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WVER veröffentlicht Filmbeitrag zu den Hochwasserrückhaltebecken Herb und Uetterath

Am 18. November dieses Jahres hat der Wasserverband Eifel-Rur die beiden neuen Hochwasserrückhaltebecken bei Herb und Uetterath offiziell vorgestellt. Sie verbessern den Hochwasserschutz an der Kötteler Schar für die genannten Ortschaften sowie insbesondere für Heinsberg-Dremmen, indem sie den Abfluss der Kötteler Schar bei Starkregenereignissen drosseln und damit die Verrohrung des Gewässers in Dremmen entlasten.

Der Wasserverband hat dazu einen Filmbeitrag erstellt, der für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich ist, und zwar über den Youtube-Channel unseres Verbands. Dazu kann man entweder bei Youtube den Suchbegriff „Wasserverband Eifel-Rur“ oder den Link https://www.youtube.com/watch?v=rPwCxjzByII eingeben.

Wasserverband hat den Hochwasserschutz von Heinsberg-Dremmen durch den Bau von Hochwasserrückhaltebecken verbessert

Der Wasserverband Eifel-Rur hat auf auf dem Gebiet der Stadt Heinsberg am Gewässer Kötteler Schar bei Uetterath und Herb zwei Hochwasserrückhaltebecken errichtet. Diese wurden jetzt durch den Vorstand des WVER, Herrn Dr. Joachim Reichert, Herrn Kai Louis, dem Bürgermeister der Stadt Heinsberg, und Herrn Erfried Lorenz, dem zuständigen Projektingenieur des WVER, offiziell vorgestellt.

Beide Becken schützen die Ortslage Heinsberg-Dremmen vor einer möglichen Überschwemmung durch die Kötteler Schar. Diese verläuft verrohrt durch Dremmen und ist inzwischen unter anderem durch weitere Flächenversiegelungen an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gekommen. Ohne den Bau der vorgenannten Becken kann der vorgesehene 100jährliche Hochwasserschutz deshalb nicht mehr gewährleistet werden.

Die Becken in Uetterath und Herb werden den Zufluss der Kötteler Schar soweit drosseln, dass die verrohrte Gewässerführung entlastet wird. Das weiter oberhalb gelegene Becken in Uetterath weist ein Rückhaltevolumen von 7.100 Kubikmetern auf. Es verfügt über eine feste Drossel an seinem Auslauf, die im Bedarfsfall nur eine Wassermenge von maximal 750 Litern in der Sekunde durchlässt.

Das weitaus größere Becken entstand bei Herb. Sein Rückhaltevolumen liegt bei 23.800 Kubikmetern. Es wird in Abhängigkeit von der Belastung der Verrohrung mit Regenwassereinleitungen automatisch gesteuert: Je nach Füllstand in der Verrohrung kann das Becken durch eine veränderbare Drosselung die Wasserführung der Kötteler Schar auf eine Abflussmenge von bis zu 350 Litern in der Sekunde herunterfahren.

Die Erdmassen für die Dammkörper, die zur Schaffung der Hochwasserrückhalteräume erforderlich waren, stammen aus der Renaturierungsmaßnahme an der Wurm bei Burg Trips, die der WVER bereits 2018 abgeschlossen hatte.

Die Bauausführung hat im Februar 2019 begonnen und wurde im Dezember 2019 abgeschlossen.

Die Gesamtkosten der beiden Becken liegen bei ca. 1,9 Mio. Euro, davon ca. 1,1 Mio € reine Baukosten.

Der Heinsberger Bürgermeister Kai Louis (l.) und Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert bei der Vorstellung der neuen Hochwasserrückhaltebecken Herb und Uetterath
Gebietsingenieur Erfried Lorenz, beim WVER zuständig für das Bauprojekt, erläutert die Funktionsweise der Hochwasserrückhaltebecken
Blick in das Hochwasserrückhaltebecken Herb
Auslaufbauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens Herb
Blick in das Hochwasserrückhaltebecken Uetterath mit dem Auslaufbauwerk

Hochwasserberatung durch Experten in Geilenkirchen und Heinsberg

Das Extremhochwasser Mitte Juli hat viele Orte stark getroffen. So auch Geilenkirchen und Heinsberg. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich:

  • Dienstag, den 05.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Geilenkirchen, Markt
  • Mittwoch, den 06.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Innenstadt, Markt
  • Donnerstag, den 07.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Kirchhoven, Waldfeuchter Straße 194 (Parkplatz Stadtwerke Heinsberg)
  • Montag, den 11.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Randerath, Marktplatz (Buschstraße 33)

Die Standorte des Informationsmobils können auch unter  https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Eventuell von Hochwasser betroffene Bereiche sind anhand der Hochwasserrisikomanagementplanung auch als Karten und Pläne ersichtlich, etwa über den Link https://service.heinsberg.de/suche/-/vr-bis-detail/dienstleistung/41260/show.