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Gewässerschau an Inde, Vicht und Hasselbach im März

Die Untere Wasserbehörde der Städteregion Aachen führt im März an Inde, Vicht und Hasselbach so genannte Gewässerschauen durch. Dabei werden die Gewässer zusammen mit dem Wasserverband Eifel-Rur in Augenschein genommen. Der Zustand der Gewässer wird betrachtet, ebenso werden Schritte zur Behebung von Schadstellen erörtert.

Zu den Gewässerschauen sind auch am Fluss befindlichen Anwohner und Eigentümer sowie die Fischereiberechtigten eingeladen. Ihnen wird dabei ebenfalls die Möglichkeit gegeben, die Situation aus ihrer Warte aus zu beschreiben.

Gerade im Nachgang zur weiteren Schadensbeseitigung nach der Hochwasser-Katastrophe vom letztjährigen Juli sind die Gewässerschauen von besonderer Bedeutung.

An welchem Gewässerabschnitt um wieviel Uhr sich die Gewässerschauenden befinden werden, findet sich auf der Homepage der Städteregion unter den öffentlichen Bekanntmachungen (vom 01.03.2022) bzw. auch hier (blauen Pfeil für Download oder Text anklicken)!

Beseitigung von Schäden an Ufermauern im Einzugsgebiet von Inde und Vicht

Das Extrem-Hochwasser im Sommer letzten Jahres hat insbesondere an der Inde und der Vicht über einhundert Schäden an Ufermauern und -befestigungen verursacht. Diese wurden vom Wasserverband Eifel-Rur und den örtlichen Behörden unter aktiver Mithilfe der Bevölkerung systematisch erfasst und kategorisiert. In Abstimmung des Wasserverbands mit den zuständigen Unteren Wasserbehörden der StädteRegion Aachen sowie der Stadt Aachen wurde auf Grundlage der einschlägigen Rechtsprechung durch diese festgelegt, wer für die Beseitigung der Schäden und die Wiederherstellung der Ufermauern verantwortlich ist.

Insbesondere Ufermauern in Innenstadtlagen haben oftmals neben der Sicherung des anliegenden Grundstücks eine übergeordnete wasserwirtschaftliche Funktion und sind durch den Gewässerunterhaltungspflichtigen, also den WVER, instand zu setzen. Darunter fallen auch diejenigen Ufermauern, die sich auf Privatgrundstücken befinden. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die erforderlichen Aufwendungen aus den Mitteln der staatlichen Wiederaufbauhilfe finanziert, so dass es nicht zu einer finanziellen Belastung der WVER-Mitglieder und der Menschen im Einzugsgebiet von Inde und Vicht kommt.

Ufermauen, die eine sog. „Anlage am Gewässer“ darstellen und keine wasserwirtschaftliche Relevanz haben, liegen dagegen in der Verantwortung der jeweiligen (privaten oder öffentlichen) Grundstückseigentümer. Dabei handelt es sich um Anlagen, die ausschließlich der Verbesserung bzw. Ermöglichung der Grundstücksnutzung dienen, z.B. für einen Garten, eine Firma, eine Straße oder einen Parkplatz. Auch in diesem Fall kann der Grundstückseigentümer Finanzmittel aus der staatlichen Wiederaufbauhilfe zur Wiederherstellung der Ufermauern beantragen.

Alle Betroffenen werden in den kommenden Tagen schriftlich vom WVER und den Unteren Wasserbehörden über die Sachlage zu ihrer Ufermauer informiert.

Aufgrund der Vielzahl der durch den WVER zu behebenden Schäden muss die zeitliche Abfolge der Arbeiten an den Ufermauern priorisiert werden. Sehr eilige, noch nicht behobene Schäden werden, nachdem temporäre Sicherungsmaßnahmen bereits kurz nach dem Hochwasserereignis durchgeführt wurden, vordringlich projektiert. Durch die große Zahl der Schäden an Ufermauern ist davon auszugehen, dass die Behebung aller Schäden insgesamt mehrere Jahre dauern wird.

Wasserverband Eifel-Rur führt Gehölzarbeiten zur Sicherung der Inde-Böschungen durch

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) weist darauf hin, dass in der Inde ab Stolberg-Steinfurt in nächster Zeit vermehrt Gehölzarbeiten durchgeführt werden. Das Juli-Hochwasser hat an den Inde-Böschungen unterhalb der Einmündung der Vicht (Kreisverkehr Münsterbachstraße/Eschweiler Straße) bis zur Einmündung des Saubachs in Stolberg hohe Schäden verursacht und Böschungen und Böschungsfüße stark erodiert.

Eine Vielzahl von Bäumen ist hierdurch aus den Böschungen in die Inde abgerutscht. Zusätzlich sind auf Teilstrecken Abwassersammler frei gelegt worden. Die bereits abgerutschten Bäume müssen aus dem Fluss entfernt werden. Dadurch wird das Abflussprofil bei weiteren Hochwässern gesichert. Außerdem können eventuell mitgerissene Bäume im Unterlauf für Probleme sorgen.

Zusätzlich werden Bäume, die im unteren Bereich einer stark unterspülten Böschung stehen, auf den Stock gesetzt, so dass das Wurzelwerk in den Ufern verbleibt, die Last der Baumkrone jedoch weggenommen wird. Die so rückgeschnittenen Bäume können dabei auch wieder ausschlagen. Dies ist erforderlich, um weitere Böschungsabrutschungen und eine Gefährdung der Abwassersammler links- und rechtsseitig der Inde zu vermeiden.

Die Gehölzarbeiten sind mit den Grundstückseigentümern sowie mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Deutlich sichtbare Spuren an Gehölzen und Uferböschungen der Inde unterhalb des Zuflusses der Vicht in Stolberg-Steinfurt

Mitteilung des WVER zu den für das kommende Wochenende erneut zu erwartenden Niederschlägen

Zum Wochenende hat der DWD erneute Niederschläge vorhergesagt. Diese fallen diesmal jedoch wesentlich geringer aus als beim zurückliegenden Hochwasserereignis. Zudem sind sie örtlich begrenzt.

Der Wasserverband schafft in Abstimmung mit der Bezirksregierung weiterhin durch eine erhöhte Abgabe in seinen Talsperren Platz für den zusätzlich erwarteten Regen – besonders in der Urft- und in der Rurtalsperre. Die Niederschläge können dadurch in Summe vollständig aufgenommen werden.

Oleftalsperre und Wehebachtalsperre haben auch während des Hochwasserereignisses genügend Speichervolumen aufgewiesen. Dies gilt auch jetzt.

An den Gewässern wie Inde und Wurm lässt sich ein starker Rückgang in Richtung der normalen Pegelstände beobachten. Diese Flüsse können nicht durch Talsperren reguliert werden.

Im Rahmen der Vorhersage der Niederschläge werden in Summe keine weiteren Überflutungen erwartet. Es sind jedoch örtliche Starkregenereignisse möglich.

Durch das zurückliegende Extremhochwasser ist es streckenweise zu Beschädigungen des Ufers und des Gewässerbetts gekommen. Dies gilt besonders für das Flussgebiet der Inde und Vicht. Ähnliche Auswirkungen sind für das Flussgebiet der Urft und Olef berichtet worden.

Durch erhöhte Pegelstände kann es vereinzelt zu weiteren Schäden kommen.

Bitte beachten Sie zur weiteren Entwicklung die Informationen auf unserer Homepage www.wver.de. Diese sind über das rote Laufband direkt abrufbar.

Rurtalsperre Schwammenauel läuft ab Mitternacht über

Heftige Zuflüsse sorgten dafür, dass die Rurtalsperre Schwammenauel zum Überlauf kam. Dies konnte auch durch eine vorherige Erhöhung der Abgabe aus dem Stausee nicht verhindert werden.

Ab 23:50 Uhr in der vergangenen Nacht begann die Talsperre, Wasser über die Hochwasserentlastungsanlage abzugeben. Diese Anlage, eine Betonschussrinne, die das Wasser am Damm vorbei in den Unterlauf abführt, sorgt dafür, dass ein Überströmen des Dammkörpers selbst verhindert wird.

Der Überlauf fiel jedoch geringer aus als zunächst befürchtet, da im Einzugsgebiet der Talsperre die Niederschlagsmengen und damit auch die immer noch hohen Zuflüsse zur Talsperre abgenommen hatten. Außerdem hatte der Verband im Vorhinein durch ein behutsames, weiteres Öffnen der Grundablässe in Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln den Zeitpunkt des Überlaufs aktiv um bis zu fünf Stunden nach hinten verschoben. Dadurch wurde Zeit gewonnen, die für weitere Warnungen und Evakuierungen von Menschen aus den von Überschwemmung gefährdeten Gebieten genutzt werden konnte.

Die Talsperre läuft zurzeit mit ca. 7 Kubikmeter pro Sekunde über. Es wird mit einer weiteren Entspannung des Zulaufs in die Talsperre gerechnet.

Zeitgleich mit dem Überlauf wird Wasser über die Grundablässe (29 Kubikmeter pro Sekunde) und das Kraftwerk Schwammenauel (30 Kubikmeter pro Sekunde) in das Staubecken Heimbach abgegeben. Hinzu kommen noch 17 Kubikmeter pro Sekunde aus der Urfttalsperre über das Jugendstilkraftwerk Heimbach. Die Abgabe in den Unterlauf der Rur ab dem Staubecken beträgt zurzeit 83 Kubikmeter pro Sekunde; sie konnte durchgehend unter 100 Kubikmeter pro Sekunde gehalten werden. Dieses Ziel wird auch im Weiteren beibehalten. Voraussetzung ist jedoch, dass es in der Eifel keine weiteren, ergiebigen Regenfälle gibt.

Über das Staubecken Obermaubach wurden am Morgen 113 Kubikmeter pro Sekunde in den Unterlauf abgegeben. Auch in der Nacht wurde hier ein Wert von 125 Kubikmetern nicht überschritten, die Zuflüsse aus dem Einzugsgebiet der Kall mit eingerechnet.

Die Urfttalsperre, die in der Nacht zum Donnertag noch mit bis zu 270 Kubikmetern über den Kaskadenhang in den Obersee der Rurtalsperre überlief, gibt dort zurzeit noch ca. 30 Kubikmeter pro Sekunde nach unten ab.

In Jülich wurde am Morgen ein Durchfluss von 184 Kubikmetern pro Sekunde gemessen. Vor allem auch durch sinkende Zuflüsse aus der Inde in Kirchberg ist hier eine Entspannung der Lage zu erwarten.

Dies gilt auch für den Rurpegel in Stah im Kreis Heinsberg vor Abfluss in die Niederlande, da die Wurmpegel weiter rückläufige Tendenz zeigen (In Herzogenrath nur noch ca. 10 Kubikmeter pro Sekunde nach Spitzenwerten von fast 60 Kubikmetern).

Der Wasserverband Eifel-Rur betont, dass er auch in engem Kontakt mit der Waterschap Limburg steht, die für die Rur in den Niederlanden bis zu deren Mündung in die Maas zuständig ist, da die Rur als grenzüberschreitender Fluss nur gemeinschaftlich zu bewirtschaften ist.

Ebenso dankt der WVER bereits jetzt allen Beteiligten und der Öffentlichkeit für die konstruktive und intensive Zusammenarbeit, die auch in den nächsten Tagen noch der Fortsetzung bedarf.

Baumpflege- und Rückschnittarbeiten an Pappeln an der Inde in Weisweiler-Hücheln

Der Wasserverband Eifel-Rur wird am rechten Uferbereich der Inde in Höhe der Ortslage Weisweiler-Hücheln Pflege- und Rückschnittarbeiten an fünf Pappeln durchführen. Diese befinden sich an der Wegeverbindung von der Parkanlage „Driesch“ zur Ortslage Hücheln. Die Arbeiten erfolgen, um die Bäume auch weiterhin erhalten zu können. Außerdem kommt der WVER hier seiner Verkehrssicherungspflicht nach. Die Bäume könnten ohne die Pflegearbeiten umstürzen.

Der Weg, an dem sich die Pappeln befinden, muss nach Rücksprache mit der Stadt und den zuständigen Behörden für den Zeitraum der Maßnahme gesperrt werden und wird weder aus Richtung der Parkanlage „Driesch“ noch der Stadionstraße in Hücheln passierbar sein. Die Sperrung ist zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer, die den Weg zahlreich nutzen, notwendig, da eine beauftragte Fachfirma mit entsprechendem Gerät vor Ort ist und eine Verletzungsgefahr durch herabstürzende Äste besteht. Die Arbeiten werden in der Woche vom 15. – 18. Februar durchgeführt.