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Erhöhtes Müll-Aufkommen am Ufer des Rursees

Ein erhöhtes Aufkommen von Müll und Abfällen aller Art verzeichnet der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) insbesondere an den Wegen entlang der Rurstalsperre in Schwammenauel. Die Zunahme der illegalen Ablagerungen erklärt der WVER damit, dass zunehmend mehr Menschen aus dem Umland die Eifelseen für Naherholungszwecke (wieder-)entdecken, zumal die Reisemöglichkeiten ins Ausland zurzeit noch eingeschränkt sind.

Entsorgter Unrat findet sich, so der WVER, entlang der Wege, in den Uferböschungen, aber auch immer wieder an den vorhandenen Mülleimern. Dort wird der Abfall einfach in der Annahme danebengestellt, dass sich hoffentlich irgendjemand um dessen Entsorgung kümmert.

Dabei ist das wilde Ablagern von Müll aus gutem Grund überall verboten. Zum einen wird die Natur verschmutzt und für andere Nutzer verschandelt, zum anderen können Abfälle auch in den See gelangen, wodurch sich die Wasserqualität verschlechtert.

Das Einsammeln und Entsorgen des Mülls verursacht zudem zusätzliche Kosten, die über die Ausgaben für den Talsperrenbetrieb der Allgemeinheit in Rechnung gestellt werden. Diese treffen damit auch diejenigen, die sich ordnungsgemäß verhalten.

Der Wasserverband fordert deswegen alle Erholung Suchenden dringend auf, Abfälle nur in die dafür vorgesehenen Behältnisse zu entsorgen oder besser wieder mitzunehmen, um sie dann zuhause mit dem Hausmüll zu entsorgen.

Das wilde Ablagern kann zudem auch Anzeigen und Bußgelder nach sich ziehen.

Überquellende Mülleimer und dazu geworfene Abfälle am Rursee
Eine Baggerschaufel voller Unrat, am Ufer des Rursees eingesammelt von Mitarbeitern des Wasserverbands Eifel-Rur

Am Wochenende blieb es auf dem Rursee zumeist ruhig

Trotz des schönen Wetters blieb es am vergangenen Wochenende auf dem Rursee weitgehend ruhig. Dies können sowohl der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) als Eigentümer des Sees als auch die Ordnungsbehörden der anliegenden Kommunen Heimbach, Nideggen und Simmerath feststellen. Entsprechende Kontrollen zeigten, dass es auf den engen Steganlagen keine nennenswerten Aufenthalte von Personen gab. Auch waren nur wenige Wasserfahrzeuge auf dem See zu sehen.

Der Verband und auch die Kommunen hatten im Vorfeld erklärt, dass sie auf Sper­rungen der Wasserflächen und der Steganlagen wegen der Corona-Krise verzichten würden, und an das Verantwortungsgefühl der Menschen appelliert. „Diese Vorge­hensweise hat sich eindeutig bewährt“, lautete die positive Bilanz von Dr. Joachim Reichert (Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur) sowie den Bürgermeistern Peter Cremer (Stadt Heimbach), Karl-Heinz Hermanns (Gemeinde Simmerath) und Marco Schmunkamp (Stadt Nideggen). Sie richten deswegen ihren ausgesprochenen Dank an die Bürgerinnen und Bürger für das besonnene Verhalten. Dieser Dank geht be­sonders auch an die Stegbetreiber, überwiegend Vereine. Diese hatten schon im Vorfeld erklärt, bis wenigstens Ende April auf das Zu-Wasser-Lassen der Boote zu verzichten.

Damit verbunden ist die Bitte, dass die Menschen auch am kommenden, langen Os­terwochenende ein Einsehen haben und dem Rat der Bundeskanzlerin folgen: „Bitte bleiben Sie Zuhause!“. Auch dann wird es wieder Kontrollen durch die Ordnungsbe­hörden geben.

Zwei Ausnahmen von dieser positiven Einschätzung muss jedoch der WVER ma­chen, die eigene Grundstücke betreffen. Dazu gehört zum einen der Vorplatz vor der Hochwasserentlastungsanlage der Rurtalsperre und zum anderen der Vorplatz des Kiosks „Am Pegel“, wo der Verkauf nach draußen weiterging. Hier gab es vor allen Dingen größere Ansammlungen von Motorradfahrern.

„Der WVER sieht sich als Eigentümer leider zur Handlung gezwungen“, berichtet Dr. Joachim Reichert. Der Vorplatz zur Hochwasserentlastung werde komplett abge­sperrt. Der Verkauf „Am Pegel“ bleibe erhalten, doch werde der Zugang auf einen schmalen Korridor begrenzt, so dass Ansammlungen vor der Lokalität nicht mehr möglich sind.