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Direktmaßnahmen zum Hochwasserschutz an Urft und Olef auf Homepage veröffentlicht

Als Folge des Katastrophenhochwassers vom Juli 2021 haben sich die Kommunen Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Kall, Nettersheim und Schleiden mit dem Kreis Euskirchen und dem Wasserverband Eifel-Rur zu einer interkommunalen Zusammenarbeit zusammengeschlossen. Ziel ist es, unter der Federführung des WVER bis 2026 für das Einzugsgebiet von Urft und Olef ein umsetzungsreifes Hochwasserschutzkonzept zu erarbeiten. Dabei geht es sowohl um die Sicherstellung eines für die 100-Jährlichkeit ausgelegten – und teilweise auch darüber hinausgehenden – Hochwasserschutzes als auch um die Verbesserung der Resilienz gegen Extremereignisse.

Dazu werden sowohl die Landschaft als auch die nach der Hochwasserkatastrophe neu vermessenen Gewässer digital abgebildet („Digitaler Zwilling“). Anhand der Modelle und entsprechender Simulationen können anschließend die Wirksamkeit und das Zusammenspiel der Maßnahmen überprüft werden. Die Aufstellung der Modelle und die erforderlichen Rechenläufe werden jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Jahr 2026 wird das Hochwasserschutzkonzept Urft/Olef mit konkreten Vorgaben für die Projektumsetzung vorliegen.

Bereits im Vorfeld der Modellierung wurden zahlreiche sog. „Direktmaßnahmen“ erarbeitet, die sich teilweise schon in Bearbeitung, Planung oder Umsetzung durch die Kommunen befinden. Damit werden kurzfristig erste Verbesserungen des Hochwasserschutzes erzielt. Direktmaßnahmen beschreiben hierbei Maßnahmen, die

  • ohne vorherige Modellrechnungen als wirksam betrachtet werden,
  • zeitnah in die Planung und Umsetzung gehen können und
  • keine negativen Auswirkungen auf die Gewässer-Ober- und -unterlieger haben.

Dabei handelt es sich etwa um Gewässer-Aufweitungen, welche die Fließgeschwindigkeiten und den Wasserstand lokal senken können. Auch Treibgutfallen verbessern örtlich den Schutz, denn sie nehmen gezielt Treibgut auf, das dann an Brücken und Durchlässen den Wasserabfluss nicht mehr beeinträchtigen kann. Hochwasserrückhaltebecken schützen Ortslagen, indem sie Wasser aus stark angestiegenen Gewässern aufnehmen und nur eine unschädliche Wassermenge nach unterhalb abgeben.

Die Direktmaßnahmen können ab dem 3. Jahrestag der Hochwasserkatastrophe am 14. Juli 2024 nun öffentlich im Internet eingesehen werden. Dazu wurde eine bereits bestehende Homepage des WVER ergänzt. Sie beinhaltet bisher schon einen entsprechenden Masterplan für das Einzugsgebiet von Inde und Vicht und ist nun um das Einzugsgebiet von Urft und Olef erweitert worden.

Auf der Homepage finden Interessierte jetzt auch für das Einzugsgebiet von Urft und Olef inkl. der zugehörigen Nebengewässer Informationen zu den einzelnen Direktmaßnahmen. Im weiteren Verlauf werden die Informationen kontinuierlich aktualisiert, so dass sich die Bevölkerung stets über den aktuellen Stand der jeweils interessierenden Maßnahme informieren kann. Besucherinnen und Besucher der Homepage können dazu eine digitale Landkarte aufrufen, auf der die einzelnen Direktmaßnahmen an Urft und Olef als Symbole abgebildet sind. Außerdem werden anhand von konkreten Beispielen die verschiedenen Arten der Maßnahmen exemplarisch dargestellt.

Die Homepage enthält darüber hinaus auch nützliche Hinweise und Tipps, wie sich mögliche Betroffene zukünftig auch selbst vor Hochwasser schützen können. Hochwasserschutz ist nämlich eine gemeinschaftliche Aufgabe, an der alle, Kommunen, Kreise, der Wasserverband, aber auch Privatpersonen und Unternehmen, mitarbeiten müssen. Die Homepage kann über www.hochwassergefahrenvorbeugen.de angesteuert werden.

Interkommunale Zusammenarbeit zum Hochwasserschutz: Workshop diskutiert Vorschläge zu potenziellen Maßnahmen

Die Kommunen Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Kall, Nettersheim und Schleiden sowie der Kreis Euskirchen und der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) haben sich zu einer Interkommunalen Zusammenarbeit zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Konzept zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an Urft und Olef zu erstellen. Das Konzept wird alle Maßnahmen enthalten, die sich als wirksam und grundsätzlich umsetzbar erweisen.

Dazu wurden zunächst auf Fachebene Workshops für jedes Gemeindegebiet durchgeführt, in denen Maßnahmenideen entwickelt, eingesammelt und aufgeschrieben wurden. Am 17.06.2024 trafen nun die Kooperationspartner in Hellenthal zu einem gemeinsamen Workshop zusammen, auf dem die Ideensammlungen gegenseitig vorgestellt und zu einem Gesamtkatalog zusammengestellt wurden.

Eingeladen waren dabei auch weitere Organisationen und Einrichtungen, die zur Findung der Maßnahmenvorschläge wichtig sind. Dazu gehörten die Biologische Station des Kreises Euskirchen, die Naturschutzverbände NABU, BUND und der Euskirchener Kreisverband Natur- und Umweltschutz (KNU) ebenso wie die Kreisbauernschaft, der Rheinische Landwirtschaftsverband und die Landwirtschaftskammer NRW. Dazu kamen das Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde, die Bezirksregierung Köln und seitens des Kreises Euskirchen der Katastrophenschutz, die Untere Wasserbehörde (UWB) sowie die Untere Naturschutzbehörde (UNB). Die Kommunen waren durch ihre Bürgermeister oder deren Vertreter sowie die zuständigen Fachabteilungen vertreten. Insgesamt nahmen an dem ganztägigen Workshop über 40 Experten und Interessensvertreter teil.

Gewässerdezernent Dr. Gerd Demny, der Leiter der Grundlagenplanung, Dr. Torsten Rose, und Projektleiter Johannes Thelen vom WVER erläuterten zunächst noch einmal die Entstehung des vom Land NRW geförderten Projekts zur Konzepterstellung sowie den aktuellen Zwischenstand. „Für die erste Ideensammlung wurden in der Workshopserie 140 Maßnahmen vorgeschlagen, die nun auf ihre Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit zu prüfen sind“, so Dr. Demny.

Beim Workshop kam es zu einem wertvollen Austausch zwischen den verschiedenen Teilnehmern, um von deren Einschätzung der Maßnahmen zu profitieren oder um weitere Maßnahmen zu ergänzen. „Sollten Bedenken gegen Maßnahmen entstehen, können wir rechtzeitig ins Gespräch kommen und in den weiteren Schritten zur Maßnahmenfestlegung berücksichtigen“, hob der Gewässerdezernent die Bedeutung des Workshops hervor.

Im nächsten Schritt wird eine Art „digitaler Zwilling“ der Gewässer und der Topografie im Untersuchungsgebiet erstellt. Grob gesprochen entsteht dabei die reale Landschaft im Rechner digital noch einmal neu. Dazu sind im vergangenen Jahr die wichtigsten Gewässer im Einzugsgebiet der Urft und Olef neu vermessen worden, um eine möglichst realitätsnahe und aktuelle Abbildung zu erhalten.

In diese digitale Landschaft werden nun die vorgeschlagenen Maßnahmenideen eingebaut und auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich des Hochwasserschutzes überprüft. Die Maßnahmen, die sich dabei als plausibel herausstellen, fließen in das Hochwasserschutzkonzept ein. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, wie die Maßnahmenideen in Kombination miteinander wirken und dass sie gut aufeinander abgestimmt sind. Dies erfordert ein aufwändiges, iteratives Vorgehen. Erst wenn das Konzept insgesamt in sich schlüssig aufgestellt ist, können die Maßnahmen für die Umsetzung empfohlen und durch die Kommunen weiter beplant und umgesetzt werden.

Mit dem durchgeführten Workshop ist ein wichtiger Meilenstein erreicht worden, es liegen nun praktisch alle wesentlichen Maßnahmenideen vor. Der nächste Meilenstein ist der Aufbau des digitalen Zwillings im Computermodell, mit dem dann die Wirksamkeit der Maßnahmenideen überprüft und die zielführendste Maßnahmenkombination identifiziert werden. Nach diesem zeitaufwändigen, aber notwendigen Prozess werden die Kooperationspartner das gemeinsame Hochwasserschutzkonzept für das Einzugsgebiet von Urft und Olef im Jahr 2026 verabschieden und mit der Maßnahmenumsetzung beginnen.

Die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Workshop in Hellenthal

Lagebericht zur Abflusssituation in Gewässern des Verbandgebietes

(Stand: 12.01.2024, 11:21 Uhr)

Die kalte Witterung mit nur leichten Niederschlägen bzw. Schneefällen führt in den Gewässern des Verbandsgebiets durchweg zu weiter sinkenden Pegelständen.

Durch die Beruhigung der kalten Wetterlage sind die Zuflüsse zum Talsperrensystem des WVER sowie die Pegelstände der im Verbundsystem enthaltenen Olef-, Urft- und Rurtalsperre weiter gesunken.  Die aktuelle Abgabe von 40 m³/s ab Staubecken Heimbach wird aber noch aufrechterhalten werden müssen, um die notwendigen Hochwasserschutzräume vollständig frei zu bekommen.“
Die Wetterlage und die Wasserstände werden durch den Verband weiterhin aktiv beobachtet.
Weitere Informationen zu den Pegeln und Niederschlägen finden Sie unter Pegelverlauf | WVER und Hochwasserportal.NRW.

gemeinsame pressemitteilung der stadt jülich und des wver: Infoveranstaltung „Hochwasserschutz/Schutz vor starkregen in jülich-broich“ am 12.12.2023

Hochwasserereignisse und Starkregen haben in der Vergangenheit stark zugenommen. Auch das Gebiet der Stadt Jülich ist davon betroffen. Das letzte Ereignis am 22.06.2023 hat besonders die Ortslage Jülich-Broich stark betroffen.

Der Wasserverband Eifel-Rur und die Stadt Jülich laden deswegen am 12. Dezember 2023 ab 19:00 Uhr alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Infoveranstaltung zur zukünftigen Verbesserung des Hochwasserschutzes in die Bürgerhalle Broich ein.

Ebenso wird das HochwasserKompetenzCentrum e.V. darüber informieren, wie sich Bürgerinnen und Bürger auch selbst schützen können.

Arbeiten am Hochwasserschutzkonzept an Urft und Olef schreiten voran

„Für einen effektiven Hochwasserschutz muss ein Gewässer ganzheitlich, von der Quelle bis zur Mündung betrachtet werden“, erläutert das Team um Dr. Joachim Reichert, Vorstand des WVER, im gemeinsamen Gespräch zwischen den Kommunen und dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER). Vor diesem Hintergrund schlossen die Kommunen Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Kall, Nettersheim und Schleiden in Zusammenarbeit mit dem Kreis Euskirchen und dem WVER eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Erarbeitung eines interkommunalen Hochwasserschutzkonzeptes. Das entstehende Konzept soll über das Land Nordrhein-Westfahlen gefördert werden. Die Details der Förderung befinden sich momentan in der Abstimmung zwischen den Vertragspartnern und der Bezirksregierung Köln.

Das formale Verfahren des Förderantrags benötigt wegen der verschiedenen behördlichen Abstimmungsaspekte viel Zeit. Die Erarbeitung des Hochwasserschutzkonzeptes selbst erfordert darüber hinaus einige Grundlagendaten. Um bereits parallel zur Antragsstellung einen Grundstein für das bevorstehende Konzept zu legen, wurden in enger Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Köln bereits Risikogewässer festgelegt und vermessen. Darüber hinaus wurden die Abflüsse des Hochwasserereignisses 2021 anhand von aktualisierten Rechenmodellen der Pegel an Urft und Olef ermittelt. Über eine Abschlussarbeit der RWTH Aachen wurden die Pegelabflüsse in einen historischen Kontext eingeordnet. In Folge werden diese zudem – in Kooperation mit der Bezirksregierung Köln und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) – statistisch ausgewertet. Die so gewonnenen Erkenntnisse bilden im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes das Fundament für die Dimensionierung von konkreten Maßnahmen.

Als Teil des ganzheitlichen Hochwasserschutzkonzepts können auch kleinere, lokal wirksame Direktmaßnahmen, die den Hochwasserschutz nachhaltig verbessern, definiert werden. Unter diesem Aspekt fand bereits im April 2022 eine Serie an Direktmaßnahmen-Workshops zur Festlegung von ersten, zeitnah durchführbaren Maßnahmen statt. Mit Unterstützung verschiedener Fachexpertinnen und Fachexperten wurden hier 37 mögliche Vorhaben identifiziert, von denen sich bereits einige in Beantragung und Planung durch die jeweiligen Kommunen befinden.

Beispiel für eine mögliche Schutzmaßnahme: Errichtung eines so genannten Hochwasserrückhaltebeckens. Eine Fläche, durch die ein Gewässer fließt, wird eingedeicht und mit einem Auslaufbauwerk versehen. Bei heftigem Zufluss wird durch das Bauwerk nur eine gedrosselte Menge Wasser herausgelassen, die für den Unterlauf unschädlich ist. Der Rest des Wassers wird im Becken gestaut und fließt nach Ende des Regenereignisses nach und nach ab. Die Becken können entsprechend der Bedürfnisse, einer passenden Fläche und der Flächenverfügbarkeit dimensioniert werden. Das hier abgebildete Becken befindet sich in Uetterath im Kreis Heinsberg.

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WVER informiert über Hochwasserschutz im Einszugsgebiet von Inde und Vicht

Anlässlich der schlimmen Auswirkungen des Hochwassers vom Juli 2021 wird der Wasserverband den 2. Jahrestag der Katastrophe zum Anlass nehmen, um über den Fortgang der Schadensbeseitigung und weitergehende Planungen zur Steigerung der Hochwasserresilienz zu berichten. Diese Themen werden Fokusthemen des neuen Newsletters sein, den der Verband herausgibt. Ebenso wird es Blogbeiträge geben, die einzelne Aspekte zum Hochwasser aufgreifen.

Während die Blogbeiträge auf der Homepage www.wver.de frei zugänglich sind, muss man sich zum Erhalt des Newsletters über dieselbe Homepage anmelden. Um den aktuellen Newsletter zu beziehen, muss die Anmeldung jedoch bis einschließlich zum 11. Juli erfolgen, weil er am Folgetag verschickt wird.

Da es zum Fortgang der Schadensbeseitigung durch den WVER auch Anregungen sowie Kritik aus der Öffentlichkeit gab, wird der Verband in Eschweiler und Stolberg in der Zeit vom 23. – 25. August 2023 eine Gewässerbegehung durchführen, an der auch die Untere Wasserbehörde der Städteregion teilnehmen wird. Dabei werden auch geäußerte Kritikpunkte untersucht. Die Gewässerbegehung steht interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Details dazu werden noch öffentlich bekannt gegeben.

Hochwasserschutz Vicht: Planfeststellung beginnt

Der Wasserverband Eifel-Rur wird an der Vicht bei Rott und Mulartshütte zwei große Rückhaltebecken errichten, die den Hochwasserschutz an dem Flusslauf bis nach Stolberg und auch bis nach Eschweiler hinein signifikant verbessern.

Mit der Planung zum Hochwasserschutz an der Vicht wird der Schutz vor einem Hochwasserereignis mit einer Hundertjährlichkeit erreicht. Und selbst bei größeren Hochwasserereignissen kommt es zu einer Verzögerung des Wasserabflusses.

Auf einer gut besuchten Bürgerversammlung in Rott am 11. Januar 2023 hatte der Verband die Planungen vorgestellt, die er am 25.01.2023 offiziell mit Antrag auf Planfeststellung bei der Bezirksregierung Köln einreichte.

Nun erfolgt das tatsächliche Verfahren, in dem Betroffene Anregungen und Bedenken einbringen können. Dazu werden die Planungsunterlagen offengelegt.

Die Offenlegung beginnt am 03. Mai und endet am 02. Juni dieses Jahres. Die Unterlagen können in den Rathäusern von Stolberg, Roetgen und Aachen eingesehen werden. Außerdem hat die Bezirksregierung einen Link zu den Unterlagen auf ihre Homepage gesetzt, über den die Unterlagen ebenfalls ab dem 03. Mai eingesehen werden können.

Betroffene können ihre Einwendungen bis zum 03. Juli 2023 bei den Rathäusern oder bei der Bezirksregierung schriftlich oder zur Niederschrift einreichen.

Offenlegungen:

Gemeinde Roetgen, Hauptstraße 55, 52159 Roetgen, Frau Breda, Raum 22, Mo. – Fr. 08:00 – 12:00 Uhr, Di. auch von 14:00 bis 15:30 Uhr, Do. auch 14:00 – 17:30 Uhr.

Stadt Stolberg, Bürgerservice, Frankentalstr. 16, 52222 Stolberg (ehem. AOK-Gebäude), Erdgeschoss, Mo. – Mi. 08:00 – 16:00 Uhr, Do. 08:00 – 17:30 Uhr, Fr. 08:00 – 12:30 Uhr.

Stadt Aachen, Fachbereich Klima und Umwelt, Reumondtstr. 1, 52064 Aachen, Mo. – Fr. 09:00 – 13:00 Uhr sowie Mo. – Do. auch von 14:00 bis 16:00 Uhr. Ein Terminvorschlag ist hier vorab unter umwelt@mail.aachen.de zu vereinbaren.

Bezirksregierung:
Link zu den Planungsunterlagen: Unter https://url.nrw/planfeststellung_gewaesserausbau.

Schriftliche oder niederschriftliche Einwendungen:

Rathaus der Gemeinde Roetgen, Hauptstr. 55, 52159 Roetgen
Rathaus der Stadt Stolberg, 11 – 13, 52222 Stolberg
Stadt Aachen: Fachbereich Klima und Umwelt, 52058 Aachen
Bezirksregierung Köln: Zeughausstraße 2 – 10, 50667 Köln

Eingereichte Einwendungen werden im Zuge eines Erörterungstermins mit denjenigen, die die Einwendungen erhoben haben, besprochen.

Im Anschluss an die Erörterung wird der Wasserverband Eifel-Rur die entsprechenden Ergebnisse in der weiteren Planung berücksichtigen.

Wasserverband testet Pumpen in Heimbach-Hasenfeld / Wanderweg am Fuß der Rurtalsperre wieder frei

Der Wasserverband Eifel-Rur hatte sich nach den Erfahrungen einer Kanalhavarie in der Dürener Renkerstraße sieben Pumpen in drei verschieden Leistungsklassen angeschafft. Diese Hochleistungspumpen können gestaffelt eingesetzt werden, sodass sie das anfallende Abwasser im Hauptsammler 11 auf seiner gesamten Strecke im Falle einer Havarie an der Schadstelle vorbeiführen können. Seinerzeit musste die Notwasserhaltung mit Pumpen des THW und vielen Schläuchen provisorisch gelegt werden, bevor entsprechende Pumpen für den Dauerbetrieb gemietet werden konnten.

Da der WVER die angeschafften dieselbetriebenen Pumpen nicht alleine einsetzen kann, hat er dazu eine Kooperation mit dem THW abgeschlossen. Am Samstag, den 11.03.2023, wird es dazu eine Übung geben, bei der Fachkräfte beider Organisationen an den Pumpen geschult werden. Zugleich werden diese in einem 10stündigen Betrieb einem Funktions- und Stresstest unterzogen. Die Übung wird in Heimbach-Hasenfeld am dortigen Staubecken durchgeführt. Das Becken befindet sich im Besitz des Verbands. In unmittelbarer Nähe zum Jugendstilkraftwerk wird neben der Brücke Kleestraße über das Staubecken Wasser abgepumpt und unmittelbar wieder in das Becken zurückbefördert.

Dazu wird der Parkplatz an der Straße Langerscheidt vor dem Kraftwerk genutzt. Die Straße selbst bleibt weiter passierbar.

In den Morgenstunden werden die Pumpen angeliefert und aufgebaut; der Pumpbetrieb startet um 09:30 Uhr. Durch Saugkörbe ist sichergestellt, dass beim Pumpen keine Fische mit angesaugt werden. Eine Aufwirbelung von Sedimenten mit einer entsprechenden Trübung wird ebenfalls ausgeschlossen sein.

Neben dem WVER werden Kräfte des THW aus Euskirchen und Simmerath zum Einsatz kommen. Es werden insgesamt vier Pumpen zum Einsatz kommen: Zwei Pumpen können 7.500 Liter pro Stunde befördern, eine dritte Pumpe schafft 15.000 Liter pro Stunde und die größte Pumpe befördert stündlich 25.000 Liter.

Am Abend wird die Übung beendet, und die Gerätschaften werden wieder abtransportiert.

Der Wasserverband Eifel-Rur teilt weiterhin mit, dass ab Samstag auch die bestehende Sperrung des Wanderwegs zum Fuß der Rurtalsperre mit dem Grundablassgebäude wieder geöffnet ist. Er war wegen der Bauarbeiten zur Sanierung der Hochwasserentlastung gesperrt worden. Das Gelände im Bereich der Brücke über die Hochwasserentlastung wurde als Aufstellfläche für die Baumaßnahme sowie als Kranstandort benötigt worden und konnte deswegen aus Sicherheitsgründen bisher nicht betreten werden.

Der Wasserverband Eifel-Rur informiert über den Hochwasserschutz in den Heinsberger Ortsteilen Horst und Randerath

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) informiert die örtliche Bevölkerung in Horst und Randerath sowie Interessierte über den Fortgang und die konkreten Planungen zu Hochwasserschutzmaßnahmen an der Wurm in den genannten Ortslagen. Neben einer Aufweitung des Gewässerbettes der Wurm in Randerath sind in beiden Ortschaften Schutzdeiche und -mauern vorgesehen.

Die Informationsveranstaltung steht allen Interessierten offen und wird am Donnerstag, den 9. März 2023, um 18 Uhr in der Bürgerhalle Horst, Rickenbacher Weg 1, stattfinden. Fachleute des WVER stellen den aktuellen Planungsstand vor und geben einen Ausblick auf die weitere Projektumsetzung. Im Anschluss stehen sie für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung.

Temporäre Big Bags zum Hochwasserschutz an der Straße „Auf dem Driesch“ in Weisweiler werden wieder entfernt

Nach dem Hochwasser vom Juli des letzten Jahres wurden hinter dem Hochwasserschutzdeich in Weisweiler an der Straße Auf dem Driesch Big Bags als zweite Schutzlinie aufgebaut. Dabei handelt es sich um sehr große und schwere, mit Sand gefüllte Säcke. Bei dem Hochwasser war der Deich überströmt worden. Der eigentliche Erddeich geht in eine Hochwassermauer über. An der Übergangsstelle war zudem eine Lücke entstanden. Durch die Regenfälle wurde der Deich darüber hinaus durchnässt.

Da etwa eine Woche nach dem Hochwasser erneut starke Regenfälle angesagt wurden, ließ der Wasserverband Eifel-Rur die erwähnten Big Bags als zweite Verteidigungslinie aufstellen. Zu dieser Zeit konnte nämlich nicht sichergestellt werden, dass der durchweichte Deich einem weiteren Hochwasser Stand halten würde.

Der Deich wurde inzwischen begutachtet und es wurden keine Mängel festgestellt. Deswegen werden die Big Bags nun entfernt. Zugleich wird die Fehlstelle am Übergang vom Erddeich zur Mauer wieder Instand gesetzt. Der Abbau der Big Bags an der Straße Auf dem Driesch wird ab Mitte nächster Woche erfolgen.

Hochwassergefahren vorbeugen – Masterplan für Inde und Vicht wird öffentlich vorgestellt

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat nach der Hochwasser-Katastrophe vom Juli des letzten Jahres in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasserbau der RWTH Aachen University, weiteren Fachexpertinnen und -experten aus der Wasserwirtschaft sowie den betroffenen Kommunen einen Masterplan für das besonders hart getroffene Einzugsgebiet von Inde und Vicht erstellt. Dieser Masterplan umfasst bisher 63 Projekte mit über 170 Einzelmaßnahmen. Mit diesen soll die Widerstandsfähigkeit gegen zukünftige Hochwasserereignisse erhöht werden.

Der Masterplan wird nun auch der breiten Öffentlichkeit in den Kommunen vorgestellt. Dazu gibt es eine Reihe von Infoständen, bei der sich Bürgerinnen und Bürger über die vorgeschlagenen Maßnahmen informieren können. Außerdem nehmen die Expertinnen und Experten des Wasserverbands gerne auch Anregungen und Vorschläge aus der Bevölkerung auf. Der Masterplan ist dynamisch und soll weiterentwickelt werden.

Die Termine im Einzelnen:

11.09.2022, 10:00 – 18:00, Gemeinde Langerwehe, Pastoratsweg 1, 52379 Langerwehe (im Rahmen des Eifelmarkts)

13.09.2022, 16:00 – 18:00, Gemeinde Inden im Bürgerhaus Inden/Altdorf (Geuenicher Straße 38, 52459 Inden)

15.09.2022, 14:00 – 18:00, Stadt Eschweiler, Foyer des Rathauses (Johannes-Rau-Platz 1, 52249 Eschweiler)

16.09.2022, 14:00 – 18:00, Stadt Stolberg (Kaiserplatz, 52222 Stolberg)

29.09.2022, 18:00 – 20:00, Gemeinde Roetgen im Bürgersaal Roetgen (Rosentalstraße 56, 52159 Roetgen)

Informationen zum Masterplan gibt es auch im Internet unter www.hochwassergefahrenvorbeugen.de.

Wasserverband informiert auf Sommersfest der Städteregion zum Hochwasserschutz Inde/Vicht

Das Hochwasser des letztjährigen Julis hat in der Städteregion Aachen und darüber hinaus massive Schäden angerichtet. Besonders betroffen waren die Einzugsgebiete von Inde und Vicht.

Zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Hochwasser im Inde-Vicht-Einzugsgebiet hat der Wasserverband mit Partnern wie z. B. dem Institut für Wasserbau der RWTH Aachen und den betroffenen Kommunen einen Masterplan erarbeitet. Diesen stellt er auf dem Sommerfest der Städteregion Aachen mit einem Infostand vor. Fachleute des Verbands stehen dabei zu Gesprächen bereit und freuen sich auf Ihren Besuch am Stand.

Das Sommerfest findet am 27.08.2022 ab 15 Uhr auf dem CHIO-Gelände, Albert-Servais-Allee 50, 52070 Aachen, statt.

Info zum Sommerfest:
https://www.staedteregion-aachen.de/de/navigation/aemter/wirtschaftsfoerderung-tourismus-und-europa-s-85/sommerfest-2022

Infos zum Maßnahmenplan:
www.hochwassergefahrenvorbeugen.de

Hochwasserberatung durch Experten in Langerwehe

Das Extremhochwasser vom Juli dieses Jahres hat viele Orte stark getroffen. So auch Langerwehe. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten des Hochwasser Kompetenz Centrums wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung findet statt am:

  • Donnerstag, den 25.11.2021, 14:00 bis 18:00 im Bürgerhaus in Pier, Grüntalstraße 17 in 52379 Langerwehe

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserberatung durch Experten in Wassenberg

Das Extremhochwasser im Juli 2021 hat viele Orte stark getroffen. So auch Wassenberg. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten des Hochwasser Kompetenz Centrums wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung findet statt am:

  • Dienstag, den 02.11.2021 Wassenberg, Sackgasse Jülicher Straße (Straßenende) von 14:30 – 18:30 Uhr
  • Montag, den 08.11.2021 Wassenberg-Ophoven, Schützenstraße, Parkplatz Sportplatz von 13:00 bis 17:00 Uhr

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserberatung durch Experten in Kreuzau und Drove

Das Extremhochwasser im Juli hat viele Orte stark getroffen. Auch Kreuzau und Drove waren betroffen. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil am 18.10. in Drove und am 19.10. in Kreuzau vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich: 

  • Montag, den 18.10., 14:30 bis 18:30 in Drove, Wehrstaße, an der Turnhalle
  • Dienstag, den 19.10., 14:30 bis 18:30 in Kreuzau, Hauptstraße, an der Kurt-Hoesch-Kampfbahn

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserberatung durch Experten in Kall und Gemünd

Das Extremhochwasser im Juli hat viele Orte stark getroffen. So auch Kall und Gemünd. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil am 12.10. in Kall und am 15.10. in Gemünd vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich:

  • Dienstag, den 12.10., 14:30 bis 18:30 in Kall am Rathausplatz
  • Freitag, den 15.10., 14:30 bis 18:30 in Gemünd auf dem Marienplatz

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserberatung durch Experten in Geilenkirchen und Heinsberg

Das Extremhochwasser Mitte Juli hat viele Orte stark getroffen. So auch Geilenkirchen und Heinsberg. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Objektschutz von Wohn- und Geschäftshäusern. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich:

  • Dienstag, den 05.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Geilenkirchen, Markt
  • Mittwoch, den 06.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Innenstadt, Markt
  • Donnerstag, den 07.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Kirchhoven, Waldfeuchter Straße 194 (Parkplatz Stadtwerke Heinsberg)
  • Montag, den 11.10.2021, 14:30 bis 18:30 in Heinsberg-Randerath, Marktplatz (Buschstraße 33)

Die Standorte des Informationsmobils können auch unter  https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Eventuell von Hochwasser betroffene Bereiche sind anhand der Hochwasserrisikomanagementplanung auch als Karten und Pläne ersichtlich, etwa über den Link https://service.heinsberg.de/suche/-/vr-bis-detail/dienstleistung/41260/show.

Hochwasserberatung durch Experten in Kornelimünster und Hahn

Das Extremhochwasser vor zwei Monaten hat viele Orte stark getroffen. So auch Kornelimünster und Hahn. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu wird ein Infomobil am 22.09. in Kornelimünster und am 23.09. in Aachen-Hahn vor Ort sein. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich:

  • Mittwoch, den 22.09.2021, von 14:30 bis 18:30, in Kornelimünster am Korneliusmarkt
  • Donnerstag, den 23.09.2021, von 14:30 bis 18:30, in Aachen Hahn, Ecke Hahner Straße / Gracht (Haltstelle Bücherbus)

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserberatung durch Experten in Zweifall, Mulartshütte und Inden

Das Extremhochwasser vor zwei Monaten hat viele Orte stark getroffen. Nachdem die Beratungstermine in Stolberg und Eschweiler großen Anklang gefunden haben, werden nun auch Termine in Zweifall, Mulartshütte und Inden angeboten. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die Beratung durch Experten, unter anderem des Hochwasser Kompetenz Centrums, wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung durch ein Informationsmobil erfolgt an folgenden Orten:

  • Donnerstag, den 16.09.2021, 14:30 bis 18:30 in Zweifall (Ecke Jägerhausstraße / Tannenbergstraße gegenüber der Kirche)
  • Freitag, den 17.09.2021, 14:30 bis 18:30 in Mulartshütte (Ortskern)
  • Montag, den 20.09.2021, 14:30 bis 18:30 in Inden (Rathausstraße 1)

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Weitere Termine im WVER-Verbandsgebiet sind in der Planung.

Hochwasserberatung durch Experten in Stolberg und Eschweiler

In den beiden vom Extremhochwasser stark betroffenen Städten Eschweiler und Stolberg können sich alle Bürgerinnen und Bürger Expertentipps zum Umgang mit Hochwasser einholen. Dazu steht ab dem 31. August ein Infomobil mit Anschauungsmaterialien zum allgemeinen Hochwasserschutz und weiteren Informationen bereit. Die Beratung durch ausgewiesene Fachexperten umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen. Die durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER), die StädteRegion Aachen und die betroffenen Städte koordinierte Aktion findet an folgenden Tagen an den genannten Orten zu den angegebenen Uhrzeiten statt:

  • 31.08.2021 in Eschweiler (Marienstrasse 9, Standort vor P&C), 14 Uhr – 19 Uhr
  • 01.09.2021 in Stolberg (Kaiserplatz) 13 Uhr – ca.18 Uhr
  • 02.09.2021 in Vicht (Parkplatz vor Vicht Kirche St. Johann Baptist), 14 Uhr – ca. 19 Uhr
  • 03.09.2021 in Eschweiler Aue (Auestraße Höhe Nr.19) 13 Uhr bis 16 Uhr und
  • 03.09.2021 in Weisweiler (Festhalle Weisweiler, Berliner Ring 2), ca. 17 Uhr bis ca. 20 Uhr.

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Wasserwirtschaft und Politik müssen Probleme gemeinsam angehen

Die zurückliegenden Hochwasserereignisse erfordern Verbesserungen der bestehenden Schutzstrukturen, aber auch neue Ideen und Initiativen. Zu einem Austausch darüber trafen sich an der Rurtalsperre Schwammenauel der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan aus Düren, der Verbandsratsvorsitzende des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER), Frank Peter Ullrich, Bürgermeister der Stadt Düren, und Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert.

Dr. Reichert schilderte Nietan in einem kurzen Rückblick die Hochwasserereignisse aus Sicht des WVER. Eine statische und großräumige Wetterlage von Frankreich bis nach Deutschland habe kontinuierliche und regional außerordentlich hohe Niederschlagsmengen mit sich gebracht. Die daraus entstandenen Extremhochwässer hätten insbesondere in den Mittelgebirgslagen der Ahr, um Schleidener Tal sowie an Vicht und Inde große Zerstörungen angerichtet. Diese hätten auch den Verband selbst getroffen. Vor allen Dingen seinen an Ufermauern und -böschungen an den Gewässern des Verbands Schäden in dreistelliger Millionenhöhe entstanden. Einige Verbandskläranlagen seien komplett überspült worden und über Tage hinweg ausgefallen. Inzwischen seien alle betroffenen Kläranlagen und Sonderbauwerke des Verbands wieder in Betrieb. Hinsichtlich der Talsperren berichtete Dr. Reichert: „Die Talsperren haben angesichts der massiven Zuflüsse ihre Schutzfunktion erfüllt und noch Schlimmeres verhindert.“ Dies gelte besonders für die Rurtalsperre, die trotz ihres moderaten Überlaufs den Zufluss ins Talsperrensystem um ein Vielfaches gedrosselt habe.

Der WVER-Vorstand skizzierte auch Verbesserungen, die man in Zukunft im Einzugsgebiet der Rur anstreben werde. Dazu gehöre auch ein wesentlich dichteres Netz von Messsensoren, die verbesserte Informationen über Umfang und Geschwindigkeit steigender Wasserstände sowie Prognosen über die weitere Entwicklung liefern könnten. Das Ziel sei ein Hochwasserinformations- und -managementsystem für das WVER-Gebiet, mit dessen Hilfe die Arbeit der Krisenstäbe unterstützt und die Verbandsmitglieder sowie auch die Öffentlichkeit informiert bzw. gewarnt werden könnten. Hier sehe er durchaus ein wichtiges Betätigungsfeld für den Wasserverband, auch wenn dies derzeit noch nicht zu den genuinen Verbandsaufgaben gehöre. Frank Peter Ullrich signalisierte ergänzend, dass der Verbandsrat dieser Idee positiv gegenüberstehe.

Ebenso strebe der WVER ein breites Bündnis zwischen Wasserverband und renommierten Fachexperten wie z. B. des Instituts für Wasserbaus der RWTH Aachen an. So solle in wenigen Monaten für die hauptsächlich vom Katastrophenhochwasser betroffenen Kommunen Stolberg und Eschweiler ein Masterplan entwickelt werden, der Leitlinien für einen hochwassersicheren Wiederaufbau der städtischen Infrastruktur und der privaten Gebäude betroffener Bürger und Unternehmen beinhalten soll.

Für beide Lösungsansätze gebe es bereits verbindliche Zusagen einer Förderung durch Landesmittel.

Auch Frank Peter UIlrich forderte hier die Unterstützung durch die Landes- und Bundespolitik: „Die Kommunen alleine sind oft schon in Folge des Strukturwandels in der Region und der Corona-Pandemie am Ende ihrer Leistungsfähigkeit und brauchen deswegen eine großzügige Förderung.“

Dietmar Nietan zeigte sich erfreut, dass die Fachleute jetzt sehr schnell an einen Tisch kämen. Er sei auch im Gespräch mit anderen Einrichtungen wie dem THW. Er stellte klar: „Als Politiker sind wir aber auf den Input der Fachleute und deren Vorschläge angewiesen.“ Er sicherte zu, entsprechende Anregungen aus der Fachwelt in die politischen Fachgremien einzuspeisen. Das sei einer der Gründe, warum er auch den Kontakt zum Wasserverband suche.

Alle drei Gesprächsteilnehmer waren sich darüber einig, über das Wasser und die Verbesserungen im Bereich des Hochwasserschutzes auch weiterhin in Kontakt zu bleiben.


v.l. Verbandsratsvorsitzender Frank Peter Ullrich, Dietmar Nietan MdB und Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert an der Hochwasserentlastungsanlage der Rurtalsperre Schwammenauel

Hochwasserschutz für Engelsdorf wurde nachhaltig verbessert

Zufriedene Gesichter bei allen Betroffenen: Der Wasserverband Eifel-Rur konnte fristgerecht das Hochwasserrückhaltebecken Engelsdorf zum Schutz der gleichnamigen Ortschaft in der Gemeinde Aldenhoven einweihen. Dazu trafen sich der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen, der Verbandsratsvorsitzende Frank Peter Ullrich (Bürgermeister der Stadt Düren), Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert, der Engelsdorfer Ortsbürgermeister Jakob Sauer und Projektingenieur Thorsten Schulze-Büssing mit den direkten Beckenanliegern vor Ort zur Inbetriebnahme.

In entsprechenden Grußworten gaben sie ihrer Freude Ausdruck, dass Engelsdorf jetzt vor Hochwasser geschützt sei. Sie stellten heraus, dass dies gerade in Zeiten des Klimawandels, der vermehrt Starkregenereignisse erwarten ließe, besonders wichtig sei. Außerdem betonten die Redner, dass der Wasserverband somit ein Projekt realisieren konnte, dessen Kosten durch die genossenschaftliche Struktur in der Gewässerpflege auf sehr viele Schultern verteilt werden und das die Kommune alleine kaum hätte stemmen können.  Mit einer kleinen Renaturierung des Merzbachs im Bereich der Burg Engelsdorf sowie dem Einsähen des Beckens mit heimischen Wildpflanzen sei auch noch eine ökologische Aufwertung der Landschaft durch das Projekt erfolgt.

Veranlassung

In den Jahren 2009 und 2014, aber auch schon davor wurde die Ortslage Aldenhoven-Engelsdorf mehrmals von Überschwemmungen getroffen. Grund waren Starkregenereignisse, die große Wassermengen von den oberhalb von Engelsdorf liegenden Feldern zum Abfluss brachten und dabei auch viel Erdreich mit sich führten.

Das schlammhaltige Wasser bahnte sich seinen Weg durch die in einer Tallage befindliche Ortschaft Engelsdorf in Richtung Merzbach. Dabei wurden Keller geflutet und Häuser und Gehöfte durchflossen. Es stellte sich heraus, dass oberhalb von Engelsdorf keine Abfanggräben vorhanden waren, die das Wasser am Ort vorbei geleitet hätten. Ebenso wies die örtliche Verrohrung einen ungünstigen, rechtwinklig angelegten Einlaufbereich für das Wasser auf und war auch nicht für ausreichend für große Wassermengen dimensioniert, die bei Starkregen sehr schnell zum Abfluss kommen. Die Starkregen gehen im Sommer oft einher mit sehr trockenen Böden, die plötzliche Starkregen gar nicht aufnehmen können.

Erste Planung durch den WVER

Die Gemeinde Aldenhoven hatte bereits eine Vorstudie zur Beseitigung der Hochwassergefahren für Engelsdorf in Auftrag gegeben. Im Jahr 2009 vereinbarten die Gemeinde und der Wasserverband Eifel-Rur dann, dass dieser das Projekt zum Schutz der Ortslage weiterverfolgen sollte. Der Verband führte daraufhin die erforderlichen Grundlagenermittlungen durch, um Daten darüber zu erhalten, wieviel Wasser etwa bei einem Regenereignis in Richtung Engelsdorf zum Abfluss kommt.

Die ursprünglichen Planungen des Verbands sahen dann vor, dass Abfanggräben angelegt werden sollten, die die von den Feldern kommenden Wassermengen aufnehmen sollten und unter Umgehung der Ortslage Engelsdorf östlich in den Merzbach eingeleitet hätten. Diese Variante wäre baulich leicht, kostengünstig und nachher auch in der Unterhaltung mit geringem Aufwand umzusetzen gewesen. Jedoch konnte ein dazu erforderlicher Grunderwerb nicht getätigt werden.

Neuplanung einer Variante mit Hochwasserrückhaltebecken

Dies zwang den Verband zu einer Neuplanung. Diese sah nun vor, oberhalb der Koslarer Straße ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB) mit einem Volumen von insgesamt 18.000 Kubikmetern zu errichten. Das anströmende Wasser wird durch Abfanggräben in dieses Becken hineingeleitet. Bei einem Hochwasser, wie es in 100 Jahren statistisch einmal vorkommt (HQ100 als Grundlage für die Berechnung des üblicherweise umzusetzenden Hochwasserschutzes), können dem Becken bis zu 3.300 Liter in der Sekunde zufließen. Das Becken selbst drosselt den Ablauf dann auf 300 Liter pro Sekunde, die über eine Ablaufleitung nun westlich von Engelsdorf dem Merzbach schadlos zugeführt werden. Dies bedeutet bei einem HQ100 eine Drosselung des Abflusses um mehr als das Zehnfache.

Die für diese Variante notwendigen Grundstücksverhandlungen konnten 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Kreis Düren genehmigte 2018 die entsprechenden Planungen; im Jahr 2019 erfolgte die Bewilligung eines Zuschusses durch die Bezirksregierung Köln. Danach wurden die konkrete Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen getätigt.

Renaturierungsmaßnahme am Merzbach gegenüber der Burg Engelsdorf

Im Zusammenhang mit dem Grundstückserwerb für das HRB konnte gegenüber der Burg Engelsdorf ein Teilstück des Merzbaches erworben werden. Hier bestand im Bach ein hydraulischer Engpass für den Wasserabfluss. Durch eine Renaturierungsmaßnahme wurde dieser Engpass nun auf einer Länge von ca. 240 m aufgeweitet und damit für die Zukunft beseitigt. Damit verbessert sich auch der Hochwasserschutz am Bach selbst.

Bauablauf und Kosten

Nachdem der Kampfmittelräumdienst im August des vergangenen Jahres die Bauflächen freigegeben hatte, konnte im September der Startschuss zur Umsetzung erfolgen. Hierbei wurden zunächst private Versorgungsleitungen umgelegt, um anschließend mit den eigentlichen Erdarbeiten zu beginnen. Die Tiefbauarbeiten starteten mit dem Ausheben des Beckenareals. Anschließend wurde aus dem gewonnenen Erdreich der Damm modelliert, der Engelsdorf vor Hochwasser schützen wird. In einem vorangegangenen Boden-Gutachten wurde festgestellt, dass der anstehende Boden sich optimal zur Verwendung als Dammmaterial nutzen lässt. Hierdurch konnten erheblich Bauzeit und Kosten eingespart werden. Begünstigt durch die konstant trockene Wetterlage schritten die Arbeiten rasch voran. Nachdem das Becken ausgehoben und der Damm errichtet war, wurde die Kanalleitung gelegt, die das angestaute Wasser aus dem HRB bis zum Merzbach hinunterführt. Gleichzeitig wurden die Abfanggräben ausgeschachtet, die die Wässer aus den oberhalb liegenden Feldern sammeln und gezielt in das Becken einleiten. Hierbei mussten zum einen eine Gasleitung und zum anderen die NATO-Pipeline gekreuzt werden, was für die Bauausführung eine zusätzliche Erschwernis bedeutete, weil diese Bereiche zusätzlich befestigt werden mussten. Anschließend wurden die Betonfertigteile geliefert, wobei das Auslaufbauwerk selbst, drei Durchlässe und weitere Entwässerungsanlagen eingebaut und in die Anlage integriert wurden.

Parallel wurde im Oktober 2020 mit der Renaturierung des Merzbachabschnittes gegenüber der Burg Engelsdorf begonnen. Ursprünglich war vorgesehen, im Zuge der Umsetzung mehrere ältere Erlen zu fällen, um dort den Entwicklungskorridor des Merzbaches zu vergrößern. Durch eine Umplanung hat der WVER allerdings den ohnehin nicht sehr großen Korridor nur durch partielle Böschungsaufweitungen angeschoben, sodass diese Bäume erhalten blieben. Ein Sturm nach Abschluss der Baumaßnahme sorgte dafür, dass eine angrenzende Pappel in den frisch renaturierten Bereich fiel und von sich aus den geplanten Einbau von Totholz zur ökologischen Aufwertung des Baches ersetzte. 

Das Projekt hatte einen Gesamtkostenumfang von ca. 2,3 Mio. € inklusive Planungskosten und Grunderwerb. Die Maßnahme wurde vom Land NRW gefördert.

Wie prognostiziert wurden fast alle Arbeiten Anfang 2021 abgeschlossen. Da von einem Hochwasserrückhaltebecken vor allen Dingen durch sehr schnell zufließende Wassermengen bei Starkregenereignissen eine Gefährdung für Dritte ausgeht, muss das Becken in naher Zukunft aus Gründen der Verkehrssicherung mit einer Zaunanlage aus Doppelstabgittermatten umgeben werden.

v. l.: Frank Peter Ullrich, Verbandsratsvorsitzender des WVER, Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert, der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen, der Engelsdorfer Ortsbürgermeister Jakob Sauer sowie Projektingenieur Thorsten Schulze-Büssing vor dem neuen Hochwasserrückhaltebecken Engelsdorf

WVER verbessert Hochwasserschutz am Fischbach in Stolberg-Vicht

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) wird ab der kommenden Woche am Fischbach in der Ortslage Stolberg-Vicht Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes vornehmen.

Im Jahr 2014 entstand in der Ortslage Vicht durch den Fischbach großer Schaden, als ein Starkregenereignis zum Bruch eines Schutzdeiches führte. Unter anderem wurde damals das Souterrain eines Altenpflegeheimes überschwemmt, im Bereich der Hauptstraße liefen die Keller einiger Häuser voll.

Im Nachhinein erwies sich, dass der Deich durch rückschreitende Erosion schadhaft geworden war. Hydraulische Berechnungen ergaben zudem, dass er für ein 100jährliches Hochwasserereignis zu niedrig ist.

Planungen des WVER ergaben, dass ein Abtragen des bestehenden und die Errichtung eines neuen Deichs die bestmögliche Lösung darstellen. Der Maßnahmenbereich betrifft den Abschnitt des Fischbachs in unmittelbarer Nachbarschaft der Häuser in der Eifelstraße 63-95. Es wird nun ein neuer, 130 Meter langer Deich mit einer Höhe von 1,5 Metern angelegt. Die Dammkrone hat eine Breite von einem Meter. Der Deich wird als Erdwall errichtet und an Engstellen mit L-Steinen von hinten abgesichert. Gleichzeitig werden auf einigen kleineren Teilabschnitten das Gewässerbett aufgeweitet und eine Fußgängerbrücke am Ende des Deiches höher gelegt.

Da der Deich auf privaten Grundstücken gebaut werden muss, wurden die Planungen intensiv mit den Eigentümern abgestimmt. Ab der kommenden Woche wird die Baustelle eingerichtet, für die Arbeiten sind knapp viereinhalb Monate veranschlagt, sofern es keine witterungsbedingten Störungen gibt. Insgesamt werden in den neuen Deich ca. 1.000 Kubikmeter Bodenmaterial verarbeitet. Die Arbeiten werden durch einen Bodengutachter und ökologisch begleitet. Die Untere Wasserbehörde der Städteregion hat den Bau genehmigt; das Land NRW bezuschusst die Gesamtkosten von ca. 500.000 € mit einem Fördersatz von 80 %.

Blick auf den Fischbach mit dem jetzigen, linksseitigen Deich

Gehölzpflegearbeiten im Hochwasserrückhaltebecken Gressenich

Der Wasserverband Eifel-Rur wird in der nächsten Woche Gehölzpflegearbeiten im Hochwasserrückhaltebecken „Gressenich“ durchführen. Dieses Becken sichert im Zusammenspiel mit den Becken „Diepenlinchenbach“ und „Eifelstraße“ den Hochwasserschutz am Unterlauf des Omerbachs bis zu seiner Mündung in die Inde. Besonders der Stadtteil Eschweiler-Nothberg wird im Zusammenspiel der drei Becken geschützt.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen bezieht sich auf einen ca. 10 Meter breiten Streifen parallel zum Dammbauwerk, in dem Strauchwerk und kleine Bäume entfernt werden. Diese sind sehr nahe an das Absperrbauwerk herangewachsen. Ebenso sind im Becken vermehrt Aktivitäten von Bibern zu beobachten. Diese haben inzwischen Biberdämme bis an den Beckendamm errichtet. Dadurch wird Wasser dauerhaft aufgestaut, was zu Staunässe führen kann. Diese kann am Absperrbauwerk selbst dessen Stabilität gefährden. Den Bibern steht im Becken weiterhin Lebensraum zur Verfügung. Gerade die Gehölzentfernung am Damm wird aber dazu führen, dass den Tieren hier kein „Baumaterial“ mehr zur Verfügung steht und sie in die hinteren Beckenbereichen ausweichen.

Die Arbeiten sind mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Die Untere Wasserbehörde und die Untere Naturschutzbehörde der Städteregion Aachen haben die Erlaubnis zur Entnahme der Gehölze erteilt.

Dichter Gehölzbewuchs reicht bis an den Damm des Hochwasserrückhaltebeckens Gressenich heran.

Hochwasserschutz für Engelsdorf wird nachhaltig verbessert

Die Ortslage Engelsdorf in der Gemeinde Aldenhoven war in der Vergangenheit mehrfach von Hochwässern getroffen worden, die sich bei Starkregenereignissen von oberhalb liegenden Feldern in den Ort ergossen. Deswegen vereinbarten die Gemeinde und der Wasserverband Eifel-Rur 2009, dass der Verband einen 100jährlichen Hochwasserschutz herstellen sollte. Nach langwierigen Planungen, die in der Zwischenzeit wegen schwieriger Grunderwerbsverhandlungen auch Umplanungen erforderlich machten, konnte jetzt mit den Arbeiten zur Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens begonnen werden.

Die Baustelle wurde heute offiziell vom Bürgermeister der Gemeinde Aldenhoven, Ralf Claßen, dem Ortsvorsteher von Engelsdorf, Jakob Sauer, und dem Vorstand des WVER, Dr. Joachim Reichert, eröffnet.

Bürgermeister Claßen erinnerte an das Hochwassers von 2014 in Engelsdorf: „Damals konnten wir beunruhigende Bilder im Ort sehen.“ Er dankte dem Wasserverband, dass die Arbeiten nun losgingen, und verwies auf die Häuser am Rande der Baustelle, deren Bewohner nun sicher zufrieden aus den Fenstern den Fortgang der Arbeiten verfolgten,  weil sie bald vor Hochwasser geschützt seien. Noch etwas weiter blickte Ortsvorsteher Jakob Sauer zurück: „Beim den Überschwemmungen von 2008 wäre fast ein 80jähriger Einwohner zu Tode gekommen.“ Da sei klar gewesen, dass nun etwas passieren müsse. Auch er dankte dem Verband dafür, dass er im Laufe der Planungen einen langen Atem besessen habe. Dr. Joachim Reichert griff dies auf und bestätigte: „Hochwasserschutzmaßnahmen gelingen letztlich nur im Konsens mit der Ortsbevölkerung.“ Deswegen sei es möglich, dass Planungen etwas länger dauerten, wenn wie z. B. in Engelsdorf Schwierigkeiten beim Grunderwerb Umplanungen erforderlich machten.

Infomationen zur Baumaßnahme:

Veranlassung

In den Jahren 2009 und 2014, aber auch schon davor wurde die Ortslage Aldenhoven-Engelsdorf mehrmals von Überschwemmungen getroffen. Grund waren Starkregenereignisse, die große Wassermengen von den oberhalb von Engelsdorf liegenden Feldern zum Abfluss brachten und dabei auch viel Erdreich mit sich führten.

Das schlammhaltige Wasser bahnte sich seinen Weg durch die in einer Tallage befindliche Ortschaft Engelsdorf in Richtung Merzbach. Dabei wurden Keller geflutet und Häuser und Gehöfte durchflossen. Es stellte sich heraus, dass oberhalb von Engelsdorf keine Abfanggräben vorhanden waren, die das Wasser am Ort vorbei geleitet hätten. Ebenso wies die örtliche Verrohrung einen ungünstigen, rechtwinklig angelegten Einlaufbereich für das Wasser auf und war auch nicht für ausreichend für große Wassermengen dimensioniert, die bei Starkregen sehr schnell zum Abfluss kommen. Die Starkregen gehen im Sommer oft einher mit sehr trockenen Böden, die plötzliche Starkregen gar nicht aufnehmen können.

Erste Planung durch den WVER

Die Gemeinde Aldenhoven hatte bereits eine Vorstudie zur Beseitigung der Hochwassergefahren für Engelsdorf in Auftrag gegeben. Im Jahr 2009 vereinbarten die Gemeinde und der Wasserverband Eifel-Rur dann, dass dieser das Projekt zum Schutz der Ortslage weiterverfolgen sollte. Der Verband führte daraufhin die erforderlichen Grundlagenermittlungen durch, um Daten darüber zu erhalten, wieviel Wasser etwa bei einem Regenereignis in Richtung Engelsdorf zum Abfluss kommt.

Die ursprünglichen Planungen des Verbands sahen dann vor, dass Abfanggräben angelegt werden sollten, die die von den Feldern kommenden Wassermengen aufnehmen sollten und unter Umgehung der Ortslage Engelsdorf östlich in den Merzbach eingeleitet hätten. Diese Variante wäre baulich leicht, kostengünstig und nachher auch in der Unterhaltung mit geringem Aufwand umzusetzen gewesen. Jedoch konnte ein dazu erforderlicher Grunderwerb nicht getätigt werden.

Neuplanung einer Variante mit Hochwasserrückhaltebecken

Dies zwang den Verband zu einer Neuplanung. Diese sieht nun vor, oberhalb der Koslarer Straße ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB) mit einem Volumen von insgesamt 18.000 Kubikmetern zu errichten. Das anströmende Wasser wird durch Abfanggräben in dieses Becken hineingeleitet. Bei einem Hochwasser, wie es in 100 Jahren statistisch einmal vorkommt (HQ100 als Grundlage für die Berechnung des üblicherweise umzusetzenden Hochwasserschutzes), können dem Becken bis zu 3.300 Liter in der Sekunde zufließen. Das Becken selbst drosselt den Ablauf dann auf 300 Liter pro Sekunde, die über eine Ablaufleitung nun westlich von Engelsdorf dem Merzbach schadlos zugeführt werden. Dies bedeutet bei einem HQ100 eine Drosselung des Abflusses um mehr als das Zehnfache.

Die für diese Variante notwendigen Grundstücksverhandlungen konnten 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Kreis Düren genehmigte 2018 die entsprechenden Planungen; im Jahr 2019 erfolgte die Bewilligung eines Zuschusses durch die Bezirksregierung Köln. Danach wurden die konkrete Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen getätigt.

Renaturierungsmaßnahme am Merzbach gegenüber der Burg Engelsdorf

Im Zusammenhang mit dem Grundstückserwerb für das HRB konnte gegenüber der Burg Engelsdorf ein Teilstück des Merzbaches erworben werden. Hier bestand im Bach ein hydraulischer Engpass für den Wasserabfluss. Durch eine Renaturierungsmaßnahme wird dieser Engpass nun auf einer Länge von ca. 240 m aufgeweitet und damit für die Zukunft beseitigt. Damit verbessert sich auch der Hochwasserschutz am Bach selbst.

Kosten und Bauzeit

Das Projekt hat einen Gesamtkostenumfang von ca. 2,3 Mio. € inklusive Planungskosten und Grunderwerb. Die Maßnahme wird vom Land NRW gefördert. Die Arbeiten werden voraussichtlich Anfang 2021 abgeschlossen sein.

Inbetriebnahme der Baustelle Engelsdorf, v. l. Dr. Gerd Demny, Gewässerdezernent des WVER, Jakob Sauer, Ortsvorsteher von Engelsdorf, Ralf Claßen, Bürgermeister der Gemeinde Aldenhoven, Dr. Joachim Reichert, Vorstand des WVER, Franz-Josef Hoffmann, Leiter des Unternehmensbereichs Gewässer des WVER und Thorsten Schulze-Büssing, Projektingenieur beim WVER