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Warnung zum Wassersport aufgehoben

Der Wasserverband Eifel-Rur hebt die Warnung zum Befahren des Rursees mit Wassersportfahrzeugen wieder auf. Das Treibgut, das durch das Hochwasser in die Talsperre gelangt ist, hat sich größtenteils in den Uferböschungen abgelagert.

Das Baden im Rursee ist nur an eigens dafür ausgewiesenen Badestellen erlaubt, nämlich dem Badestrand Eschauel und der Neuen Mitte Woffelsbach. Die Überwachung der Gewässergüte am Badestrand Eschauel liegt in der Zuständigkeit der Gesundheitsamtes des Kreises Düren. Der Wasserverband bittet Badewillige, sich entsprechend dort zu informieren, ob ein Baden gefahrlos möglich ist.

Der Wasserverband betont, dass nicht nur im Zusammenhang mit den Einträgen aus dem Hochwasser, sondern generell für den Wassersport das Prinzip der eigenverantwortlichen Entscheidung gilt.

Wasserverband warnt vor wassersportlichen Aktivitäten auf der Rurtalsperre und den Staubecken

Die Hochwasserereignisse der letzten Tage haben auch zu einer großen Verunreinigung der Talsperren geführt. Nicht zuletzt daraus entstehen Gefährdungen für eine wassersportliche Nutzung der Rurtalsperre und der beiden Staubecken Heimbach und Obermaubach.

An der Oberfläche befindet sich Treibgut wie z. B. Baumstämme, die zu einer Gefährdung von Seglern, Surfern und Schwimmern führen können. Da der Wasserstand in den Talsperren noch immer sehr hoch ist und in den nächsten Tagen bleiben wird, könnten Wassersport Treibende auch versucht sein, vom Hauptsee in den Obersee zu gelangen, da sich beide in etwa auf einer Höhe befinden und die Überlaufschwelle nicht gut zu erkennen ist. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass das Wasser durch Stoffe verschmutzt sein kann, die gesundheitsgefährdend sein können.

Als Eigentümer der Seeflächen und der Stauanlagen sieht sich der Verband im Interesse der Seenutzer gehalten, vor jeglicher wassersportlichen Nutzung in der nächsten Zeit zu warnen. Er ist sich dabei der Tatsache bewusst, dass die Warnung in der Sommersaison auch Auswirkungen auf den Tourismus hat, dem sich nach den Lockerungen der entsprechenden Corona-Schutzverordnung nun wieder neue Möglichkeiten eröffnen.

Der Wasserverband beprobt und analysiert fortlaufend die Gewässergüte. Außerdem wird der Rursee im Anschluss an die Reinigung der Urfttalsperre und des Obersees ebenfalls von gefährlichem Treibgut befreit. Gleiches gilt für die beiden Staubecken in Heimbach und Obermaubach.

Der Wasserverband hofft auf das Verständnis und appelliert an das eigenverantwortliche Handeln der Erholungssuchenden am See. Auf dieser Grundlage kann ein Verbot noch vermieden werden. Zugleich bittet er zu bedenken, dass in der näheren Umgebung der Rurtalsperre Menschen ihr Leben und auch ihre Existenzgrundlagen durch das extreme Hochwasser verloren haben.

Mitteilung des WVER zu den für das kommende Wochenende erneut zu erwartenden Niederschlägen

Zum Wochenende hat der DWD erneute Niederschläge vorhergesagt. Diese fallen diesmal jedoch wesentlich geringer aus als beim zurückliegenden Hochwasserereignis. Zudem sind sie örtlich begrenzt.

Der Wasserverband schafft in Abstimmung mit der Bezirksregierung weiterhin durch eine erhöhte Abgabe in seinen Talsperren Platz für den zusätzlich erwarteten Regen – besonders in der Urft- und in der Rurtalsperre. Die Niederschläge können dadurch in Summe vollständig aufgenommen werden.

Oleftalsperre und Wehebachtalsperre haben auch während des Hochwasserereignisses genügend Speichervolumen aufgewiesen. Dies gilt auch jetzt.

An den Gewässern wie Inde und Wurm lässt sich ein starker Rückgang in Richtung der normalen Pegelstände beobachten. Diese Flüsse können nicht durch Talsperren reguliert werden.

Im Rahmen der Vorhersage der Niederschläge werden in Summe keine weiteren Überflutungen erwartet. Es sind jedoch örtliche Starkregenereignisse möglich.

Durch das zurückliegende Extremhochwasser ist es streckenweise zu Beschädigungen des Ufers und des Gewässerbetts gekommen. Dies gilt besonders für das Flussgebiet der Inde und Vicht. Ähnliche Auswirkungen sind für das Flussgebiet der Urft und Olef berichtet worden.

Durch erhöhte Pegelstände kann es vereinzelt zu weiteren Schäden kommen.

Bitte beachten Sie zur weiteren Entwicklung die Informationen auf unserer Homepage www.wver.de. Diese sind über das rote Laufband direkt abrufbar.

Auch Kläranlagen des WVER vom Hochwasser betroffen

Das gewaltige Hochwasser, das in unserer Region massive Schäden verursacht hat, ist auch an vielen Kläranlagen des Verbandes nicht spurlos vorübergegangen. Besonders betroffen waren die Kläranlagen in der Eifel. So wurden die Anlagen in Schleiden, Gemünd, Urft-Nettersheim, Kall, Marmagen, Mulartshütte und Roetgen überflutet. In Eschweiler überschwemmte die benachbarte Inde die dortige Kläranlage vollständig. Das an der westlichen Landesgrenze verlaufende Gewässer, die Wurm, uferte auf die Kläranlage Frelenberg aus. Auch eine Vielzahl von Regenüberlaufbecken und Pumpwerken wurde unter Wasser gesetzt. Die Reinigung des Abwassers ist auf den vorgenannten Anlagen weitgehend zum Erliegen gekommen.

Der Wasserverband arbeitet mit Hochdruck und dem Einsatz aller personellen und technischen Kapazitäten daran, alle Schäden zu erfassen und die Anlagen wieder in Funktion zu setzen. Ziel ist es dabei zunächst, die wichtigsten Anlagenteile wieder ans Laufen zu bringen, um einen geregelten Abfluss des Abwassers wiederherzustellen. Dazu sollen auch die Abwasserkanäle entlastet werden, die noch hoch eingestaut sind. Zum Teil konnten hier bereits erste Erfolge erzielt werden:

So konnten die Kläranlagen Mulartshütte, Roetgen und Frelenberg ihren Betrieb bereits wieder aufnehmen. Auf der Kläranlage Marmagen kann die biologische Reinigungsstufe voraussichtlich diese Woche wieder anlaufen.

Bei den Sonderbauwerken gestaltet sich alleine die Schadensermittlung jedoch besonders schwierig, weil diese z.T. noch gar nicht zugänglich sind, besonders in Stadtteilen, die nach wie vor unter Wasser stehen. Außerdem muss oft zunächst erst einmal die Stromversorgung sichergestellt werden.

Da die Gewässer durch die entstandenen Schäden auch in ihrer Güte beeinträchtigt sind, etwa durch ausgelaufenes Öl aus Gebäuden und Fahrzeugen und anderweitig abgeschwemmte Schmutzstoffe, ist eine Wiederherstellung der Abwasserreinigung zum Schutz der Gewässer und der Umwelt unabdingbar. Der Wasserverband steht über den Fortgang der Entwicklungen in ständigem Austausch mit der Bezirksregierung Köln. Der Verband weist darauf hin, dass viele Anlagenteile, wie z.B. die Elektroschaltschränke komplett erneuert werden müssen. Es wird deswegen einige Zeit dauern, bis die Abwasserreinigung wieder die volle Leistungsfähigkeit wie vor dem Hochwasser erreichen wird.

Im Bereich von Kreuzau und Düren war durch die Niederschläge und durch den hohen Grundwasserstand, nicht zuletzt auch wegen der hohen Abgabe aus dem Talsperrensystem, der Hauptsammler fast bordvoll gefüllt. Die Kläranlage verzeichnete einen deutlich höheren Zufluss. Der WVER konnte hier in enger Zusammenarbeit mit den großen Betrieben der Papierfabrikation verabreden, dass diese ihre Produktion drosselten, um ihrerseits aktiv zur Entlastung des Hauptsammlers beizutragen. Inzwischen sind die hier aufgetretenen Beeinträchtigungen bereits wieder abgeklungen.

Die Kläranlage Eschweiler wurde von der Inde völlig überflutet
Die Kläranlage Urft-Nettersheim wurde von der Urft unter Wasser gesetzt