Sorry, your browser does not support inline SVG.

Rurtalsperrenwasser fließt wieder in die Rur

Der Wasserverband Eifel-Rur saniert zurzeit die Hochwasserentlastungsanlage an der Rurtalsperre Schwammenauel. Dabei werden die Tunnelröhre unterhalb des Einlaufbauwerks in die Hochwasserentlastung und die anschließende, offen liegende Schussrinde saniert. Diese mündet in das Tosbecken ein, in dem beim Überlauf die Energie des herabschießenden Wassers umgewandelt wird. Die Schussrinne erhält einen neue Innenschale (Betonboden und Seitenwände), in der Tunnelröhre wird der Sohlbereich verstärkt.

Die Baumaßnahme dient der Sicherung und der Verstärkung der Hochwasserentlastungsanlage. Der Beton der Schussrinne stammt im Wesentlichen noch aus den 1930er Jahren, als die Talsperre in ihrer ersten Ausbaustufe errichtet wurde. Nach der Sanierung entsprechen die Betonfestigkeit und die Rauigkeit den heutigen Anforderungen.

Als erster Schritt wurde der untere Bereich der Schussrinne in Angriff genommen. Da dieser in das normalerweise mit Wasser gefüllte Tosbecken übergeht, musste es solange entleert werden. Die Rurtalsperre wurde aus diesem Grund ab Mitte April verschlossen und gab kein Wasser mehr in den Unterlauf der Rur ab. Damit sie bei möglichen heftigen Regenfällen nicht doch während der Arbeiten wieder geöffnet werde musste, wurde ihr Wasserstand vorher abgesenkt.

Während der Verschlusszeit wurde die Rur ausschließlich über den Kermeter-Stollen mit Wasser aus der Urfttalsperre beschickt.

Nun sind die Bauarbeiten im unteren Bereich soweit abgeschlossen, dass das Tosbecken wieder Wasser aufnehmen kann. Die Rurtalsperre wurde somit wieder geöffnet. Damit wird der Unterlauf der Rur wieder mit Wasser aus der Rurtalsperre und der Urftalssperre versorgt.

Der Hauptsee der Rurtalsperre war vor dem Verschluss auf 125 Mio. Kubikmeter (ca. 271 Meter über NN) abgesenkt worden. Durch entsprechende Niederschläge erreichte der Hauptsee wieder einen Füllstand von ca. 137 Mio. Kubikmeter (ca. 274 Meter über NN). Entsprechend der trockenen Witterung ist nun auch wieder mit einem sukzessiven Absinken des Sees zu rechnen, was jahreszeitlich dem natürlichen Verhalten entspricht.

Die Baumaßnahme insgesamt wird voraussichtlich noch bis Mitte November andauern. Solange bleiben der Weg und die Brücke über die Schussrinne am Dammfuß in Richtung des Schieberhauses noch versperrt.


Hochwasserberatung durch Experten in Stolberg und Eschweiler

Das Extremhochwasser im Sommer 2021 hat viele Orte stark getroffen, besonders die Stadt Stolberg und die Ortschaften in den Einzugsgebieten von Inde und Vicht. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat nach der Katastrophe Hochwasserberatung durch das Hochwasserkompetenzcentrum (HKC) organisiert, um Bürgerinnen und Bürgern vor Ort über Hochwasserschutz zu informieren. Der Beratungsbedarf ist ungebrochen hoch, so dass nun neue Beratungsmöglichkeiten angeboten werden. Das HKC-Infomobil wird am

Samstag, den 23.04.2022, von 12 Uhr bis 16 Uhr, vor der Mehrzweckhalle in der Rumpenstraße in Vicht und am

Donnerstag, den 28.04.2022, von 14 Uhr bis 18 Uhr, am seitlichen Parkplatz des Rathauses in Stolberg (gegenüber der Sparkasse) und am

Samstag, den 30.04.2022, von 12 Uhr bis 16 Uhr, Glasunterstand auf der Grabenstraße in Eschweiler (Fußgängerzone, Höhe DM-Markt; zweiter Unterstand von der Marienstraße aus kommend)

vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise zur Verhaltensvorsorge ausgesprochen.
Die Fortsetzung der Beratung durch Experten des HKC wird durch den WVER im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert.

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Klärschlamm Kooperation Rheinland, Wasserverband Eifel-Rur und Erftverband – Phosphorrecycling aus Klärschlamm: Wasserverbände auf der Suche nach strategischem Partner

Nach der novellierten Klärschlammverordnung muss aus dem Klärschlamm ab 2029 Phosphor zurückgewonnen werden. Dieser ist ein wichtiger Rohstoff für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Verbrennung des Klärschlamms, aus dessen Asche der Phosphor recycelt wird, muss dazu in Monoverbrennungsanlagen erfolgen. Wegen des geringen Anteils des Klärschlamms in der Mitverbrennung – etwa in Kraftwerken – ist dies nicht möglich.

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) und der Erftverband (EV) haben zur Entsorgung ihrer Klärschlämme im September letzten Jahres eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, die Klärschlamm Kooperation Rheinland GmbH (KKR). Erstes Ziel der neuen Gesellschaft war die Vorbereitung einer Ausschreibung zur Suche eines Strategischen Partners, der einen möglichen Standort für die zu bauende Mono-Klärschlammverbrennungsanlage sowie Erfahrung im Betrieb von vergleichbaren Verbrennungsanlagen mit sich bringt. Gemeinsam mit diesem Partner wird die Gründung eines Tochterunternehmens angestrebt, um eine Anlage zu bauen und zu betreiben.

Die entsprechende Ausschreibung steht nun kurz vor der Fertigstellung und wird im Mai 2022 veröffentlicht werden. „Damit ist ein wichtiger Schritt nach vorn getan, um den Anforderungen der Verordnung in Zukunft gerecht zu werden“, betont Professor Heinrich Schäfer vom Erftverband, einer der beiden Geschäftsführer. „Durch eine lange Vertragslaufzeit über den Betrieb der Anlage von 30 Jahren besteht auch für den Strategischen Partner eine große Planungssicherheit für die Auslastung der Anlage“, ergänzt sein Kollege Stefan Ruchay vom Wasserverband Eifel-Rur.

WVER und EV betreiben zusammen mehr als 70 Kläranlagen für etwa 1,85 Mio. Menschen und Industriebetriebe in ihren Verbandsgebieten. Auf allen Anlagen zusammen fallen ca. 168.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm an; dies entspricht 37.000 Tonnen Trockenrückstand pro Jahr. „Zum Bau einer wirtschaftlichen Anlage werden zwischen 30.000 – 35.000 Tonnen benötigt,“ so Professor Schäfer. Und Ruchay führt aus: „Deswegen ist es sinnvoll, dass die beiden Verbände hier in der KKR zusammenarbeiten, um neben der Qualität auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage im Sinne der Beitragszahler zu gewährleisten.“

ACHTUNG! ENTFÄLLT!
Hochwasserberatung durch Experten in Niederzier-Selhausen

ACHTUNG! WEGEN EINES KURZFRISTIGEN DEFEKTS DES INFO-MOBILS MUSS DER TERMIN LEIDER ENTFALLEN!
ER WIRD ZU EINEM ANDEREN ZEITPUNKT NACHGEHOLT!

Das Extremhochwasser im Sommer 2021 hat viele Orte stark getroffen, unter anderem in der Gemeinde Niederzier auch den Ort Selhausen. Hier können sich nun alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten des Hochwasser Kompetenz Centrums wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung findet statt am:

Samstag, dem 09.04.2022, von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr,
Römerstraße 4-10, 52382 Niederzier-Selhausen

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Pressemitteilung der agw zum Weltwassertag 2022:
Unser Grundwasser – der unsichtbare Schatz

Der alljährlich am heutigen 22. März stattfindende Weltwassertag richtet mit seinem Motto „Groundwater: Making the Invisible Visible“ den Fokus auf das Grundwasser.

Die NRW- Wasserwirtschaftsverbände sind in ihren Einzugsgebieten für die Bewirtschaftung der Ressource Wasser verantwortlich. Dies gilt auch für das Grundwasser.

Den Volltext der Pressemitteilung finden Sie hier:

Pressemitteilung der agw:
NRW-Wasserverbände fordern schnelle und zielgerichtete Verbesserung des Hochwassermanagements

Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw) verdeutlich in ihrem Positionspapier, welche Konsequenzen aus der Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 zu ziehen sind. Dazu ist auch eine Aufstockung der von der Landesregierung angekündigten Finanzmittel erforderlich.

Den Volltext der Pressemitteilung finden Sie hier:

Dr.-Ing. Joachim Reichert in zweiter Amtszeit als Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur

Einstimmig bestellte der Verbandsrat des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) auf sei­ner Januar-Sitzung Dr. Joachim Reichert für weitere fünf Jahre zum Alleinvorstand des Verbands. In dem Ergebnis spiegele sich die große Zufriedenheit mit der jeder­zeit vertrauensvollen und transparenten Zusammenarbeit, hieß es aus dem Ver­bandsrat. Außerdem habe Dr. Reichert den Verband in den letzten Jahren entschei­dend vorangebracht. Wichtige Investitionen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur des WVER seien auf den Weg gebracht worden. Mit der Einfüh­rung eines integralen Zielsystems habe der Vorstand zudem die Aufgabenerfüllung des WVER effizient und kostenoptimiert ausgerichtet.

Für seine zweite Amtszeit erklärte Dr. Reichert die Umsetzung weiterer, wichtiger In­vestitionen in die Abwasserinfrastruktur und die Verstärkung des technischen Hoch­wasserschutzes zu wesentlichen Zielen des Verbandes. Außerdem sei der Verband nach der Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 eng und federführend in di­verse Forschungsprojekte eingebunden, welche die Hochwasserresilienz von Sied­lungsflächen steigern und die Entwicklung von flächendeckenden Hochwasserwarn- und -informationssystemen vorantreiben. Darüber hinaus sei der Verband noch auf absehbare Zeit mit der Beseitigung der massiven Hochwasserschäden insbesondere entlang der Flüsse Inde und Vicht betraut.

Dr.-Ing. Joachim Reichert stammt aus Koblenz. Er studierte Bauingenieurwesen an der RWTH in Aachen und wechselte nach dem Vordiplom zur Technischen Hoch­schule in Darmstadt, wo er den Schwerpunkt seines Studiums auf die Siedlungswas­serwirtschaft ausrichtete. Nach dem Erwerb des Diploms war Dr. Reichert als Wis­senschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Lehrstuhl für Wasserversorgung, Abwasser­reinigung und Raumplanung tätig. 1997 wurde er im Fachgebiet Abwasser mit einer Dissertation zum Sauerstoffeintrag auf Kläranlagen promoviert. 1996 trat Dr. Reichert beim Niersverband in Viersen als Ingenieur in die Abteilung Betrieb Kläranlagen ein. Von 2000 bis 2009 war er als Abteilungsleiter für den Betrieb der abwassertechni­schen Anlagen des Verbands verantwortlich. 2010 wechselte Dr. Reichert zu den Berliner Wasserbetrieben, wo er Leiter der Abteilung Planung und Bau wurde. Er zeichnete dort für das gesamte Baugeschäft der BWB hinsichtlich der Trinkwasser­aufbereitung, der Kläranlagen sowie für den Kanal- und Rohrleitungsbau in Berlin verantwortlich.

Mit dem Wechsel zum Wasserverband Eifel-Rur übernahm er 2018 als Vorstand des WVER die Verantwortung für eine ganzheitliche und integrierte Wasserbewirtschaf­tung im gesamten Flussgebiet der Rur im Westen Deutschlands.

Hochwasserberatung durch Experten in Jülich und Linnich-Tetz

Die Hochwasser-Katastrophe vom Juli 2021 hat viele Orte stark getroffen. Auch die Stadt Jülich und die Ortschaft Linnich-Tetz wurden durch das Ereignis in Mitleidenschaft gezogen. Bei der offenen Beratung können sich nun alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten des Hochwasser Kompetenz Centrums (HKC) wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratungen finden statt am:

Dienstag, den 08.03.2022, von 14:30 Uhr bis 18:30 Uhr, in Jülich, Markt, und am

Donnerstag, den 10.03.2022, von 14:30 – 18:30 Uhr, in Linnich-Tetz, Rurauenhalle, Am Vogeldriesch 8

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserberatung durch Experten in Herzogenrath

Die Hochwasser-Katastrophe vom Juli 2021 hat viele Orte stark getroffen. Auch die Stadt Herzogenrath wurde durch das Ereignis in Mitleidenschaft gezogen. Hier können sich nun alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten des Hochwasser Kompetenz Centrums (HKC) wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung findet statt am:

Montag, den 07.03.2022, von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Herzogenrath, Ferdinand-Schmetz-Platz in der Nähe des Bockreiter Brunnens

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Gewässerschau an Inde, Vicht und Hasselbach im März

Die Untere Wasserbehörde der Städteregion Aachen führt im März an Inde, Vicht und Hasselbach so genannte Gewässerschauen durch. Dabei werden die Gewässer zusammen mit dem Wasserverband Eifel-Rur in Augenschein genommen. Der Zustand der Gewässer wird betrachtet, ebenso werden Schritte zur Behebung von Schadstellen erörtert.

Zu den Gewässerschauen sind auch am Fluss befindlichen Anwohner und Eigentümer sowie die Fischereiberechtigten eingeladen. Ihnen wird dabei ebenfalls die Möglichkeit gegeben, die Situation aus ihrer Warte aus zu beschreiben.

Gerade im Nachgang zur weiteren Schadensbeseitigung nach der Hochwasser-Katastrophe vom letztjährigen Juli sind die Gewässerschauen von besonderer Bedeutung.

An welchem Gewässerabschnitt um wieviel Uhr sich die Gewässerschauenden befinden werden, findet sich auf der Homepage der Städteregion unter den öffentlichen Bekanntmachungen (vom 01.03.2022) bzw. auch hier (blauen Pfeil für Download oder Text anklicken)!

Sanierungsarbeiten an der Hochwasserentlastungsanlage der Rurtalsperre

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) wird ab Mitte April 2022 voraussichtlich bis Mitte November Arbeiten an der Hochwasserentlastungsanlage der Rurtalsperre Schwammenauel durchführen. Die Arbeiten erstrecken sich zum einen auf die Schussrinne, die das Wasser in das am Fuß des Dammes gelegene Tosbecken einleitet, und zum anderen auf die oberhalb der Schussrinne liegende Tunnelröhre.

Der Beton der Schussrinne stammt im Wesentlichen noch aus den 1930er Jahren, als die Talsperre in ihrer ersten Ausbaustufe errichtet wurde. Zur Verstärkung der Schussrinne wird über den gesamten Querschnitt eine Innenschale eingebaut, die in Betonfestigkeit und Rauigkeit den heutigen Anforderungen entspricht. In der Tunnelröhre wird der Sohlbereich verstärkt. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme, deren Planung bereits im Jahr 2019 begann.

Die Arbeiten im unteren Bereich der Schussrinne machen es erforderlich, das Tosbecken der Rurtalsperre Schwammenauel für knapp zwei Monate abzusenken. Das bedeutet, dass eine reguläre Abgabe aus der Rurtalsperre während dieser Zeit nicht möglich ist.

Um diese Maßnahme durchführen zu können, muss daher sichergestellt werden, dass die Rurtalsperre die witterungsbedingten Zuflüsse in dieser Zeit vollständig aufnehmen kann.

Aus diesem Grund wird der Wasserstand des Hauptsees bis zum Beginn der ab Mitte April vorgesehenen Tosbeckenabsenkung auf ca. 271 mNN abgesenkt. Dies entspricht einem im See verbleibenden Stauvolumen von ca. 125 Mio. Kubikmetern. Auf den Obersee der Rurtalsperre und seine Aufgabe im Bereich der Stützung der Trinkwasserversorgung hat dies keine Auswirkungen, da dieser durch den Paulushofdamm in Rurberg vom Hauptsee abgetrennt ist.

Die Abgabe an den Unterlauf der Rur erfolgt während dieser Zeit ausschließlich über die Urfttalsperre, die dazu derzeit entsprechend angestaut wird.

Die unvermeidbare Absenkung des Hauptsees der Rurtalsperre führt somit im April zu einem niedrigeren Wasserstand, der auch geringe Auswirkungen auf die wassersportliche Nutzung etwa durch die Verringerung der besegelbaren Wasserfläche hat. Die Rurseeschiffahrt kann ihr Fahrgeschäft ohne Einschränkungen weiter betreiben. Da aber während der ca. zweimonatigen Tosbeckenabsenkung kein Wasser aus der Rurtalsperre abgegeben wird, füllt sie sich bei entsprechenden Zuflüssen auch wieder auf.

Bereits Mitte März wird mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Ab diesem Zeitpunkt muss daher auch der Weg an der Brücke über die Schussrinne in Richtung des Schieberhauses der Grundablässe für Publikumsverkehr ganz gesperrt werden. Die Sperrung gilt für die Dauer der gesamten Baumaßnahme. Ebenso wird ein Teil des Vorplatzes am Einlauf in die Hochwasserentlastung oben auf dem Damm gesperrt sein, da dieser ebenfalls für die Baustelleneinrichtung genutzt wird. Der Wasserverband bittet die Öffentlichkeit um Verständnis und um Berücksichtigung bei der Planung von Wandertouren.

Baumaßnahme wird digital vorgestellt

Der Verband wird die Baumaßnahme auch allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern in einem digitalen Termin über GoToMeeting vorstellen. Dies wird stattfinden am 28.04.2022 um 17.00 Uhr. Dazu bittet der WVER um Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit@wver.de. Die Einwahldaten werden dann angemeldeten Personen rechtzeitig vor dem Termin per Mail zugestellt.

Damm der Rurtalsperre mit eingezeichneten Anlagen

Hochwasserberatung durch Experten in Frelenberg

Das Extremhochwasser im Sommer 2021 hat viele Orte stark getroffen, unter anderem auch Frelenberg. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten des Hochwasser Kompetenz Centrums wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung findet statt am:

Mittwoch, den 02.03.2022, von 14:00 bis 18:00 Uhr, Sportplatz in Frelenberg

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Achtung! Wegen Sturmwarnung verschoben! (Offene Hochwasserberatung für die Bevölkerung durch Fachexperten in Jülich)

Achtung! Der hier beschriebene Termin wird wegen der weiter bestehenden Sturmwarnung verschoben. Ein neuer Termin wird in Kürze bekannt gegeben!!!

(Das Extremhochwasser im Sommer 2021 hat viele Orte stark getroffen, unter anderem auch die Stadt Jülich. Hier können sich nun alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten des Hochwasser Kompetenz Centrums wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung findet statt am:

Montag, den 21.02.2022, von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Markt Jülich

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.)

Aufräumarbeiten am Hasselbach in Zweifall beginnen Ende Februar

Die Arbeiten des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) zur Sicherung und Beseitigung von Strömungshindernissen an Inde und Vicht laufen weiterhin mit allen dem Verband zur Verfügung stehenden Kräften sowie unter Einbeziehung der verfügbaren Fachfirmen. Durch das Juli-Hochwasser hatte es eine Vielzahl von Schäden an und in den Gewässern gegeben. Dies betrifft sowohl Ufermauern und -böschungen als auch die Ablagerung von Geschiebe und Unrat, das sich in den Gewässern abgelagert hat und dadurch die Profile verengt.

Dabei geht der Wasserverband entsprechend der Gefährdungslagen priorisiert an den einzelnen Schadensstellen vor. Zunächst wurden Schadensstellen teilweise provisorisch gesichert, um im nächsten Schritt Maßnahmen durchzuführen, die z. B. auch Planungen und behördlicher Genehmigungen bedürfen. An Gewässern wurden an gefährdeten Stellen im Nachgang zum Hochwasser unmittelbar grobe Reinigungen vorgenommen, denen sukzessive die weiterhin erforderlichen Maßnahmen folgen. Eine solche Grobreinigung erfolgte auch am Hasselbach.

Zurzeit sichert der Verband dort ein tiefliegendes Grundstück mit Big-Packs und verlegt Eisenplatten, um darüber eine Zufahrt zum Bach für weitere Räumungsarbeiten zu erstellen. Die Räumung des Bachbetts selbst startet nach den Planungen des Verbands am 28.02.2022 durch eine Fachfirma. Bereits morgen wird ein Zaunrest unter der Brücke über den Bach entfernt, um im Hochwasserfall zu verhindern, dass es durch Anschwemmungen, die sich am Geflecht anlagern könnten, zu einer Verklausung im Gewässer kommt.

Beseitigung von Schäden an Ufermauern im Einzugsgebiet von Inde und Vicht

Das Extrem-Hochwasser im Sommer letzten Jahres hat insbesondere an der Inde und der Vicht über einhundert Schäden an Ufermauern und -befestigungen verursacht. Diese wurden vom Wasserverband Eifel-Rur und den örtlichen Behörden unter aktiver Mithilfe der Bevölkerung systematisch erfasst und kategorisiert. In Abstimmung des Wasserverbands mit den zuständigen Unteren Wasserbehörden der StädteRegion Aachen sowie der Stadt Aachen wurde auf Grundlage der einschlägigen Rechtsprechung durch diese festgelegt, wer für die Beseitigung der Schäden und die Wiederherstellung der Ufermauern verantwortlich ist.

Insbesondere Ufermauern in Innenstadtlagen haben oftmals neben der Sicherung des anliegenden Grundstücks eine übergeordnete wasserwirtschaftliche Funktion und sind durch den Gewässerunterhaltungspflichtigen, also den WVER, instand zu setzen. Darunter fallen auch diejenigen Ufermauern, die sich auf Privatgrundstücken befinden. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die erforderlichen Aufwendungen aus den Mitteln der staatlichen Wiederaufbauhilfe finanziert, so dass es nicht zu einer finanziellen Belastung der WVER-Mitglieder und der Menschen im Einzugsgebiet von Inde und Vicht kommt.

Ufermauen, die eine sog. „Anlage am Gewässer“ darstellen und keine wasserwirtschaftliche Relevanz haben, liegen dagegen in der Verantwortung der jeweiligen (privaten oder öffentlichen) Grundstückseigentümer. Dabei handelt es sich um Anlagen, die ausschließlich der Verbesserung bzw. Ermöglichung der Grundstücksnutzung dienen, z.B. für einen Garten, eine Firma, eine Straße oder einen Parkplatz. Auch in diesem Fall kann der Grundstückseigentümer Finanzmittel aus der staatlichen Wiederaufbauhilfe zur Wiederherstellung der Ufermauern beantragen.

Alle Betroffenen werden in den kommenden Tagen schriftlich vom WVER und den Unteren Wasserbehörden über die Sachlage zu ihrer Ufermauer informiert.

Aufgrund der Vielzahl der durch den WVER zu behebenden Schäden muss die zeitliche Abfolge der Arbeiten an den Ufermauern priorisiert werden. Sehr eilige, noch nicht behobene Schäden werden, nachdem temporäre Sicherungsmaßnahmen bereits kurz nach dem Hochwasserereignis durchgeführt wurden, vordringlich projektiert. Durch die große Zahl der Schäden an Ufermauern ist davon auszugehen, dass die Behebung aller Schäden insgesamt mehrere Jahre dauern wird.

Gehölzpflegearbeiten rund um das Hochwasserrückhaltebecken Herzogenrath

Der Wasserverband Eifel-Rur betreibt zwischen der Ruifer Straße und der Bergerstraße in Herzogenrath ein Hochwasserrückhaltebecken. Dies dient dem Schutz der Innenstadt bei einer stark erhöhten Wassermenge des Broicher Bachs. Das Becken ist permanent mit Wasser gefüllt und damit ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende. Im Normalfall kann es leicht auf einem Spazierweg umrundet werden.

Ab kommendem Montag, dem 14. Februar 2022, führt der Wasserverband Eifel-Rur entlang des Spazierwegs im Rahmen der regelmäßigen Gewässerunterhaltung Gehölzpflege- und Rückschnittarbeiten durch. Diese sind u.a. aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht erforderlich und mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Da die Arbeiten teilweise den Einsatz einer Hebebühne erforderlich machen, kann es zeitweilig zu Sperrungen auf dem Weg kommen. Die Arbeiten werden im Laufe einer Woche abgeschlossen sein. Ansprechpartner für diese Maßnahme ist Herr Erfried Lorenz, Tel.: 02421 4943407, erfried.lorenz@wver.de.

Unterhaltungsarbeiten an den Gewässern: WVER sucht Unternehmen

Der Wasserverband Eifel-Rur schreibt im Stadtgebiet Aachen, im Gebiet der Städteregion Aachen sowie für die Kreise Heinsberg und Düren Unterhaltungsarbeiten an den Gewässern aus.

Die Arbeiten beinhalten neben der Mahd an den Gewässern auch weitere Unterhaltungsarbeiten wie Gehölzarbeiten, Sicherung von Böschungen und Schachtarbeiten im Gewässerprofil. Diese Maßnahmen dienen nicht zuletzt dem Erhalt der Leistungsfähigkeit der Gewässer, auch bei starken Niederschlägen das Wasser abführen zu können.

Die Ausschreibung richtet sich vorrangig an Garten- und Landschaftsbauunternehmen. Diese finden weitere Informationen unter:
https://www.vergaben-wirtschaftsregion-aachen.de/VMPSatellite/notice/CXQ1YRRYZET