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Hochwasserschutz für Engelsdorf wurde nachhaltig verbessert

Zufriedene Gesichter bei allen Betroffenen: Der Wasserverband Eifel-Rur konnte fristgerecht das Hochwasserrückhaltebecken Engelsdorf zum Schutz der gleichnamigen Ortschaft in der Gemeinde Aldenhoven einweihen. Dazu trafen sich der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen, der Verbandsratsvorsitzende Frank Peter Ullrich (Bürgermeister der Stadt Düren), Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert, der Engelsdorfer Ortsbürgermeister Jakob Sauer und Projektingenieur Thorsten Schulze-Büssing mit den direkten Beckenanliegern vor Ort zur Inbetriebnahme.

In entsprechenden Grußworten gaben sie ihrer Freude Ausdruck, dass Engelsdorf jetzt vor Hochwasser geschützt sei. Sie stellten heraus, dass dies gerade in Zeiten des Klimawandels, der vermehrt Starkregenereignisse erwarten ließe, besonders wichtig sei. Außerdem betonten die Redner, dass der Wasserverband somit ein Projekt realisieren konnte, dessen Kosten durch die genossenschaftliche Struktur in der Gewässerpflege auf sehr viele Schultern verteilt werden und das die Kommune alleine kaum hätte stemmen können.  Mit einer kleinen Renaturierung des Merzbachs im Bereich der Burg Engelsdorf sowie dem Einsähen des Beckens mit heimischen Wildpflanzen sei auch noch eine ökologische Aufwertung der Landschaft durch das Projekt erfolgt.

Veranlassung

In den Jahren 2009 und 2014, aber auch schon davor wurde die Ortslage Aldenhoven-Engelsdorf mehrmals von Überschwemmungen getroffen. Grund waren Starkregenereignisse, die große Wassermengen von den oberhalb von Engelsdorf liegenden Feldern zum Abfluss brachten und dabei auch viel Erdreich mit sich führten.

Das schlammhaltige Wasser bahnte sich seinen Weg durch die in einer Tallage befindliche Ortschaft Engelsdorf in Richtung Merzbach. Dabei wurden Keller geflutet und Häuser und Gehöfte durchflossen. Es stellte sich heraus, dass oberhalb von Engelsdorf keine Abfanggräben vorhanden waren, die das Wasser am Ort vorbei geleitet hätten. Ebenso wies die örtliche Verrohrung einen ungünstigen, rechtwinklig angelegten Einlaufbereich für das Wasser auf und war auch nicht für ausreichend für große Wassermengen dimensioniert, die bei Starkregen sehr schnell zum Abfluss kommen. Die Starkregen gehen im Sommer oft einher mit sehr trockenen Böden, die plötzliche Starkregen gar nicht aufnehmen können.

Erste Planung durch den WVER

Die Gemeinde Aldenhoven hatte bereits eine Vorstudie zur Beseitigung der Hochwassergefahren für Engelsdorf in Auftrag gegeben. Im Jahr 2009 vereinbarten die Gemeinde und der Wasserverband Eifel-Rur dann, dass dieser das Projekt zum Schutz der Ortslage weiterverfolgen sollte. Der Verband führte daraufhin die erforderlichen Grundlagenermittlungen durch, um Daten darüber zu erhalten, wieviel Wasser etwa bei einem Regenereignis in Richtung Engelsdorf zum Abfluss kommt.

Die ursprünglichen Planungen des Verbands sahen dann vor, dass Abfanggräben angelegt werden sollten, die die von den Feldern kommenden Wassermengen aufnehmen sollten und unter Umgehung der Ortslage Engelsdorf östlich in den Merzbach eingeleitet hätten. Diese Variante wäre baulich leicht, kostengünstig und nachher auch in der Unterhaltung mit geringem Aufwand umzusetzen gewesen. Jedoch konnte ein dazu erforderlicher Grunderwerb nicht getätigt werden.

Neuplanung einer Variante mit Hochwasserrückhaltebecken

Dies zwang den Verband zu einer Neuplanung. Diese sah nun vor, oberhalb der Koslarer Straße ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB) mit einem Volumen von insgesamt 18.000 Kubikmetern zu errichten. Das anströmende Wasser wird durch Abfanggräben in dieses Becken hineingeleitet. Bei einem Hochwasser, wie es in 100 Jahren statistisch einmal vorkommt (HQ100 als Grundlage für die Berechnung des üblicherweise umzusetzenden Hochwasserschutzes), können dem Becken bis zu 3.300 Liter in der Sekunde zufließen. Das Becken selbst drosselt den Ablauf dann auf 300 Liter pro Sekunde, die über eine Ablaufleitung nun westlich von Engelsdorf dem Merzbach schadlos zugeführt werden. Dies bedeutet bei einem HQ100 eine Drosselung des Abflusses um mehr als das Zehnfache.

Die für diese Variante notwendigen Grundstücksverhandlungen konnten 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Kreis Düren genehmigte 2018 die entsprechenden Planungen; im Jahr 2019 erfolgte die Bewilligung eines Zuschusses durch die Bezirksregierung Köln. Danach wurden die konkrete Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen getätigt.

Renaturierungsmaßnahme am Merzbach gegenüber der Burg Engelsdorf

Im Zusammenhang mit dem Grundstückserwerb für das HRB konnte gegenüber der Burg Engelsdorf ein Teilstück des Merzbaches erworben werden. Hier bestand im Bach ein hydraulischer Engpass für den Wasserabfluss. Durch eine Renaturierungsmaßnahme wurde dieser Engpass nun auf einer Länge von ca. 240 m aufgeweitet und damit für die Zukunft beseitigt. Damit verbessert sich auch der Hochwasserschutz am Bach selbst.

Bauablauf und Kosten

Nachdem der Kampfmittelräumdienst im August des vergangenen Jahres die Bauflächen freigegeben hatte, konnte im September der Startschuss zur Umsetzung erfolgen. Hierbei wurden zunächst private Versorgungsleitungen umgelegt, um anschließend mit den eigentlichen Erdarbeiten zu beginnen. Die Tiefbauarbeiten starteten mit dem Ausheben des Beckenareals. Anschließend wurde aus dem gewonnenen Erdreich der Damm modelliert, der Engelsdorf vor Hochwasser schützen wird. In einem vorangegangenen Boden-Gutachten wurde festgestellt, dass der anstehende Boden sich optimal zur Verwendung als Dammmaterial nutzen lässt. Hierdurch konnten erheblich Bauzeit und Kosten eingespart werden. Begünstigt durch die konstant trockene Wetterlage schritten die Arbeiten rasch voran. Nachdem das Becken ausgehoben und der Damm errichtet war, wurde die Kanalleitung gelegt, die das angestaute Wasser aus dem HRB bis zum Merzbach hinunterführt. Gleichzeitig wurden die Abfanggräben ausgeschachtet, die die Wässer aus den oberhalb liegenden Feldern sammeln und gezielt in das Becken einleiten. Hierbei mussten zum einen eine Gasleitung und zum anderen die NATO-Pipeline gekreuzt werden, was für die Bauausführung eine zusätzliche Erschwernis bedeutete, weil diese Bereiche zusätzlich befestigt werden mussten. Anschließend wurden die Betonfertigteile geliefert, wobei das Auslaufbauwerk selbst, drei Durchlässe und weitere Entwässerungsanlagen eingebaut und in die Anlage integriert wurden.

Parallel wurde im Oktober 2020 mit der Renaturierung des Merzbachabschnittes gegenüber der Burg Engelsdorf begonnen. Ursprünglich war vorgesehen, im Zuge der Umsetzung mehrere ältere Erlen zu fällen, um dort den Entwicklungskorridor des Merzbaches zu vergrößern. Durch eine Umplanung hat der WVER allerdings den ohnehin nicht sehr großen Korridor nur durch partielle Böschungsaufweitungen angeschoben, sodass diese Bäume erhalten blieben. Ein Sturm nach Abschluss der Baumaßnahme sorgte dafür, dass eine angrenzende Pappel in den frisch renaturierten Bereich fiel und von sich aus den geplanten Einbau von Totholz zur ökologischen Aufwertung des Baches ersetzte. 

Das Projekt hatte einen Gesamtkostenumfang von ca. 2,3 Mio. € inklusive Planungskosten und Grunderwerb. Die Maßnahme wurde vom Land NRW gefördert.

Wie prognostiziert wurden fast alle Arbeiten Anfang 2021 abgeschlossen. Da von einem Hochwasserrückhaltebecken vor allen Dingen durch sehr schnell zufließende Wassermengen bei Starkregenereignissen eine Gefährdung für Dritte ausgeht, muss das Becken in naher Zukunft aus Gründen der Verkehrssicherung mit einer Zaunanlage aus Doppelstabgittermatten umgeben werden.

v. l.: Frank Peter Ullrich, Verbandsratsvorsitzender des WVER, Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert, der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen, der Engelsdorfer Ortsbürgermeister Jakob Sauer sowie Projektingenieur Thorsten Schulze-Büssing vor dem neuen Hochwasserrückhaltebecken Engelsdorf

WVER verbessert Hochwasserschutz am Fischbach in Stolberg-Vicht

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) wird ab der kommenden Woche am Fischbach in der Ortslage Stolberg-Vicht Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes vornehmen.

Im Jahr 2014 entstand in der Ortslage Vicht durch den Fischbach großer Schaden, als ein Starkregenereignis zum Bruch eines Schutzdeiches führte. Unter anderem wurde damals das Souterrain eines Altenpflegeheimes überschwemmt, im Bereich der Hauptstraße liefen die Keller einiger Häuser voll.

Im Nachhinein erwies sich, dass der Deich durch rückschreitende Erosion schadhaft geworden war. Hydraulische Berechnungen ergaben zudem, dass er für ein 100jährliches Hochwasserereignis zu niedrig ist.

Planungen des WVER ergaben, dass ein Abtragen des bestehenden und die Errichtung eines neuen Deichs die bestmögliche Lösung darstellen. Der Maßnahmenbereich betrifft den Abschnitt des Fischbachs in unmittelbarer Nachbarschaft der Häuser in der Eifelstraße 63-95. Es wird nun ein neuer, 130 Meter langer Deich mit einer Höhe von 1,5 Metern angelegt. Die Dammkrone hat eine Breite von einem Meter. Der Deich wird als Erdwall errichtet und an Engstellen mit L-Steinen von hinten abgesichert. Gleichzeitig werden auf einigen kleineren Teilabschnitten das Gewässerbett aufgeweitet und eine Fußgängerbrücke am Ende des Deiches höher gelegt.

Da der Deich auf privaten Grundstücken gebaut werden muss, wurden die Planungen intensiv mit den Eigentümern abgestimmt. Ab der kommenden Woche wird die Baustelle eingerichtet, für die Arbeiten sind knapp viereinhalb Monate veranschlagt, sofern es keine witterungsbedingten Störungen gibt. Insgesamt werden in den neuen Deich ca. 1.000 Kubikmeter Bodenmaterial verarbeitet. Die Arbeiten werden durch einen Bodengutachter und ökologisch begleitet. Die Untere Wasserbehörde der Städteregion hat den Bau genehmigt; das Land NRW bezuschusst die Gesamtkosten von ca. 500.000 € mit einem Fördersatz von 80 %.

Blick auf den Fischbach mit dem jetzigen, linksseitigen Deich

Gehölzpflegearbeiten im Hochwasserrückhaltebecken Gressenich

Der Wasserverband Eifel-Rur wird in der nächsten Woche Gehölzpflegearbeiten im Hochwasserrückhaltebecken „Gressenich“ durchführen. Dieses Becken sichert im Zusammenspiel mit den Becken „Diepenlinchenbach“ und „Eifelstraße“ den Hochwasserschutz am Unterlauf des Omerbachs bis zu seiner Mündung in die Inde. Besonders der Stadtteil Eschweiler-Nothberg wird im Zusammenspiel der drei Becken geschützt.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen bezieht sich auf einen ca. 10 Meter breiten Streifen parallel zum Dammbauwerk, in dem Strauchwerk und kleine Bäume entfernt werden. Diese sind sehr nahe an das Absperrbauwerk herangewachsen. Ebenso sind im Becken vermehrt Aktivitäten von Bibern zu beobachten. Diese haben inzwischen Biberdämme bis an den Beckendamm errichtet. Dadurch wird Wasser dauerhaft aufgestaut, was zu Staunässe führen kann. Diese kann am Absperrbauwerk selbst dessen Stabilität gefährden. Den Bibern steht im Becken weiterhin Lebensraum zur Verfügung. Gerade die Gehölzentfernung am Damm wird aber dazu führen, dass den Tieren hier kein „Baumaterial“ mehr zur Verfügung steht und sie in die hinteren Beckenbereichen ausweichen.

Die Arbeiten sind mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Die Untere Wasserbehörde und die Untere Naturschutzbehörde der Städteregion Aachen haben die Erlaubnis zur Entnahme der Gehölze erteilt.

Dichter Gehölzbewuchs reicht bis an den Damm des Hochwasserrückhaltebeckens Gressenich heran.

Hochwasserschutz für Engelsdorf wird nachhaltig verbessert

Die Ortslage Engelsdorf in der Gemeinde Aldenhoven war in der Vergangenheit mehrfach von Hochwässern getroffen worden, die sich bei Starkregenereignissen von oberhalb liegenden Feldern in den Ort ergossen. Deswegen vereinbarten die Gemeinde und der Wasserverband Eifel-Rur 2009, dass der Verband einen 100jährlichen Hochwasserschutz herstellen sollte. Nach langwierigen Planungen, die in der Zwischenzeit wegen schwieriger Grunderwerbsverhandlungen auch Umplanungen erforderlich machten, konnte jetzt mit den Arbeiten zur Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens begonnen werden.

Die Baustelle wurde heute offiziell vom Bürgermeister der Gemeinde Aldenhoven, Ralf Claßen, dem Ortsvorsteher von Engelsdorf, Jakob Sauer, und dem Vorstand des WVER, Dr. Joachim Reichert, eröffnet.

Bürgermeister Claßen erinnerte an das Hochwassers von 2014 in Engelsdorf: „Damals konnten wir beunruhigende Bilder im Ort sehen.“ Er dankte dem Wasserverband, dass die Arbeiten nun losgingen, und verwies auf die Häuser am Rande der Baustelle, deren Bewohner nun sicher zufrieden aus den Fenstern den Fortgang der Arbeiten verfolgten,  weil sie bald vor Hochwasser geschützt seien. Noch etwas weiter blickte Ortsvorsteher Jakob Sauer zurück: „Beim den Überschwemmungen von 2008 wäre fast ein 80jähriger Einwohner zu Tode gekommen.“ Da sei klar gewesen, dass nun etwas passieren müsse. Auch er dankte dem Verband dafür, dass er im Laufe der Planungen einen langen Atem besessen habe. Dr. Joachim Reichert griff dies auf und bestätigte: „Hochwasserschutzmaßnahmen gelingen letztlich nur im Konsens mit der Ortsbevölkerung.“ Deswegen sei es möglich, dass Planungen etwas länger dauerten, wenn wie z. B. in Engelsdorf Schwierigkeiten beim Grunderwerb Umplanungen erforderlich machten.

Infomationen zur Baumaßnahme:

Veranlassung

In den Jahren 2009 und 2014, aber auch schon davor wurde die Ortslage Aldenhoven-Engelsdorf mehrmals von Überschwemmungen getroffen. Grund waren Starkregenereignisse, die große Wassermengen von den oberhalb von Engelsdorf liegenden Feldern zum Abfluss brachten und dabei auch viel Erdreich mit sich führten.

Das schlammhaltige Wasser bahnte sich seinen Weg durch die in einer Tallage befindliche Ortschaft Engelsdorf in Richtung Merzbach. Dabei wurden Keller geflutet und Häuser und Gehöfte durchflossen. Es stellte sich heraus, dass oberhalb von Engelsdorf keine Abfanggräben vorhanden waren, die das Wasser am Ort vorbei geleitet hätten. Ebenso wies die örtliche Verrohrung einen ungünstigen, rechtwinklig angelegten Einlaufbereich für das Wasser auf und war auch nicht für ausreichend für große Wassermengen dimensioniert, die bei Starkregen sehr schnell zum Abfluss kommen. Die Starkregen gehen im Sommer oft einher mit sehr trockenen Böden, die plötzliche Starkregen gar nicht aufnehmen können.

Erste Planung durch den WVER

Die Gemeinde Aldenhoven hatte bereits eine Vorstudie zur Beseitigung der Hochwassergefahren für Engelsdorf in Auftrag gegeben. Im Jahr 2009 vereinbarten die Gemeinde und der Wasserverband Eifel-Rur dann, dass dieser das Projekt zum Schutz der Ortslage weiterverfolgen sollte. Der Verband führte daraufhin die erforderlichen Grundlagenermittlungen durch, um Daten darüber zu erhalten, wieviel Wasser etwa bei einem Regenereignis in Richtung Engelsdorf zum Abfluss kommt.

Die ursprünglichen Planungen des Verbands sahen dann vor, dass Abfanggräben angelegt werden sollten, die die von den Feldern kommenden Wassermengen aufnehmen sollten und unter Umgehung der Ortslage Engelsdorf östlich in den Merzbach eingeleitet hätten. Diese Variante wäre baulich leicht, kostengünstig und nachher auch in der Unterhaltung mit geringem Aufwand umzusetzen gewesen. Jedoch konnte ein dazu erforderlicher Grunderwerb nicht getätigt werden.

Neuplanung einer Variante mit Hochwasserrückhaltebecken

Dies zwang den Verband zu einer Neuplanung. Diese sieht nun vor, oberhalb der Koslarer Straße ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB) mit einem Volumen von insgesamt 18.000 Kubikmetern zu errichten. Das anströmende Wasser wird durch Abfanggräben in dieses Becken hineingeleitet. Bei einem Hochwasser, wie es in 100 Jahren statistisch einmal vorkommt (HQ100 als Grundlage für die Berechnung des üblicherweise umzusetzenden Hochwasserschutzes), können dem Becken bis zu 3.300 Liter in der Sekunde zufließen. Das Becken selbst drosselt den Ablauf dann auf 300 Liter pro Sekunde, die über eine Ablaufleitung nun westlich von Engelsdorf dem Merzbach schadlos zugeführt werden. Dies bedeutet bei einem HQ100 eine Drosselung des Abflusses um mehr als das Zehnfache.

Die für diese Variante notwendigen Grundstücksverhandlungen konnten 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Kreis Düren genehmigte 2018 die entsprechenden Planungen; im Jahr 2019 erfolgte die Bewilligung eines Zuschusses durch die Bezirksregierung Köln. Danach wurden die konkrete Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen getätigt.

Renaturierungsmaßnahme am Merzbach gegenüber der Burg Engelsdorf

Im Zusammenhang mit dem Grundstückserwerb für das HRB konnte gegenüber der Burg Engelsdorf ein Teilstück des Merzbaches erworben werden. Hier bestand im Bach ein hydraulischer Engpass für den Wasserabfluss. Durch eine Renaturierungsmaßnahme wird dieser Engpass nun auf einer Länge von ca. 240 m aufgeweitet und damit für die Zukunft beseitigt. Damit verbessert sich auch der Hochwasserschutz am Bach selbst.

Kosten und Bauzeit

Das Projekt hat einen Gesamtkostenumfang von ca. 2,3 Mio. € inklusive Planungskosten und Grunderwerb. Die Maßnahme wird vom Land NRW gefördert. Die Arbeiten werden voraussichtlich Anfang 2021 abgeschlossen sein.

Inbetriebnahme der Baustelle Engelsdorf, v. l. Dr. Gerd Demny, Gewässerdezernent des WVER, Jakob Sauer, Ortsvorsteher von Engelsdorf, Ralf Claßen, Bürgermeister der Gemeinde Aldenhoven, Dr. Joachim Reichert, Vorstand des WVER, Franz-Josef Hoffmann, Leiter des Unternehmensbereichs Gewässer des WVER und Thorsten Schulze-Büssing, Projektingenieur beim WVER