wieder dauerhaft zu sichern, sollen im kommenden Sommer entsprechende Baumaßnahmen durchgeführt werden. Die Ufersicherung dient insbesondere auch dem Schutz der Straßenbrücke und dem dort verlaufenden Wanderweg.

Der Wasserverband Eifel-Rur muss die Fällarbeiten bis Ende Februar durchführen, um die Vögel beim Nestbau und Brüten nicht zu stören. Die Arbeiten im Naturschutzgebiet wurden mit dem Umweltamt der Städteregion Aachen abgestimmt und von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt.

Auch der zweite – etwas weiter stromabwärts gelegene – Böschungsschaden im Bereich eines Abwasserkanals ist seit Anfang 2019 temporär gesichert. Die damalige Schadstelle wird seitdem ständig überwacht und befindet sich in einem stabilen Zustand. Die dauerhafte Sicherung der dortigen Böschung erfordert allerdings technisch aufwändige Maßnahmen. Diese werden derzeit in Abstimmung mit der Stadt Würselen geplant. Die langfristige Erneuerung der Uferböschung ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

Deutlich sind die schadhaften Gabionen in der Uferböschung zu sehen

WVER verbessert die Nachklärung auf der Kläranlage Soers und optimiert damit die Ozonung

Der Wasserverband Eifel-Rur ertüchtigt bis zum Sommer 2022 die vier Nachklärbecken der Kläranlage Aachen-Soers. In den Becken wird der so genannte Belebtschlamm vom gereinigten Abwasser getrennt. Der Belebtschlamm, d.h. die Bakterienmasse, die eine biologische Reinigung des Abwassers erst ermöglicht, muss in die eigentliche biologische Reinigungsstufe zurückgepumpt werden, in der die Bakterien u.a. unter Zugabe von Sauerstoff die im Abwasser enthaltenen Schmutzstoffe abbauen. Das gereinigte Abwasser wird anschließend in die Ozonungsanlage gehoben, in der in einem innovativen Verfahren die sog. „Mikroschadstoffe“ (z.B. Arzneimittel und sonstige – in sehr kleinen Konzentrationen vorkommende – chemische Substanzen) entfernt werden. Durch die Ertüchtigung der Becken wird die Abtrennung des Belebtschlamms weiter optimiert. Dies hat positive Auswirkungen auf die Ozonung, weil das Ozon dann gezielter zum Abbau der Spurenstoffe genutzt werden kann.

In den Nachklärbecken wird zunächst der veraltete Saugräumer zum Abzug der Bakterienmasse durch einen effektiveren Schildräumer ersetzt. Dieser befördert die Schlammmasse in einen neu zu errichtenden Schlammtrichter, der in der Mitte des Beckens in die Bodenplatte in eine Tiefe von 4,5 Metern eingelassen wird. Der Trichter besteht aus Edelstahl. Dazu müssen die Räumer und der so genannte „Königstuhl“, auf den die Räumvorrichtung aufgesetzt ist, abgerissen werden. Er bestand bisher aus Stahlbeton und wird ebenfalls aus Edelstahl gefertigt sein. An den Trichter werden die Zu- und Ablaufleitungen neu angeschlossen.

Auf den Trichter wird ein neuer Königstuhl aus Edelstahl aufgesetzt. Darüber wird ein höhenverstellbares Bauwerk, ebenfalls aus Edelstahl, gestülpt, das die Position des Einlaufs in die Becken abhängig von der Zulaufmenge verändern kann. Im Anschluss werden die alten Räumer nach einer entsprechenden Aufarbeitung wieder aufgesetzt. Die Überarbeitung hatte sich als kostengünstiger erwiesen als die Anbringung neuer Räumer.

Der Umbau der Nachklärbecken erfolgt sukzessive, da die Kläranlage währenddessen weiterarbeiten muss. Das erste Becken wurde bereits von Mitte Mai bis Mitte Dezember des letzten Jahres ertüchtigt, die anderen Becken folgen in einem Zeitraum bis Ende Juli 2022. Die Kosten der reinen Optimierung der Nachklärbecken liegen bei 6,4 Mio. Euro.

Über das bereits umgebaute Nachklärbecken hat der Wasserverband Eifel-Rur einen kurzen Film erstellt, in dem die Maßnahme vorgestellt wird. Er kann unter  https://blog.wver.de/  abgerufen werden.

Die Optimierung der Nachklärung und der nachgeschalteten Ozonung sind Bestandteil der Bemühungen des Verbands zur weiteren Verbesserung der Gewässergüte in der Wurm, wozu auch die aktuell beginnende Errichtung des großen Retentionsbodenfilters im Bereich der Zufahrt zur Kläranlage gehört.

Umbau des ersten der vier Nachklärbecken auf der Kläranlage Aachen-Soers: Der neue „Königsstuhl“ aus Edelstahl ersetzt den früheren, der aus Stahlbeton bestand.

Baumpflege- und Rückschnittarbeiten an Pappeln an der Inde in Weisweiler-Hücheln

Der Wasserverband Eifel-Rur wird am rechten Uferbereich der Inde in Höhe der Ortslage Weisweiler-Hücheln Pflege- und Rückschnittarbeiten an fünf Pappeln durchführen. Diese befinden sich an der Wegeverbindung von der Parkanlage „Driesch“ zur Ortslage Hücheln. Die Arbeiten erfolgen, um die Bäume auch weiterhin erhalten zu können. Außerdem kommt der WVER hier seiner Verkehrssicherungspflicht nach. Die Bäume könnten ohne die Pflegearbeiten umstürzen.

Der Weg, an dem sich die Pappeln befinden, muss nach Rücksprache mit der Stadt und den zuständigen Behörden für den Zeitraum der Maßnahme gesperrt werden und wird weder aus Richtung der Parkanlage „Driesch“ noch der Stadionstraße in Hücheln passierbar sein. Die Sperrung ist zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer, die den Weg zahlreich nutzen, notwendig, da eine beauftragte Fachfirma mit entsprechendem Gerät vor Ort ist und eine Verletzungsgefahr durch herabstürzende Äste besteht. Die Arbeiten werden in der Woche vom 15. – 18. Februar durchgeführt.

Der Schleibach erhält zur Hochwassersicherheit eine neue Unterquerung der B57

Der Schleibach verläuft auf Höhe des Alsdorfer Tierparks als Graben parallel zur B57, unterquert diese dann und mündet nach wenigen Metern in den Broicher Bach. Der Schleibach ist in der Regel trocken, nur bei Niederschlägen kommt es zu einem Wasserabfluss. Im Bereich der B57 kann es bei größeren Regenereignissen zu Überflutungen der angrenzenden Bereiche und sogar der Bundesstraße selbst kommen. Zuletzt im März 2019 wurde die B57 so stark überströmt, dass sie temporär gesperrt werden musste. Ein Teil des Wassers ergoss sich weiter Richtung Tierpark und überflutete zugleich die Fußgängerunterführung unter der B57. Ebenso wurde die angrenzende, ehemalige Mühle in Mitleidenschaft gezogen.

Der Wasserverband Eifel-Rur ist für den Schleibach unterhaltspflichtig und daher gehalten, die Hochwassersicherheit sicherzustellen. Dazu soll der Schleibach jetzt ein erweitertes Bachbett erhalten, das größere Wassermengen schadlos abführen kann. Daher wurde bereits auf einer Wiese auf der gegenüberliegenden Seite der B57 ein neues Bachbett erstellt. Dies war erforderlich, weil der vorhandene Graben nicht genügend Platz für eine Aufweitung bot. Nun fehlt noch die entsprechende neue Unterquerung der Bundesstraße weiter bachaufwärts, die das Wasser in das neue Bachbett und damit weiter zum Broicher Bach leitet. Die notwendigen Bauarbeiten sollen im Sommer dieses Jahres durchgeführt werden.

Dazu müssen an der B57 an der Baustelle insgesamt sieben Bäume gefällt werden, die zu nah an bzw. in der Baugrube stehen, die zur Herstellung der neuen Unterquerung der Straße erforderlich ist. Die Fällarbeiten müssen bereits im Februar erfolgen, da ab März aufgrund der Vogelbrut Fällungen nicht mehr möglich sind. Die erforderlichen Fällungen wird der WVER am Samstag, den 13. Februar 2021, vornehmen. Währenddessen muss die B57 halbseitig gesperrt werden, der Gegenverkehr wird mit einer Ampelanlage geregelt. Der Wasserverband bittet die Anwohner an der Ottenfelder Allee, während der Arbeiten die Ausfahrt an der B57 über den Duffesheider Weg zu nutzen. Von der B57 ist die Zufahrt zur Allee weiter möglich.

Die Fällung ist mit den Behörden und der Stadt Alsdorf abgestimmt. Mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW wurde zudem vereinbart, dass der Wasserverband für die gefällten Bäume an dem bereits neu gestalteten Bachlauf eine Ausgleichspflanzung vornimmt. Im Wald werden zudem zwei Nistkästen für den Waldkautz angebracht.

Übach-Palenberg: WVER-Fällarbeiten am Übach beginnen am 15.02.2021

Durch das starke Hochwasser vom 16. August 2020 entstanden im Bereich der Straße „Heidberg“ von der Kanalbrücke zur Kreuzung der Brücke der Carlstraße große Schäden an der Uferböschung und in der Sohle des Übachs. Diese beziehen sich vor allen Dingen auf die flußabwärts gesehen rechte Uferseite, da der Bach hier in einer leichten Linkskurve verläuft und die Kraft des anströmenden Wassers deswegen hauptsächlich auf diese gerichtet war. Die Uferböschung war in der Vergangenheit schon mehrfach befestigt worden, wobei Rasengittersteine, Steinplatten und anderen Materialien verwendet wurden. Nach dem Hochwasser erfolgte eine Begehung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg, bei der erhebliche Schäden an der Uferbefestigung festgestellt wurden. In diesem Zuge wurde der Verband aufgefordert, die Standfestigkeit der Uferbefestigung wiederherzustellen.

In Anbetracht des Schadensausmaßes wurde entschieden, einzelne Schadstellen nicht zu reparieren, sondern das Flussbett und die Ufersicherung durchgehend mit Steinmatten und Steinwalzen zu sichern. Diese sind naturnäher als ein konventioneller Ausbau mit Beton und Wasserbausteinen.

Da die Arbeiten noch in 2021 durchgeführt werden sollen, muss nun kurzfristig ein Baufeld hergerichtet werden. Leider ist es unumgänglich, dazu 37 große Bäume und weitere, kleinere Gehölze zu fällen. Die Fällung ist aus folgenden Gründen dringend erforderlich: Durch die Anlage des Baufelds muss in das Wurzelwerk der Bäume eingegriffen werden. Ebenso wurzeln Bäume zum Teil in den vorhandenen Rasengittersteinen, die ja entfernt werden sollen. Bei dem Hochwasser wurden zudem einige Bäume unterspült, so dass diese nicht mehr standsicher sind und umstürzen können.

Die erforderlichen Fällarbeiten müssen gemäß den gesetzlichen Vorgaben bis Ende Februar abgeschlossen sein, da danach die Brutsaison der Vögel beginnt.

Da der Übach am Heidberg im Landschaftsschutzgebiet liegt, müssen für die gefällten Bäume und kleineren Gehölze nach Abschluss der Arbeiten nach Maßgabe der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Heinsberg und der Stadt Übach-Palenberg Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Diese werden gleichfalls mit den Anwohnern abgestimmt.

Der Wasserverband Eifel-Rur betont die Notwendigkeit der Maßnahme, den Übach und seine Uferböschung hier abzusichern, da zum einen Versiegelungen aus der Vergangenheit unter anderem ein Grund für die verschärfte Situation am Übach sind. Zusätzlich ist damit zu rechnen, dass es in Zukunft wegen des auch in unserer Region erkennbaren Klimawandels häufiger als in der Vergangenheit zu lokalen Starkregenereignissen kommen wird.

Während der Fällarbeiten, die nach Absprache mit der Stadt Übach-Palenberg am 15.02.2021 beginnen sollen, ist es erforderlich, die Straße „Heidberg“ für die Arbeitsausführung ab dem Kreuzungsbereich mit der Carlstraße bis zur Haus Nr. 25 tagsüber komplett zu sperren. Der Arbeitsbereich wird dabei abschnittsweise angepasst, um die Behinderungen für die Anwohner möglichst gering zu halten. Die planmäßige Arbeitszeit ist montags bis donnerstags 08:00 – 16:00 und freitags 08:00 bis 13:00 Uhr. Für die Anwohner des oberen Teils der Straße wird dann die Möglichkeit bestehen, die Straße an der sonst gesperrten, oberen Ausfahrt zu verlassen.

Zur Umsetzung der Baumaßnahme selbst wird derzeit eine detaillierte Ausführungsplanung erstellt, die von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg genehmigt werden muss. Grundsätzlich hat sie jedoch der Sicherung mit Steinmatten und -walzen bereits zugestimmt. Die Planung wird der Behörde im 2. Quartal vorgelegt. Nach erfolgter Zustimmung wird die Bauleistung ausgeschrieben, sodass der Wasserverband mit einem Baubeginn im Sommer 2021 rechnet. Die Arbeiten sollen dann zwei – drei Monate in Anspruch nehmen.

Frank Peter Ullrich neuer Verbandsratsvorsitzender

Der Verbandsrat des Wasserverbandes wählte auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr einen neuen Verbandsratsvorsitzenden. Dies war notwendig geworden, weil der langjährige Vorsitzende, Paul Larue, als Vertreter der kommunalen Mitgliedergruppe ausschied. Er hatte bei der Kommunalwahl im September 2020 nicht wieder für das Amt des Bürgermeisters von Düren kandidiert. Neuer Vorsitzender wurde Frank Peter Ullrich, der Larue im Amt des Bürgermeisters nachfolgt und bei der Verbandsversammlung im Dezember 2020 in den Verbandsrat nachgewählt wurde.

Ullrich, der in Düren aufwuchs, durchlief Ausbildungen zum Diplom-Verwaltungswirt, Kriminalbeamten und Betriebswirt und arbeitete anschließend bei verschiedenen Bundesbehörden. Zuletzt war er als Oberrechnungsrat beim Bundesrechnungshof in Bonn tätig, wo u.a. energiewirtschaftliche Themen und das Geodatenmanagement zu seinem Aufgabenbereich zählten. Außerdem war er Lehrbeauftragter für Arbeits- und Beamtenrecht an der Hochschule des Bundes in Brühl.

Als Bürger von Düren, der größten Stadt an der Rur, wisse er um die hohe Bedeutung des Wassers, begründete Ullrich seinen Wunsch, das neue Amt zu übernehmen. „Eine funktionierende Wasserwirtschaft schafft Versorgungssicherheit für die Menschen, erhält Arbeitsplätze und schützt auch die Natur“, subsummierte er die Aufgaben des Verbands. Er freue sich darauf, die Arbeit des Verbands in Zukunft im Sinne der Mitglieder mitgestalten zu können. Ebenso betrachte er es als seine Aufgabe, bei Konflikten verschiedener Interessen rund um das Wasser an Lösungen und Kompromissen mitarbeiten zu können.

Der neue Verbandsratsvorsitzende Frank Peter Ullrich (Mitte) am Verwaltungssitz des Verbandes in Düren, flankiert von seinem Stellvertreter Dr. Stefan Cuypers (r.) und dem Vorstand des Wasserverbands, Dr. Joachim Reichert (l.)

WVER: Erdarbeiten für Retentionsbodenfilter in der Aachener Soers beginnen

Der Wasserverband Eifel-Rur errichtet vor der Kläranlage Aachen-Soers einen Retentionsbodenfilter. Dieser wird in Zukunft Mischwasserabschläge aus den aus den Regenüberlaufbecken der Kläranlage weitergehend reinigen und anschließend gedrosselt in das Einleitgewässer Wurm abgeben. Diese Abschläge entstehen dann, wenn bei starken Regenereignissen mehr Mischwasser aus Regen und Schmutzwasser zur Kläranlage zufließt, als diese verarbeiten kann, und das vorhandene Rückhaltevolumen von 26.000 Kubikmetern erschöpft ist. Der direkte Abschlag in die Wurm entspricht inzwischen nicht mehr den aktuellen Anforderungen zur Erreichung der Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie.

Im Mai 2020 hatte der WVER mit den notwendigen Vorarbeiten begonnen. Dazu war das Baufeld auf Kampfmittelreste untersucht worden. Ebenso wurde die Fläche auf mögliche archäologische Funde geprüft.

Noch im Februar beginnen nun die Arbeiten zur Errichtung der Bodenfilterbecken selbst. Als erstes wird entlang des Baufelds quer zur Wurm eine Spundwand ins das Erdreich eingebracht, um von oberhalb heranfließendes Grundwasser in Richtung Wurm abzuleiten und das Baugelände trocken zu halten. Der Bodenfilter, der eine Gesamtfläche von 30.000 Quadratmetern und ein Rückhaltevermögen von 37.000 Kubikmetern hat, wird aus sechs Becken bestehen, auf die das Abschlagswasser verteilt werden kann. Im Zuge der Erdarbeiten werden auch die Zuleitungskanäle aus Beton erstellt.

Der WVER weist darauf hin, dass über die von der Krefelder Straße abzweigende Zuwegung zur Kläranlage größere Mengen an Bodenaushub mit Lkw abtransportiert werden müssen. Der WVER bittet alle Nutzer dieser Zuwegung, von der aus sowohl die Siedlung Hochbrück als auch die Justizvollzugsanstalt und die Stadtgärtnerei angefahren werden, um Vorsicht.

Der Verband rechnet mit einem Abschluss der Arbeiten zum Frühsommer 2022. Die Inbetriebnahme der Becken erfolgt nach dem Aufwuchs von Schilfpflanzen, die in die Filtersandfläche der Becken eingesetzt werden. Im Filtersand setzen sich Feinpartikel ab und gleichzeitig wird das Mischwasser durch im Filtersand befindliche Mikroorganismen biologisch gereinigt. Durch den neuen Retentionsbodenfilter wird sowohl die Anzahl der Abschlagsereignisse in die Wurm von derzeit bis zu 50 Ereignissen pro Jahr auf ca. 1/5 als auch die Intensität der Einleitungen reduziert. Dies kommt direkt der Pflanzen- und Tierwelt in der Wurm zugute. Der Retentionsbodenfilter wird einer der größten in Deutschland sein und ca. 22 Millionen Euro kosten.

Luftbild der Kläranlage Aachen-Soers mit dem Standort des Retentionsbodenfilters

Kläranlage Euchen wird umfassend saniert

Bereits im abgelaufenen Jahr hatte der Wasserverband Eifel-Rur begonnen, im Bereich vor der von ihm betriebenen Kläranlage Würselen-Euchen einen Retentionsbodenfilter zu errichten. Dieser besteht aus einem Becken mit einem Volumen von 8.200 Kubikmetern und einer Filterfläche von 3.200 Quadratmetern. Dadurch wird die Behandlungskapazität von starken Mischwasserzuflüssen erhöht, die die Leistungsfähigkeit der Kläranlage etwa bei Starkregenereignissen überfordern. Das stark verdünnte Abwasser wird im Retentionsbodenfilter zum Schutz des Einleitgewässers über eine Filterschicht geführt. Seine Errichtung ist weitgehend abgeschlossen.

Jetzt wird die Kläranlage selbst umfangreich ertüchtigt.  Die in den 1980iger Jahren errichtete Anlage ist in die Jahre gekommen. Letztmalig wurde sie Mitte der 1990er Jahre auf ihre heutige Ausbaugröße von 40.000 Einwohnerwerten erweitert.

Beim Auftreten von Frachtstößen kommt die Anlage zunehmend an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Um die Kläranlage langfristig leistungsfähig zu erhalten und zu erwartende, verschärfte Überwachungswerte einhalten zu können, wird sie in großen Teilen erweitert und saniert. So wird ein Pufferbecken errichtet, das die Frachtstöße zwischenspeichern und dann dosiert an die biologische Reinigungsstufe der Kläranlage abgeben kann. Ebenso wird die Anlage mit einem weiteren – dritten – Nachklärbecken ausgestattet. Darüber hinaus werden verschlissene Anlagenteile des Sandfangs und der Räumeinrichtungen an den Nachklärbecken sowie wesentliche Schlammpumpen und die Fällmitteldosierstation ausgetauscht. Die Rechenanlage am Abwasserzufluss zum Ausfiltern von Grobstoffen ist bereits ersetzt worden. Außerdem wird die überalterte Oberflächenbelüftung der biologischen Abwasserreinigung durch eine moderne Druckbelüftung ersetzt. Dies dient ebenso der energetischen Optimierung wie der Neubau eines Faulbehälters zur Stabilisierung des bei der biologischen Reinigung anfallenden Klärschlammes. Bei der Schlammfaulung wird hochenergiereiches Gas gewonnen, das in einem Gasbehälter zwischengespeichert und in einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von klimaneutralem Strom und Wärmeenergie verwertet wird.

Das Großprojekt beginnt noch im Januar mit dem Neubau der Einrichtungen zur Schlammbehandlung sowie der Errichtung des Pufferbeckens. Die anderen Teilprojekte folgen sukzessive. Mit einem Abschluss der Anlagenertüchtigung rechnet der Wasserverband zum Ende des Jahres 2024. Die Gesamtkosten werden mit ca. 25,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Neuerrichtung der Schlammbehandlung wird dabei durch Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BUM) gefördert. Die Kläranlage wird während aller Baumaßnahmen ihren Betrieb voll aufrechterhalten.

Luftbild der Kläranlage Würselen-Euchen

Böschungssicherungen am Übach werden erneuert

Das Hochwasser aufgrund eines Starkregenereignisses, das am 16. August des vergangenen Jahres den neu gestalteten Rathausplatz in Übach-Palenberg flutete, war so heftig, dass es auch im Unterlauf des Übachs starke Schäden verursachte. Besonders im Bereich der Straße „Heidberg“ gegenüber dem Gewerbegebiet entlang der Carlstraße wurden Sohl- und Böschungsbefestigungen des Bachs, der dort sehr tief eingeschnitten im Gelände verläuft, in Mitleidenschaft gezogen.

Der Wasserverband Eifel-Rur wird deswegen zur Wiederherstellung eines leistungsfähigen Gewässerbettes die Befestigungen erneuern und damit auch die Sicherung zur Straße hin wiederherstellen. Zur Durchführung der Bauarbeiten müssen aber die Bäume und Sträucher in der Böschung entfernt werden. Zudem sind einige Bäume durch das Hochwasser unterspült worden und damit nicht mehr standsicher.

Die Gehölzfällarbeiten werden in der dafür vorgegebenen Zeit ab 20. Januar bis Ende Februar 2021 durchgeführt. Dadurch kann es zu temporären Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs am „Heidberg“ kommen. Die Arbeiten zur Sohl- und Böschungssicherung erfolgen am Anschluss. Die Gehölzfällungen sind mit den Aufsichtsbehörden abgestimmt.

Deutlich zu erkennen sind die Ausbrüche in den Sicherungen der Uferböschungen des Übachs auf Höhe der Straße „Heidberg“.