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Masterplan Inde/Vicht: Einzelne Projektvorschläge nun im Internet einsehbar

Der Wasserverband Eifel-Rur hat zusammen mit dem Institut für Wasserbau der RWTH Aachen University, weiteren Fachleuten sowie den Kommunen im Einzugsgebiet von Inde und Vicht einen Masterplan erstellt, der einen Maßnahmenkatalog enthält, wie in Zukunft die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gegen Hochwasser erhöht werden soll. Dieser wurde in einzelnen Kommunen bereits vorgestellt.

Die einzelnen Maßnahmen selbst können nun über eine Karte in ArcGIS-Online eingesehen werden. Der entsprechende Link zur Karte ist über die bereits vor einiger Zeit freigeschaltete Homepage www.hochwassergefahrenvorbeugen.de verfügbar. Hier können Interessierte zielgenau Steckbriefe zu Projekten im direkten, eigenen Umfeld finden.

Der Masterplan ist dabei als dynamisches Instrument zur Steigerung der Resilienz zu betrachten: Die vorgestellten Maßnahmen werden nun fortlaufend weiterentwickelt. Außerdem können Anregungen aus der Bevölkerung aufgenommen werden.

Hochwassergefahren vorbeugen – Masterplan für Inde und Vicht wird öffentlich vorgestellt

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat nach der Hochwasser-Katastrophe vom Juli des letzten Jahres in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasserbau der RWTH Aachen University, weiteren Fachexpertinnen und -experten aus der Wasserwirtschaft sowie den betroffenen Kommunen einen Masterplan für das besonders hart getroffene Einzugsgebiet von Inde und Vicht erstellt. Dieser Masterplan umfasst bisher 63 Projekte mit über 170 Einzelmaßnahmen. Mit diesen soll die Widerstandsfähigkeit gegen zukünftige Hochwasserereignisse erhöht werden.

Der Masterplan wird nun auch der breiten Öffentlichkeit in den Kommunen vorgestellt. Dazu gibt es eine Reihe von Infoständen, bei der sich Bürgerinnen und Bürger über die vorgeschlagenen Maßnahmen informieren können. Außerdem nehmen die Expertinnen und Experten des Wasserverbands gerne auch Anregungen und Vorschläge aus der Bevölkerung auf. Der Masterplan ist dynamisch und soll weiterentwickelt werden.

Die Termine im Einzelnen:

11.09.2022, 10:00 – 18:00, Gemeinde Langerwehe, Pastoratsweg 1, 52379 Langerwehe (im Rahmen des Eifelmarkts)

13.09.2022, 16:00 – 18:00, Gemeinde Inden im Bürgerhaus Inden/Altdorf (Geuenicher Straße 38, 52459 Inden)

15.09.2022, 14:00 – 18:00, Stadt Eschweiler, Foyer des Rathauses (Johannes-Rau-Platz 1, 52249 Eschweiler)

16.09.2022, 14:00 – 18:00, Stadt Stolberg (Kaiserplatz, 52222 Stolberg)

29.09.2022, 18:00 – 20:00, Gemeinde Roetgen im Bürgersaal Roetgen (Rosentalstraße 56, 52159 Roetgen)

Informationen zum Masterplan gibt es auch im Internet unter www.hochwassergefahrenvorbeugen.de.

Gewässerschau an Inde, Vicht und Hasselbach im März

Die Untere Wasserbehörde der Städteregion Aachen führt im März an Inde, Vicht und Hasselbach so genannte Gewässerschauen durch. Dabei werden die Gewässer zusammen mit dem Wasserverband Eifel-Rur in Augenschein genommen. Der Zustand der Gewässer wird betrachtet, ebenso werden Schritte zur Behebung von Schadstellen erörtert.

Zu den Gewässerschauen sind auch am Fluss befindlichen Anwohner und Eigentümer sowie die Fischereiberechtigten eingeladen. Ihnen wird dabei ebenfalls die Möglichkeit gegeben, die Situation aus ihrer Warte aus zu beschreiben.

Gerade im Nachgang zur weiteren Schadensbeseitigung nach der Hochwasser-Katastrophe vom letztjährigen Juli sind die Gewässerschauen von besonderer Bedeutung.

An welchem Gewässerabschnitt um wieviel Uhr sich die Gewässerschauenden befinden werden, findet sich auf der Homepage der Städteregion unter den öffentlichen Bekanntmachungen (vom 01.03.2022) bzw. auch hier (blauen Pfeil für Download oder Text anklicken)!

Beseitigung von Schäden an Ufermauern im Einzugsgebiet von Inde und Vicht

Das Extrem-Hochwasser im Sommer letzten Jahres hat insbesondere an der Inde und der Vicht über einhundert Schäden an Ufermauern und -befestigungen verursacht. Diese wurden vom Wasserverband Eifel-Rur und den örtlichen Behörden unter aktiver Mithilfe der Bevölkerung systematisch erfasst und kategorisiert. In Abstimmung des Wasserverbands mit den zuständigen Unteren Wasserbehörden der StädteRegion Aachen sowie der Stadt Aachen wurde auf Grundlage der einschlägigen Rechtsprechung durch diese festgelegt, wer für die Beseitigung der Schäden und die Wiederherstellung der Ufermauern verantwortlich ist.

Insbesondere Ufermauern in Innenstadtlagen haben oftmals neben der Sicherung des anliegenden Grundstücks eine übergeordnete wasserwirtschaftliche Funktion und sind durch den Gewässerunterhaltungspflichtigen, also den WVER, instand zu setzen. Darunter fallen auch diejenigen Ufermauern, die sich auf Privatgrundstücken befinden. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die erforderlichen Aufwendungen aus den Mitteln der staatlichen Wiederaufbauhilfe finanziert, so dass es nicht zu einer finanziellen Belastung der WVER-Mitglieder und der Menschen im Einzugsgebiet von Inde und Vicht kommt.

Ufermauen, die eine sog. „Anlage am Gewässer“ darstellen und keine wasserwirtschaftliche Relevanz haben, liegen dagegen in der Verantwortung der jeweiligen (privaten oder öffentlichen) Grundstückseigentümer. Dabei handelt es sich um Anlagen, die ausschließlich der Verbesserung bzw. Ermöglichung der Grundstücksnutzung dienen, z.B. für einen Garten, eine Firma, eine Straße oder einen Parkplatz. Auch in diesem Fall kann der Grundstückseigentümer Finanzmittel aus der staatlichen Wiederaufbauhilfe zur Wiederherstellung der Ufermauern beantragen.

Alle Betroffenen werden in den kommenden Tagen schriftlich vom WVER und den Unteren Wasserbehörden über die Sachlage zu ihrer Ufermauer informiert.

Aufgrund der Vielzahl der durch den WVER zu behebenden Schäden muss die zeitliche Abfolge der Arbeiten an den Ufermauern priorisiert werden. Sehr eilige, noch nicht behobene Schäden werden, nachdem temporäre Sicherungsmaßnahmen bereits kurz nach dem Hochwasserereignis durchgeführt wurden, vordringlich projektiert. Durch die große Zahl der Schäden an Ufermauern ist davon auszugehen, dass die Behebung aller Schäden insgesamt mehrere Jahre dauern wird.

Neubau der Vicht-Ufermauer an der Ellermühlenstraße in Stolberg

Im Zuge des Juli-Hochwassers ist eine wasserwirtschaftlich relevante Ufermauer im Bereich der Ellermühlenstraße auf einer Länge von 35 Metern und einer Höhe von fünf Metern zerstört worden. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) wird nach entsprechender Planung einen Neubau errichten. Dazu muss in der Ellermühlenstraße ein Kran aufgebaut werden. Die Straße wird deswegen zwischen den Einmündungen der Samaritanerstraße und der Straße „Am Bastiansweiher“ gesperrt.

Die Verkehrsführung muss dazu in der Samaritanerstraße verändert werden. Die dort geltende Einbahnstraßenregelung wird aufgehoben, die Straße selbst zur Sackgasse. Dazu müssen auch einige Parkplätze an der Straße gesperrt werden.

Auch die Straße „Am Bastiansweiher“ wird im vorderen Bereich während der Zeit der Kranmontage zu einer Sackgasse. Im hinteren Bereich wird auch sie außer für die direkten Anlieger gesperrt, da sie auch als Lagerfläche für die Kranausleger gebraucht wird. Die Veränderungen in der Verkehrsführung ist mit der Stadt Stolberg abgestimmt.

Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag mit der Einrichtung der Baustelle. Dann werden noch in diesem Jahr der Baubereich und das Bachbett freigeräumt. Der Neubau der Mauer selbst beginnt im nächsten Jahr. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich Mitte 2022 abgeschlossen sein.

Die zerstörte Ufermauer an der Vicht im Bereich der Ellermühlenstraße in Stolberg

WVER verbessert Hochwasserschutz am Fischbach in Stolberg-Vicht

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) wird ab der kommenden Woche am Fischbach in der Ortslage Stolberg-Vicht Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes vornehmen.

Im Jahr 2014 entstand in der Ortslage Vicht durch den Fischbach großer Schaden, als ein Starkregenereignis zum Bruch eines Schutzdeiches führte. Unter anderem wurde damals das Souterrain eines Altenpflegeheimes überschwemmt, im Bereich der Hauptstraße liefen die Keller einiger Häuser voll.

Im Nachhinein erwies sich, dass der Deich durch rückschreitende Erosion schadhaft geworden war. Hydraulische Berechnungen ergaben zudem, dass er für ein 100jährliches Hochwasserereignis zu niedrig ist.

Planungen des WVER ergaben, dass ein Abtragen des bestehenden und die Errichtung eines neuen Deichs die bestmögliche Lösung darstellen. Der Maßnahmenbereich betrifft den Abschnitt des Fischbachs in unmittelbarer Nachbarschaft der Häuser in der Eifelstraße 63-95. Es wird nun ein neuer, 130 Meter langer Deich mit einer Höhe von 1,5 Metern angelegt. Die Dammkrone hat eine Breite von einem Meter. Der Deich wird als Erdwall errichtet und an Engstellen mit L-Steinen von hinten abgesichert. Gleichzeitig werden auf einigen kleineren Teilabschnitten das Gewässerbett aufgeweitet und eine Fußgängerbrücke am Ende des Deiches höher gelegt.

Da der Deich auf privaten Grundstücken gebaut werden muss, wurden die Planungen intensiv mit den Eigentümern abgestimmt. Ab der kommenden Woche wird die Baustelle eingerichtet, für die Arbeiten sind knapp viereinhalb Monate veranschlagt, sofern es keine witterungsbedingten Störungen gibt. Insgesamt werden in den neuen Deich ca. 1.000 Kubikmeter Bodenmaterial verarbeitet. Die Arbeiten werden durch einen Bodengutachter und ökologisch begleitet. Die Untere Wasserbehörde der Städteregion hat den Bau genehmigt; das Land NRW bezuschusst die Gesamtkosten von ca. 500.000 € mit einem Fördersatz von 80 %.

Blick auf den Fischbach mit dem jetzigen, linksseitigen Deich